Transmission Voie-Machine

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TVM Blockabschnitts-Signal

Transmission Voie-Machine (TVM) bezeichnet ein französisches Signalsystem, das Informationen (z. B. Geschwindigkeiten, Stromabnehmer heben bzw. senken) vom Gleis (fr. voie) zum Führerstand der Lok überträgt. Es wird auf den meisten Hochgeschwindigkeitsstrecken, auf denen der TGV sowie dessen Geschwisterzüge verkehren, verwendet. Neben den LGVs in Frankreich sind dies auch die HSL 1 in Belgien und die HS1 Großbritannien. TVM wurde von CSEE Transport (Compagnie des Signaux) entwickelt.

TVM basiert auf dem System der kodierten Gleisstromkreise. Am Ende eines Blockabschnitts wird am Signalstandpunkt entgegengesetzt zur Fahrtrichtung des Zuges eine treibende Wechselspannung in beide Schienen des Blockabschnittes eingespeist, die für die verwendeten Trägerfrequenzen elektrisch isoliert sind. Die Trägerfrequenzen von 1700, 2000, 2300 und 2600 Hz, je Gleis und Blockabschnitt unterschiedlich, werden mit 10,3 bis 29 Hz frequenzmoduliert. Zusätzlich werden mittels 10 m langer Schleifen im Gleis punktförmig Informationen übertragen, wie Stromabnehmer senken bzw. heben, Beginn bzw. Ende des Schnellfahrabschnittes.

Über die Modulation lässt sich eine kontinuierliche Information an den Führerstand übersenden. In TVM-300 waren es 18 Unterfrequenzen, von denen jeweils eine aktiv war und kontinuierlich einen Begriff signalisierte. Bei TVM-430 sind es 27 Unterfrequenzen, die in jedweder Kombination zusammengestellt werden können. Bei TVM-430 entsteht so ein 27-Bit-Wort (je Frequenz an/aus), übertragen werden dabei Geschwindigkeit (300, 270, 230, 170, 80 und 0), die Länge des Blockabschnitts (maximal 1500 m), das Gefälle des Blocks (gemittelt über dessen Länge), ein Netzwerkcode (im Kanaltunnel ein anderer als im französischen Netz), sowie ein 6-Bit-CRC zur Fehlerprüfung.

Ein ICE 3MF mit TVM-Führerstandssignalisierung

Das System TVM 300 kann bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h verwendet werden. Es wird z. B. eingesetzt auf den Strecken Paris–Lyon des TGV Sudest oder Paris–Le Mans/Tours des TGV Atlantique. Es können bis zu 18 kontinuierliche Informationen in den Führerstand signalisiert werden, wobei jedoch nur 14 genutzt werden. Das System TVM 430 ist eine Weiterentwicklung des Systems TVM 300. Es ermöglicht, Züge mit Geschwindigkeiten über 300 km/h zu überwachen. Es wird auf den LGV Nord, Rhône-Alpes, Méditerranée, Est européenne und LGV Rhin-Rhône sowie der HSL 1 eingesetzt. Neben den dort verkehrenden TGV und Eurostar ist auch der Hochgeschwindigkeitszug Thalys mit dem System TVM 430 ausgerüstet (vgl. Tillier/Nottara 1998).

Weblinks[Bearbeiten]