Traitsching

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Traitsching
Traitsching
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Traitsching hervorgehoben
49.15285712.645508416Koordinaten: 49° 9′ N, 12° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Cham
Höhe: 416 m ü. NHN
Fläche: 45,4 km²
Einwohner: 4048 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Postleitzahl: 93455
Vorwahlen: 09974, 09971 (Loifling teilw.)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: CHA, KÖZ, ROD, WÜM
Gemeindeschlüssel: 09 3 72 164
Gemeindegliederung: 68 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstr. 1
93455 Traitsching
Webpräsenz: www.traitsching.de
Bürgermeister: Josef Marchl (CSU)
Lage der Gemeinde Traitsching im Landkreis Cham
Lohberg (Bayern) Lam Arrach Hohenwarth (Landkreis Cham) Grafenwiesen Neukirchen beim Heiligen Blut Eschlkam Furth im Wald Gleißenberg Arnschwang Bad Kötzting Rimbach (Oberpfalz) Blaibach Waldmünchen Treffelstein Tiefenbach (Oberpfalz) Rötz Schönthal (Oberpfalz) Weiding (Landkreis Cham) Chamerau Miltach Willmering Stamsried Pösing Zandt Traitsching Chamerau Runding Cham (Oberpfalz) Pemfling Waffenbrunn Schorndorf (Oberpfalz) Michelsneukirchen Roding Walderbach Reichenbach (Landkreis Cham) Rettenbach (Oberpfalz) Falkenstein (Oberpfalz) Zell (Oberpfalz) Wald (Oberpfalz) Tschechien Landkreis Schwandorf Landkreis Regen Landkreis Straubing-Bogen Landkreis RegensburgKarte
Über dieses Bild

Traitsching ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Cham.

Kapelle in Traitsching

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Traitsching liegt in der Region Cham.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Traitsching besteht 68 Orten und Ortsteilen [2]:

  • Atzenzell
  • Birnbrunn
  • Boden (Traitsching)
  • Brelitz
  • Büchsenmühle
  • Dinzling
  • Einfaltsberg
  • Faschaberg
  • Geigenmühle (Traitsching)
  • Geisberg (Traitsching)
  • Gstetten (Traitsching)
  • Habersdorf (Traitsching)
  • Hagendorf (Traitsching)
  • Hinterer Haidhof
  • Vorderer Haidhof
  • Haschabühl
  • Haselhof (Traitsching)
  • Hermannsgrub
  • Hetzelhof
  • Heustadl
  • Himmelreich (Traitsching)
  • Hinterberg (Traitsching)
  • Hochfeld (Traitsching)
  • Höhhof (Traitsching)
  • Hühnerberg (Traitsching)
  • Kaltenberg (Traitsching)
  • Knotthof
  • Kohhof
  • Kronwitt (Traitsching)
  • Kuppel (Traitsching)
  • Lehhof
  • Loifling
  • Löwengrub
  • Mühlberg (Traitsching)
  • Mühlhof (Traitsching)
  • Oberbühl (Traitsching)
  • Obergoßzell
  • Oberhagendorf
  • Obermühle (Traitsching)
  • Oed (Traitsching)
  • Randlhof
  • Reisach (Traitsching)
  • Salmannsgrub
  • Sattelbogen (Oberpfalz)
  • Sattelpeilnstein
  • Schafbach (Traitsching)
  • Schönferchen (Traitsching)
  • Seignhof
  • Siedling
  • Sitzenberg (Traitsching)
  • Steinmühle (Traitsching)
  • Thal (Traitsching)
  • Thannet (Traitsching)
  • Tragenschwand
  • Traitsching
  • Traumarch
  • Trebersdorf
  • Trefling
  • Unterbühl (Traitsching)
  • Untergoßzell
  • Unterrauchenberg
  • Weigelsberg (Traitsching)
  • Weiherhaus (Traitsching)
  • Wieden (Traitsching)
  • Wiedenhof (Traitsching)
  • Wieshof (Traitsching)
  • Wilting
  • Wöhrhof (Traitsching)

Es bestehen die Gemarkungen Atzenzell, Birnbrunn, Loifling, Obergoßzell, Sattelbogen (Oberpfalz), Sattelpeilnstein und Traitsching.

Geschichte[Bearbeiten]

Traitsching gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Cham (Oberpfalz) des Kurfürstentums Bayern. Ein großer Teil des heutigen Gemeindegebietes war ein Teil der Grundherrschaft Loifling und stand u.a. unter der Verwaltung der Poißl von Loifling. Nach dem Frieden von Preßburg gehörte Traitsching 1806 bis 1918 zum Königreich Bayern, daher zeitweilig auch zur Münchner Räterepublik und zum Deutsches Reich 1933 bis 1945 des Nationalsozialismus. Nach dem Zweiten Weltkrieg (1939-1945) wurden die Bewohner Angehörige des Bundeslandes Bayern in der Bundesrepublik Deutschland.

