Trans-Kalahari-Highway

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Logo der Walvis Bay Corridor Group, schematische Darstellung des Trans-Caprivi- und Trans-Kalahari-Highways mit Treffpunkt Walvis Bay
Luftaufnahme des Trans-Kalahari-Highways in Witvlei, Namibia

Der Trans-Kalahari-Highway (deutsch: Trans-Kalahari-Fernstraße) ist ein von den SADC-Staaten Namibia, Botswana, Südafrika und Mosambik geplanter und teilweise fertiggestellter, quer durch die Sandwüste Kalahari führender Handels- und Transportweg.

Die Planung geht auf die Forschungsreise von James Chapman zurück, der bereits um 1850 die Route als Handelsweg erkundete. Die danach als Sandstraße bestehende Straße wurde Ende des 20. Jahrhunderts über ihren gesamten Verlauf als Asphaltstraße ausgebaut und steht seit 1998 als Verbindungsstraße zwischen Walvis Bay und Swakopmund am Atlantik sowie Maputo am Indischen Ozean zur Verfügung. Der Trans-Kalahari-Highway wird inzwischen vor allem vom touristischen Individualverkehr genutzt, da er die Entfernung von Windhoek nach Johannesburg gegenüber der bisher üblichen Südroute über Upington um etwa 400 Kilometer verkürzt.

Verlauf[Bearbeiten]

Von der Atlantikküste kommend, bildet die namibische Nationalstraße B2 die Verbindung ins Landesinnere bis nach Okahandja, wo sie in die Nationalstraße B1 einmündet. Die Strecke folgt dieser nach Süden in die Hauptstadt Windhoek. Von dort verzweigt sich die Nationalstraße B6 weiter Richtung Osten. Sie führt bis Botswana an den Grenzübergang Buitepos. In Botswana wird die Strecke weiter als A2 geführt. Knapp 150 Kilometer hinter der Grenze endet die ostwärts führende Strecke und verzweigt sich nach Nordost und Südost; der Weg nach Südafrika und zur Ostküste wird südlich fortgesetzt und führt durch kleine Ortschaften wie Kang und Sekoma, bevor Jwaneng und Kanye erreicht werden. Hinter Lobatse überquert der Highway den Grenzübergang nach Südafrika. Die hier als N4 bezeichnete Nationalstraße führt durch Zeerust und Rustenburg, bevor die südafrikanische Hauptstadt Pretoria umfahren wird. Dort ist die N4 autobahnartig ausgebaut. Weiter östlich wird die Stadt Mbombela durchquert, nahe Komatipoort befindet sich der Grenzübergang nach Mosambik. Die in Mosambik weitergeführte Strecke ist als EN4 gekennzeichnet. Nach knapp 80 Kilometern auf der EN4 endet die Strecke in der mosambikanischen Hauptstadt Maputo an der Küste des Indischen Ozeans.

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Weblinks[Bearbeiten]