Tranche

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Tranche (franz.: Stück, Scheibe) bezeichnet man den Teil eines Ganzen.

Tranchen in der Wirtschaft[Bearbeiten]

In der Wirtschaft wird dieser Begriff in verschiedenen Zusammenhängen gebraucht, wenn eine vereinbarte Gesamtmenge (Kontingent) an Geld oder Waren in mehreren Teilen umgesetzt wird.

Begebungstranchen einer Wertpapieremission[Bearbeiten]

Bezeichnung für den Teilbetrag einer Wertpapieremission, wobei die Emission der einzelnen Tranchen zu unterschiedlichen Terminen erfolgen kann. Die Ausgestaltung der einzelnen Tranchen in Emissions-, Tilgungsdenomination und Nominalverzinsung kann ebenfalls unterschiedlich gestaltet sein.

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: dieser Teil fehlt noch

Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber kopiere bitte keine fremden Texte in diesen Artikel.

Tranchen beim Verkauf von Krediten (Zessionshandel)[Bearbeiten]

Um das Liquiditätsrisiko aus kurzfristigen Einlagen und langfristigen Krediten zu mindern, entwickelte die Finanzproduktindustrie in den 1990er Jahren eine Verbriefung von langfristig vergebenen Bankkrediten. Diese erfuhr eine nach Risiko gewichtete Strukturierung in drei Tranchen:

  1. Equity (unterste Hierarchie)
  2. Mezzanine (mittlere Risikostufe) und
  3. Senior (sicherste Tranche),

damit zumindest die Mezzanine- und Senior-Papiere speziell auch an Institutionen (insbesondere Versicherungen und Pensionsfonds) verkauft werden konnten, denen es ansonsten gesetzlich untersagt ist, in riskante Papiere zu inverstieren.[1] „Mit Hilfe dieser Technik wurde aus einem Portfolio von relativ riskanten Krediten bis zu 97 Prozent Wertpapiere „gezaubert“, die als sehr sicher oder sicher eingestuft wurden.“[2] Der Sachverständigenrat der Bundesregierung zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung verglich diese „Zauberei“ in seinem Jahresgutachten 2007/08 mit einer Wandlung von Landwein in Qualitätswein.[3]

Liefertranchen einer Warenbestellung[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

In der Wirtschaft wird meistens über einen Rahmenvertrag, eine genau bestimmte Menge Waren über einen ebenso genau bestimmten Zeitraum bestellt. Da der Bestellende diese Waren in der Regel nicht auf einmal benötigt, wird die bestellte Menge in mehrere Tranchen aufgeteilt und zu den jeweils genau bestimmten Terminen an den Bestellenden ausgeliefert. Die Aufteilung eines Rahmenvertrages in mehrere Tranchen hat dabei sowohl für den Bestellenden als auch für den Lieferanten erhebliche Vorteile. Der Bestellende muss nämlich immer nur den Teil der Ware bezahlen und lagern, der in einer Tranche geliefert wird. Der Lieferant hingegen kann über den Zeitraum des Rahmenvertrages seine Produktion entsprechend planen.

Beispiel: Der Autohersteller X bestellt bei dem Zulieferer Y 120.000 Einspritzpumpen, diese Einspritzpumpen sollen im Zuge eines Rahmenvertrages mit einer Laufzeit von zwölf Monaten, in Tranchen von monatlich 10.000 Stück geliefert werden.

Auszahlungstranchen eines Kredits[Bearbeiten]

Im Bankensektor wird mit Kredittranchen gearbeitet. Ein Beispiel dafür ist die Finanzierung von Bauvorhaben. Dort können sich die Tranchen wie folgt gliedern

  1. Tranche bei Ankauf des Grundstückes
  2. Tranche bei Fertigstellung des Kellers
  3. Tranche bei Fertigstellung des Rohbaus (Richtfest)
  4. Tranche bei gesamter Fertigstellung

Alltag und Kochkunst[Bearbeiten]

Vor allem in der Schweiz wird Tranche als Synonym für Scheibe verwendet. Ein Tranche Brot oder Fleisch entsteht beim Tranchieren.

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Alltagsverwendung in anderen deutschsprachigen Ländern

Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst, aber kopiere bitte keine fremden Texte in diesen Artikel.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Tranche – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hanno Beck, Helmut Wienert: Anatomie der Weltwirtschaftskrise: Ursachen und Schuldige. in: APuZ. Aus Politik und Zeitgeschichte. bbb: 20/2009. 11. Mai 2009, Hrsg.: Bundeszentrale für politische Bildung, Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, Bonn, S. 9. (www.bpb.de/apuz/31998/anatomie-der-weltwirtschaftskrise-ursachen-und-schuldige?p=all)
  2. Hanno Beck, Helmut Wienert: Anatomie der Weltwirtschaftskrise: Ursachen und Schuldige. in: APuZ. Aus Politik und Zeitgeschichte. bbb: 20/2009. 11. Mai 2009, Hrsg.: Bundeszentrale für politische Bildung, Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, Bonn, S. 9. (s. den ganzen Artikel im Internet)
  3. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Jahresgutachten 2007/08, Das Erreichte nicht verspielen, Wiesbaden, 2007, S. 112.