Transferwissenschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Transferwissenschaft ist eine junge interdisziplinäre Forschungsdisziplin im Feld der Geistes- und Sozialwissenschaften. Ihr Arbeitsfeld ist die Untersuchung und Verbesserung der sozialen, medialen und vor allem linguistischen Formen des Wissenstransfers und insbesondere der Wissenskommunikation.

Die Frage, welche Schritte notwendig sind, um Wissen besser zu transferieren, kann innerhalb der Linguistik einer Reihe von Teilbereichen zugeordnet werden: der Onomasiologie, der Translationswissenschaft und der Experten-Laien-Kommunikation. Der Begriff Transferwissenschaft ist 1999 im Rahmen einer Fachtagung in Göttingen unter Federführung von Gerd Antos und Sigurd Wichter entstanden.

Antos und Wichter haben eine eigene Buchreihe mit dem Titel Transferwissenschaften ins Leben gerufen und betreiben eine Internet-Plattform. Aus dem Bereich der Translationswissenschaft sind Arbeiten von Susanne Göpferich zu nennen, aus jenem der psychologisch orientierten Experten-Laien-Kommunikation jene von Rainer Bromme und seinen Mitarbeitern. Aus dem Bereich der Onomasiologie hat sich Joachim Grzega in letzter Zeit mit Fragen des Wissenstransfers beschäftigt.

Verwandte Themen[Bearbeiten]

  • Das Buch Die dritte Kultur beschreibt die Lücke zwischen den zwei Kulturen Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft.
  • Bildung von unten bezeichnet die Aufhebung des Unterschiedes zwischen Lehrenden und Lernenden.
  • Wissenstransfer

Literatur[Bearbeiten]

  • Antos, Gerd / Wichter, Sigurd (2005), Wissenstransfer durch Sprache als gesellschaftliches Problem, [Transferwissenschaften 3], Frankfurt (Main): Peter Lang.
  • Bromme, Rainer / Jucks, Regina / Rambow, Riklef (2003), “Wissenskommunikation über Fächergrenzen: Ein Trainingsprogramm”, Wirtschaftspsychologie 3/2003: 94-102.
  • Bromme, Rainer / Jucks, Regina / Rambow, Riklef (2004), “Experten-Laien-Kommunikation im Wissensmanagement”, in: Reinmann, Gabi / Mandl, Heinz (eds.) (2004), Psychologie des Wissensmanagements: Perspektiven, Theorien und Methoden, 114-126, Göttingen: Hogrefe.
  • Göpferich, Susanne (2002), Textproduktion im Zeitalter der Globalisierung: Entwicklung einer Didaktik des Wissenstransfers, Tübingen: Stauffenburg.
  • Grzega, Joachim (2005), “Socioeconomic Linguistics (or Linguistic Socioeconomics)—a New Field of European and Global Research and Teaching (PDF; 324 kB)”, Journal for EuroLinguistiX 2: 65-164.
  • Grzega, Joachim (2006), “Weltwirtschaftswachstum und Weltfrieden: Sprachwissenschaftliche Gedanken für Europäer und andere”, in: Grzega, Joachim, EuroLinguistischer Parcours: Kernwissen zur europäischen Sprachkultur, 275-295, Frankfurt (Main): IKO. ISBN 3-88939-796-4
  • Grzega, Joachim (2006), “How Onomasiologists Can Help with Contributing to Wikipedia (PDF; 217 kB)”, Onomasiology Online 7: 1-15.
  • Wichter, Sigurd / Antos, Gerd (2001), Wissenstransfer zwischen Experten und Laien: Umriss einer Transferwissenschaft, [Transferwissenschaften 1], Frankfurt (Main): Peter Lang.
  • Wichter, Sigurd / Stenschke, Oliver (2004), Theorie, Steuerung und Medien des Wissenstransfers, [Transferwissenschaften 2], Frankfurt (Main): Peter Lang.