Auf Traitschinger Gemarkung, etwa 700 Meter südöstlich der Ortsmitte, befindet sich der Burgstall Schanzenberg auf dem Schanzenberg, heute ein sagenumwobenes Bodendenkmal, eine abgegangene Burganlage des Frühmittelalters aus dem 9. oder 10. Jahrhundert.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1946 wurde Loifling in die Gemeinde eingegliedert. Am 1. Januar 1972 wurden Sattelbogen (mit den 1946 eingemeindeten Orten Atzenzell und Obergoßzell) und Sattelpeilnstein (mit der 1946 eingemeindeten Ortschaft Birnbrunn) eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1970: 2.809 Einwohner
  • 1987: 3.666 Einwohner
  • 2000: 4.055 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Josef Marchl (CSU). Der 16-köpfige Gemeinderat setzt sich aus 7 Freie-Wähler- und 9 CSU-Gemeinderäten zusammen.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.144 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 123 T€.

Die Gemeinde pflegt partnerschaftliche Beziehungen zur Gemeinde Altschwendt (Oberösterreich, seit 1973) und der Stadt Švihov (Tschechien, seit 2001)

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Blau ein silbernes Hirschgeweih, dazwischen schwebend ein goldener Heidenkopf. Das Wappen ist seit 1970 in Gebrauch.(Beschluss des Gemeinderates in Traitsching und Zustimmung des bayerischen Staatsministeriums des Innern in München vom 4. April 1970)

Wappengeschichte[Bearbeiten]

Ein Teil der heutigen Gemeinde Traitsching gehörte vor 1848 zur Grundherrschaft Loifling. Das Wappen von Traitsching zeigt Wappenbilder aus den Stammwappen zweier für die Geschichte der Grundherrschaft bedeutenden Adelsgeschlechter. Der bärtige Männerkopf mit der spitzen Mütze, ein sogenannter Heidenkopf (Heraldik) oder Heidenrumpf, steht für das fränkische Rittergeschlecht der Stettner, auch ansässig am Grabenhof in Neuburg an der Donau, Kanton Altmühl und Odenwald; das Hirschgeweih für die vom 15. bis in das 19. Jahrhundert als Inhaber der Hofmark Loifling nachweisbaren Familie Poißl. (Oberpfälzer Wappenbuch. Öffentliche Wappen der Oberpfalz, Regensburg 1991, Seite 64f.) Die Leonhard-Stettner-Schule Wilting in Traitsching erhielt ihren Namen in Erinnerung an das Rittergeschlecht der Stettner, vermutlich ist ein Dechant Leonhard in Cham (Oberpfalz) der Namensgeber.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Traitsching

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 34, im produzierenden Gewerbe 160 und im Bereich Handel und Verkehr 30 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 81 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.324. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe sieben Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 142 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2.297 ha, davon waren 1.111 ha Ackerfläche und 1.182 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2007):

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 86 Kindern
  • Volksschulen: 1 Grundschule mit 14 Lehrern und 181 Schülern

           + 2 ausgelagerte Hauptschulklassen (5/6)

  • Volkshochschule: Kursangebot lt. VHS-Programm

Sport[Bearbeiten]

Der größte und erfolgreichste Verein in der Gemeinde Traitsching ist der SV Wilting, gegründet als reiner Fußballverein am 28. September 1968 durch einen Aufruf des damaligen Bürgermeisters Karl Sölch. Im Laufe der Jahrzehnte erweiterte sich das Sportangebot um eine Gymnastik-, Tennis-, Volleyball-, Badminton- und Skiabteilung, sowie um eine Nordic-Walking- und Läufergruppe. Mittlerweile zählt der Verein über 800 Mitglieder.

Kultur[Bearbeiten]

Die Theatergruppe Wilting ist eine der beliebtesten Laienspielbühnen des Landkreises Cham. Von Pfarrer Otto Böhm 1977 wieder zum Leben erweckt, werden jedes Jahr um Ostern hauptsächlich bayerische Volksstücke, aber neuzeitliche Inszenierungen, wie z.B. Stücke des Mundartdichters Toni Lauerer aufgeführt.

Vereine[Bearbeiten]

  • VdK-Ortsverband Traitsching

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111204/194703&attr=OBJ&val=934
  3. Bernhard Ernst: Burgenbau in der südöstlichen Oberpfalz vom Frühmittelalter bis zur frühen Neuzeit, Band 2: Katalog. Verlag Dr. Faustus, Büchenbach 2003, ISBN 3-933474-20-5, S. 320ff.
  4.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 439

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Traitsching – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien