Transnistrien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Region Transnistrien und den international nicht anerkannten Staat im Osten Moldawiens. Informationen zu dem von 1941 bis 1944 als Transnistrien bezeichneten Gebiet unter rumänischer Besatzung siehe Transnistrien (rumänisches Besatzungsgebiet).
Приднестровская Молдавская Республика
Pridnestrowskaja Moldawskaja Respublika (russisch)
Република Молдовеняскэ Нистрянэ
Republica Moldovenească Nistreană (moldauisch)
Придністровська Молдавська Республіка
Prydnistrowska Moldawska Respublika (ukrainisch)
Pridnestrowische Moldauische Republik
Flagge Moldawiens#Transnistrien
Wappen Transnistriens
Flagge Wappen
De‑facto‑Regime, Gebiet
ist völkerrechtlich Teil von
Moldawien
Amtssprache Russisch, Moldauisch, Ukrainisch[1]
Hauptstadt Tiraspol
Regierungsform Präsidialrepublik
Oberhaupt Präsident Jewgeni Schewtschuk
Regierungschef Premierministerin Tatjana Turanskaja
Fläche 3.567 km²
Einwohnerzahl 555.347 (2004)
Bevölkerungsdichte 157 Einwohner pro km²
Währung 1 Transnistrischer Rubel = 100 Kopeken
Gründung 2. September 1990
Nationalhymne Hymne Transnistriens
Zeitzone OEZ (UTC+2)
Telefonvorwahl +373
Rumänien Transnistrien Republik Moldau Ukraine Schwarzes Meer Österreich Belgien Bulgarien Republik Zypern Tschechien Deutschland Dänemark Dänemark Estland Spanien Finnland Frankreich Frankreich Vereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Griechenland Griechenland Ungarn Irland Italien Italien Italien Litauen Luxemburg Lettland Niederlande Polen Portugal Rumänien Schweden Slowenien Slowakei Island Montenegro Mazedonien Kroatien Türkei Türkei Malta Serbien Dänemark Dänemark Norwegen Norwegen Isle of Man Guernsey Jersey Andorra Monaco Schweiz Liechtenstein Vatikanstadt San Marino Albanien Kosovo Bosnien und Herzegowina Moldawien Weissrussland Russland Ukraine Kasachstan Abchasien Südossetien Georgien Aserbaidschan Aserbaidschan Armenien Iran Libanon Syrien Israel Jordanien Saudi-Arabien Irak Russland Tunesien Algerien Marokko]]
Über dieses Bild
Ukraine Rumänien Transnistrien Basarabeasca Briceni Cahul Gagausien Gagausien Gagausien Gagausien Taraclia Cahul Cantemir Leova Cimișlia Căușeni Bender Ștefan Vodă Hîncești Ialoveni Anenii Noi Dubăsari Dubăsari Chișinău Munizip Chisinau Criuleni Criuleni Nisporeni Strășeni Orhei Rezina Ungheni Telenești Călărași Șoldănești Fălești Glodeni Bălți Florești Sîngerei Rîșcani Drochia Soroca Edineț Ocnița Rajon DondușeniTransnistrien (rot) als Teil Moldawiens]] Transnistrien (rot) als Teil Moldawiens
Über dieses Bild

Transnistrien, in der amtlichen Eigenbezeichnung Pridnestrowien,[2] (russisch Приднестро́вье / Pridnestrowje; rumänisch Transnistria) ist ein hauptsächlich östlich des Flusses Dnister gelegenes, stabilisiertes De-facto-Regime.

Es ging zwischen 1990 und 1992 im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion durch Sezession von Moldawien hervor. Der Transnistrien-Konflikt ist bis heute ungelöst, gilt inzwischen allerdings als „eingefrorener Konflikt“.[3][4][5] Durch die Krise in der Ukraine 2014, russische Manöver[6] und den Beitrittsantrag zur Russischen Föderation fand der Transnistrienkonflikt vorübergehend erneut in die Berichterstattung.[7]

Transnistrien hatte 2004 rund 555.000 Einwohner, ist ein bedeutendes Zentrum der Schwerindustrie und steht unter entscheidendem russischen Einfluss;[8] völkerrechtlich wird die Region weiterhin als Teil Moldawiens betrachtet. Bislang erkennt kein anderer Staat und keine internationale Organisation das Gebiet als souveränen Staat an. Transnistrien ist aber seit 1990 de facto von der Zentralregierung in Chișinău unabhängig und verfügt unter anderem über eine eigene Regierung, Währung, Verwaltung und Militär. Es ist Gründungsmitglied der Gemeinschaft nicht anerkannter Staaten. 1200–1400 Soldaten der Russischen Streitkräfte sind im Land stationiert.[5][7]

Der vollständige offizielle Name der Region lautet Pridnestrowische Moldauische Republik, kurz PMR (russisch Pridnestrowskaja Moldawskaja Respublika).

Geographie[Bearbeiten]

Politische Gliederung des Landes in Rajone. Von der PMR beanspruchte, aber nicht gehaltene Gebiete sind schraffiert.

Die Fläche der Transnistrischen Moldauischen Republik umfasst je nach Definition 3567 bzw. 4163 Quadratkilometer, was 10,5 bzw. 12,3 Prozent der Fläche Moldawiens entspricht. Flächenmäßig ist Transnistrien somit größer als Luxemburg.

Die Länge von Nordwest nach Südost beträgt 202 Kilometer. Transnistrien liegt im Flachland, circa 50 bis 200 Meter über dem Meeresspiegel, zwischen dem Territorium Moldawiens im Westen und der Ukraine im Osten, entlang des östlichen Dnisterufers. Die Hauptstadt Tiraspol hat etwa 150.000 Einwohner und liegt im Süden des Landes, etwa zwischen Odessa (100 Kilometer) und Chișinău (70 Kilometer). Westlich des Dnisters liegen die Stadt Bendery und einige Vororte sowie die Ortschaft Kizkany nahe Slobodseja. Einige Dörfer im transnistrischen Rajon Dubossary östlich des Dnister stehen unter Kontrolle der moldawischen Regierung, werden jedoch von Transnistrien beansprucht.

Die wichtigsten Städte Transnistriens neben der Hauptstadt Tiraspol sind Bendery, Rybniza und Dubossary. Gewisse regionale Bedeutung besitzen daneben noch Dnestrowsk als Standort eines wichtigen Kraftwerks sowie die Rajonhauptstädte Grigoriopol, Kamenka sowie Slobodseja.

Der Großteil der Bevölkerung lebt in den südlichen Rajonen mit der höchsten Bevölkerungsdichte. Tiraspol, Bendery, Slobodseja und einige Umlandsgemeinden bilden zusammen eine Agglomeration von knapp 350.000 Einwohnern und damit den mit Abstand größten urbanen Raum des Landes, auf den sich der Großteil der Wirtschaft konzentriert.

Der nächstgelegene internationale Flughafen (KIV) befindet sich außerhalb Transnistriens bei Chișinău, 60 Kilometer nordwestlich von Tiraspol. In Tiraspol existiert ein Militärflugplatz, der zukünftig für den Personenverkehr ausgebaut werden soll.

Verwaltung[Bearbeiten]

Transnistrien ist in insgesamt fünf Rajone eingeteilt, die beiden Städte Tiraspol und Bendery sind unabhängige Verwaltungssubjekte (wörtlich „Städte republikanischer Unterordnung“).

Rajon russische Bezeichnung rumänische Bezeichnung Verwaltungssitz
Rajon Kamenka Каменский район Raionul Camenca Camenca (Kamenka)
Rajon Dubossary Дубоссарский район Raionul Dubăsari Dubăsari (Dubossary)
Rajon Grigoriopol Григориопольский район Raionul Grigoriopol Grigoriopol
Rajon Rybniza Рыбницкий район Raionul Rîbnița Rîbnița (Rybniza)
Rajon Slobodseja Слободзейский район Raionul Slobozia Slobozia (Dnister) (Slobodseja)
Stadt Tiraspol Тирасполь Tiraspol Tiraspol
Stadt Bender Бендеры Bender Bender (Bendery)

Bevölkerung[Bearbeiten]

Ehemalige Synagoge in Bendery, um 1914

Bei der Volkszählung im November 2004 wurden rund 555.000 Einwohner gezählt, die sich aus etwa 31,9 % Moldauern, 30,3 % Russen und 28,9 % Ukrainern zusammensetzen. Dazu kommen Minderheiten wie Bulgaren (2,5 %), Juden, Armenier, Tataren, Gagausen und Weißrussen. Seit Ende des Krieges von 1992 nahm der prozentuale Bevölkerungsanteil der Russen zu, während die Bevölkerungszahl ebenso wie in Moldawien sank. Nach der sowjetischen Volkszählung von 1989 lebten in diesem Gebiet noch etwa 700.000 Menschen, davon 39,9 % Moldauer, 25,5 % Russen und 28,3 % Ukrainer.

Der Anteil der jeweiligen Bevölkerungsgruppen schwankt von Region zu Region. So identifizierten sich im Norden des Landes, in der Region um Kamenka, nur 6,9 % der Bewohner als Russen, in Giska dagegen 61 %. Bulgaren machen landesweit nur 2,5 % der Bevölkerung aus, in der Ortschaft Parcani aber rund 80 %. Die meisten Bewohner besitzen neben der transnistrischen eine weitere Staatsbürgerschaft, zumeist die moldawische oder russische.

Religion[Bearbeiten]

Kloster in Kizkany
Kirche in der Festung von Bendery

Die Mehrheit der Bevölkerung bekennt sich zum orthodoxen Christentum, einigen Umfragen zufolge bezeichnen sich etwa 90 % der Bevölkerung als christlich-orthodox.[9] Bedingt durch die antikirchliche Politik der Sowjetunion ist ein großer Teil der Bevölkerung religiös nicht praktizierend. Viele Bewohner Transnistriens sind auch Atheisten.

Es gibt auch eine katholische Minderheit, die, je nach Schätzung, bis zu 4% der Bevölkerung umfasst.[10] Sie ist besonders im Norden des Landes vertreten, es handelt sich häufig um Personen polnischer Abstammung.

Die Baptisten in Transnistrien sind in 25 Ortsgemeinden mit rund 4000 Mitgliedern zusammengeschlossen. Sie bilden einen von neun Regionalverbänden in der Union der christlich-evangelischen Baptistenkirchen Moldovas (und Transnistriens).[11]

Eine große Rolle spielte in der Vergangenheit die bedeutende jüdische Gemeinde in Transnistrien. Juden waren insbesondere in den Städten Bendery und Tiraspol stark vertreten, wo sie zeitweise mehr als ein Drittel der Bevölkerung ausmachten.[12] Die Juden in Transnistrien wurden während der deutsch-rumänischen Besatzung durch den Holocaust größtenteils ermordet. Die Mehrheit der verbliebenen Juden wanderte nach dem Zerfall der Sowjetunion aus. Bei der transnistrischen Volkszählung 2004 gaben noch 1259 Personen „jüdisch“ als Herkunft an, was 0,23 % der Gesamtbevölkerung entspricht.[13] Inoffizielle Schätzungen beziffern diese Zahl allerdings als etwas höher. Es gibt im Land noch vier aktive Synagogen.[14] Der jüdische Dachverband Moldawiens und Transnistriens geht davon aus, dass alleine in Tiraspol und Umgebung rund 1900 Juden leben,[15] sowie weitere 400 in Rybniza.[16] Viele Gebäude, die ehemals als Synagogen, jüdische Krankenhäuser, religiöse Geschäfte oder jüdische Schulen genutzt wurden, haben zwar den Krieg überdauert, werden heute aber anderweitig genutzt oder verfallen.

Sprache[Bearbeiten]

Transnistrische Briefmarke – auf Russisch bedruckt
Schild auf Rumänisch in kyrillischer Schrift

Gemäß der transnistrischen Verfassung gibt es drei Amtssprachen, die zumindest de jure gleichberechtigt sind:[17] Russisch, Ukrainisch und Moldauisch. Moldauisch wird dabei mit kyrillischen Schriftzeichen geschrieben, ist aber ansonsten identisch mit dem Rumänischen.

In der Praxis dominiert Russisch im öffentlichen Leben, im Mediensektor und der Politik deutlich. Es gibt allerdings Schulen in allen drei Amtssprachen und der staatliche Fernsehsender Perwy Pridnestrowski sendet auch Programme in ukrainischer und moldauischer Sprache.

Landesname[Bearbeiten]

Von der transnistrischen Regierung wird die Bezeichnung „Pridnestrowien“ gegenüber dem Namen „Transnistrien“ bevorzugt[18] und wird so in der deutschsprachigen Ausgabe von Radio PMR verwendet.

Der Name Pridnestrowien leitet sich von „Republik am Dnestr“ ab (pri = an, bei) und bezieht sich auch explizit auf die russische Namensform (Dnestr) des Flusses Dnister (rum. Nistru, ukr. Дністер/Dnister, russ. Днестр/Dnestr). Die Bezeichnung „Transnistrien“ hingegen impliziert eine Lage „jenseits“ des Flusses. Im Deutschen wird überwiegend von „Transnistrien“ gesprochen.[19] Selten ist auch die Form „Dnestr-Republik“ anzutreffen.

Ein Erlass der transnistrischen Regierung vom 29. November 2000 legte die Schreibweise von Land und Zentralbank in lateinischer Schrift fest: Pridnestrovskaia Moldavskaia Respublika (PMR) und Pridnestrovskii Respublikanskii Bank (PRB) (Transkription aus dem Russischen). Die moldauischen Namen werden dabei ausgeschlossen. In diesem Zusammenhang untersagt der Erlass theoretisch die weitere Verwendung der Bezeichnungen mit „Transnistrien“ im Land.

Geschichte[Bearbeiten]

Von der Antike bis zur frühen Neuzeit[Bearbeiten]

Von dem moldauischen Fürsten Stefan dem Großen und später den Osmanen erbaute Festung Tighina

Das Gebiet des heutigen Transnistriens wechselte in seiner Geschichte häufig den Besitzer, auch die Bevölkerungsstruktur veränderte sich immer wieder auf Grund der politischen Gegebenheiten.

Im Altertum lag Transnistrien im Einflussbereich der Skythen und Daker. Als Teil der Provinz Moesia gehörte es auch für mehrere Jahrhunderte zum Römischen Reich. Im frühen Mittelalter ließen sich in der Region slawische Stämme, Kumanen und andere Volksgruppen nieder. Die Region gehörte vermutlich eine Zeit lang zur Kiewer Rus, und wurde nach dem Mongolensturm im 13. Jahrhundert kurzzeitig von den Mongolen beherrscht. Teile des heutigen Transnistriens gehörten ab dem 15. Jahrhundert zu Polen-Litauen, dem Khanat der Krim und dem Kosaken-Hetmanat. Später wurde die Region westlich des Dnestr Teil des rumänisch geprägten Fürstentums Moldau, das mit dem Osmanischen Reich verbündet war.

Transnistrien wird russisch[Bearbeiten]

„Windturm“ bei Strojenzy aus dem 19. Jahrhundert

1792/93 konnte das Russische Reich nach dem Russisch-Österreichischen Türkenkrieg seinen Machtbereich bis zum Ostufer des Flusses Dnestr ausdehnen und der Großteil des heutigen Transnistriens wurde daraufhin Teil des sogenannten Neurusslands. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Bevölkerung in Transnistrien mehrheitlich aus Ukrainern, Rumänen und Tataren.[20] Bald darauf wurden in der bis dahin spärlich besiedelten Region zahlreiche Kolonisten unterschiedlicher Herkunft gezielt angesiedelt, meist Russen und Ukrainer. Auch die Schwarzmeerdeutschen wanderten ab Anfang des 19. Jahrhunderts zum Teil nach Transnistrien ein, es gab mehrere von Deutschen gegründete Dörfer. Die heutige Hauptstadt des Landes, Tiraspol, wurde 1792 auf Initiative des russischen Generals Alexander Suworow als Grenzposten des Russischen Reiches gegründet.[21] Bis 1812 konnte Russland auch die Kontrolle über Bessarabien übernehmen und besaß nun das gesamte Gebiet des heutigen Moldawiens. Der Großteil Transnistriens wurde dem Gouvernement Cherson zugeordnet, dessen Grenze der Fluss Dnestr bildete. Nur die Städte Bendery und Kizkany gehörten wiederum zum Gouvernement Bessarabien, dessen Ausdehnung größtenteils denen des heutigen Moldawien entsprach.

Nach der Russischen Revolution[Bearbeiten]

Die Hauptstadt Tiraspol 1941
Bendery 1938

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde das ehemalige Bessarabien an Rumänien angeschlossen. Das Gebiet östlich des Flusses Dnestr, also auch fast das gesamte Gebiet des heutigen Transnistriens, wurde hingegen Bestandteil der Ukrainischen Teilrepublik innerhalb der neugegründeten Sowjetunion. Lediglich die Stadt Bendery sowie das Gebiet um Kizkany fielen, da westlich des Flusses gelegen, an Rumänien.

1924 wurde in der Sowjetunion die Moldauische Autonome Sozialistische Sowjetrepublik (MASSR) als Teilrepublik der Ukraine gegründet. Die MASSR umfasste die Gebiete rumänischsprachiger Minderheiten in der Ukraine, also auch Transnistrien. Ihre Hauptstadt war bis 1929 Balta, danach Tiraspol.

Die Einwanderung von Russen und Ukrainern in die Region setzte sich auch in der Sowjetunion fort, wodurch sich der Anteil der ethnischen Rumänen bzw. Moldauer insbesondere in den Städten weiter verminderte. In den zu Rumänien gehörenden Regionen westlich des Dnestr war das Gegenteil der Fall; dort sank der Anteil der russischen und ukrainischen Bevölkerung stark und es setzte eine staatliche Rumänisierungspolitik ein, zusätzlich kam es zum Zuzug zahlreicher rumänischer Siedler.

Die Stadt Bender (damals offiziell Tighina) und deren Umgebung sind historisch ein Teil Bessarabiens und gehörten seit 1918 zu Rumänien. Infolge des Hitler-Stalin-Paktes wurde Bessarabien 1940 von den sowjetischen Truppen besetzt, konnte aber 1941 zurückerobert werden und stand noch bis 1944 unter rumänischer Herrschaft, ehe es danach endgültig unter sowjetischer Herrschaft blieb. Die Stadt war stark multiethnisch geprägt und keine Ethnie konnte eine absolute Mehrheit ausmachen. Die wichtigsten Ethnien waren damals die Russen, die Juden und die Rumänen (Moldauer).

Transnistrien während des Zweiten Weltkriegs[Bearbeiten]

Hungerndes jüdisches Kind in Transnistrien, 1943, während der rumänischen Besatzung

1939 schlossen das nationalsozialistische Deutsche Reich und die stalinistische Sowjetunion den Deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt und teilten damit Teile Osteuropas unter sich auf. Im Jahr 1940 annektierte die Sowjetunion das seit 1918 zu Rumänien gehörende Bessarabien. Bessarabien wurde mit Teilen der ehemaligen MASSR zur Moldauischen Sowjetrepublik vereinigt, während die mehrheitlich ukrainisch bewohnten Teile der MASSR endgültig zur Ukrainischen SSR übergingen.

Von 1941 bis 1944 wurde das Gebiet zwischen Dnestr und Südlichem Bug schließlich von den Achsenmächten besetzt. Es wurde als Provinz Transnistrien an Rumänien angeschlossen, das sich am Krieg gegen die Sowjetunion beteiligte. Das damalige rumänische Besatzungsgebiet war deutlich ausgedehnter als das heutige Transnistrien und reichte weit in die Ukraine hinein. Rumänien annektierte sogar die Städte Odessa und Mogilew-Podolski, die weit außerhalb des traditionellen rumänischen Siedlungsgebiets lagen und in denen so gut wie keine Rumänen lebten. Von den 2,33 Millionen Einwohnern im Besatzungsgebiet waren insgesamt nur 8,4 % Rumänen.[22] Auch in den Bezirken Tiraspol, Dubăsari und Rîbnița, die im Wesentlichen das heutige Transnistrien umfassten, waren Rumänen zwar zahlenmäßig stärker vertreten, bildeten aber keine Mehrheit.[23] Dennoch begann in dieser kurzen Zeit eine Periode der intensiven Rumänisierung.[24]

Während der rumänischen Besatzung wurde ein Großteil der jüdischen Bevölkerung in der Region deportiert und ermordet. Es befanden sich dort Lager, in die auch Juden aus anderen Teilen Rumäniens und der Ukraine deportiert wurden; insgesamt kamen dort zwischen 250.000 und 300.000 Juden ums Leben.[25]

Im Rahmen der Uman–Botoșani-Offensive gelang es der Roten Armee 1944, die gesamte Dnestr-Region einschließlich des heutigen Transnistriens zurückzuerobern. In den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zu tausenden von Deportationen. Personen, die als Kollaborateure mit den deutschen und rumänischen Besatzern galten, ebenso wie „moldauisch-rumänische Nationalisten“ wurden mit ihren Familien nach Sibirien oder Zentralasien zwangsumgesiedelt.[26]

Erneute Zugehörigkeit zur Sowjetunion[Bearbeiten]

Große Plattenbau-Siedlung in Rîbnița
Sowjetisches Transnistrien, 1980er Jahre
Transnistrien war eine der am stärksten durch die Sowjetunion geprägten Regionen

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden das rumänische Besatzungsgebiet aufgelöst und die Grenzen von 1940 wiederhergestellt. Transnistrien gehörte als Teil der Moldauischen Sowjetrepublik nun wieder zur Sowjetunion. Einen Sonderstatus für Transnistrien, oder auch nur eine Verwaltungseinheit, die diesen Namen trug, gab es bis 1989 nicht. Diese Bezeichnungen, ebenso wie die heutigen Grenzen, wurden erst ab Ende der 1980er-Jahre wieder verwendet bzw. neu definiert, als sich in Moldawien größere innenpolitische Spannungen aufzeigten.

In der moldauischen Sowjetrepublik waren sowohl Russisch als auch Moldauisch (Rumänisch) Amtssprachen. Transnistrien entwickelte sich während der Zugehörigkeit zur Sowjetunion zu einem bedeutenden Industriestandort und war das wirtschaftliche Rückgrat Moldawiens. Es setzte ein starkes Einwohnerwachstum ein, das besonders die Städte betraf und eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung zusammenhing. In vielen, auch kleineren Städten verdoppelte sich die Einwohnerzahl innerhalb von kaum mehr als einem Jahrzehnt. Um diesen Anstieg zu bewältigen entstanden häufig große Wohnviertel mit Plattenbauten.

In Transnistrien lebten 1989 etwa 15 % der Bevölkerung der Sowjetrepublik Moldawien, jedoch wurden dort etwa 40 % des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet und 90 % der elektrischen Energie erzeugt.[27] Der Anteil ethnischer Moldauer lag dort unter 40 %, während Ukrainer, Russen und andere Minderheiten in Transnistrien 1989 zusammen über 60 % der Bevölkerung ausmachten.[28] Der Anteil der bevorzugt russischsprachigen Bevölkerung war sogar noch höher. Ein signifikanter Prozentsatz der dort lebenden Moldauer war im Zuge einer schon seit Ende des 18. Jahrhunderts anhaltenden, schleichenden Russifizierung ebenfalls russischsprachig. Transnistrien unterschied sich also nicht nur hinsichtlich wirtschaftlicher und sozialer Faktoren vom Rest Moldawiens, sondern insbesondere auch in Bezug auf ethnische und sprachliche Zusammensetzung. Es gehörte zu den Regionen des Landes, die am stärksten durch die Sowjetunion geprägt wurden und in denen die Zustimmung zu deren Politik am höchsten war.

In Transnistrien ließen sich Menschen aus allen Teilen der Sowjetunion nieder, die New York Times beschrieb es als sowjetische „Version des amerikanischen Schmelztiegels“, und befand dass es „Orte wie dieser waren, an denen der homo sovieticus entstand“.[29] Mit dem Zerfall der Sowjetunion sei die ehemalige Vorreiter-Region plötzlich zu einem Relikt der Vergangenheit geworden.[29]

Transnistrien-Konflikt[Bearbeiten]

Hauptartikel: Transnistrien-Konflikt

Ausgangssituation[Bearbeiten]

Seit Mitte der 1980er Jahre kam es, begünstigt durch die Perestroika-Politik Michail Gorbatschows, zu einem Anstieg nationalistischer Tendenzen in der gesamten Sowjetunion, die langsam, aber sicher immer stärkere Zerfallserscheinungen zeigte. In Moldawien entstand eine an Rumänien angelehnte Nationalbewegung, die sich insbesondere gegen die Zugehörigkeit zur Sowjetunion und die als übermächtig empfundene und staatlich geförderte Stellung der Russischen Sprache richtete.

Die moldauische Nationalbewegung stieß in Transnistrien überwiegend auf Ablehnung, nur im mehrheitlichen moldauisch bewohnten Zentralteil um Dubăsari fand sie etliche Anhänger

Eine besonders wichtige Rolle spielte hier die Partei Frontul Popular din Moldova (Volksfront Moldawiens). Sie wurde ursprünglich von jungen Intellektuellen und Reformern gegründet, die Demokratie, Selbstbestimmung und Perestroika forderten,[30] und zog anfangs sogar Angehörige der ethnischen Minderheiten, etwa Gagausen und Russen an.[31] Die Partei wandte sich jedoch immer stärker dem rumänisch-moldauischen Nationalismus zu, bestand bald fast nur noch aus ethnischen Moldauern und galt schließlich als chauvinistisch[32] und nationalistisch. In mehrheitlich russischsprachigen Gebieten fand sie nur sehr wenige Anhänger.

Nach Wahlen in Moldawien kam die Frontul Popular din Moldova an die Macht, die zu diesem Zeitpunkt ultranationalistische Positionen vertrat[33][34] und sich insbesondere gegen russischsprachige Bevölkerungsgruppen, Gagausen und andere Minderheiten richtete. Schon 1989 wurde daraufhin in der Moldauischen Sowjetrepublik Russisch als Amtssprache abgeschafft und Moldauisch zur einzigen offiziellen Sprache erklärt. Zudem wurde beschlossen, Moldauisch (Rumänisch) zukünftig auf das lateinische Alphabet umzustellen. Moldawien erklärte schließlich 1990 die Souveränität des Landes und begann mit der Rumänisierung des öffentlichen Lebens. Die Abschaffung des Russischen als Amtssprache führte zu großen Protesten besonders im Ostteil des Landes, wo es die Sprache der Mehrheit der Bevölkerung war. In der Folgezeit kam es immer häufiger zur Diskriminierung von Minderheiten in Moldawien. Personen nicht-moldauischer Herkunft wurden innerhalb weniger Monate aus fast allen größeren kulturelle Institutionen verdrängt.[35] In Transnistrien und der Region Gagausien bildeten sich Bürgerrechtsgruppen, die eine Wiedereinführung des Russischen als Amtssprache und eine regionale Autonomie forderten. Die Regierung der Moldauischen SSR ließ entsprechende Bewegungen verbieten.[36] Kommunistische Hardliner, Unterstützer eines Verbleibs bei der Sowjetunion als auch fast alle Vertreter der ethnischen Minderheiten versuchten nun eine gemeinsame Opposition zu bilden.

Die Spannungen zwischen den Ethnien nahmen in ganz Moldawien weiter dramatisch zu. Teile der nationalistischen Frontul Popular forderten offen die Ausweisung zugewanderter Russen und anderer Minderheiten.[37] Die moldauische Führung um Mírcea Ion Snegur diskutierte zudem öffentlich ihr Ziel einer Vereinigung mit Rumänien. Die Situation spitzte sich weiter zu, als ein pro-russischer Demonstrant von militanten moldawischen Nationalisten getötet wurde.[38]

Die russischsprachigen Bevölkerungsgruppen (Russen, Ukrainer, russischsprachige Moldauer und andere) sahen ihre Rechte durch die neue, nationalistische Politik Moldawiens als massiv bedroht an. In Gesamtmoldawien war die russophone Bevölkerung zwar nur eine Minderheit, konzentrierte sich jedoch meist auf einige Zentren, in denen sie häufig die Mehrheit darstellte. Dies betraf speziell Gagausien, die Stadt Bălți,[39] die Region um Taraclia und insbesondere Transnistrien, das sich bald zu einem Brennpunkt entwickelte.

Als wichtigster Faktor für die ablehnende Haltung gegenüber der moldawischen Politik galt damals nicht die ethnische Herkunft, sondern die Identifikation mit der Russischen Sprache und der Sowjetunion.[40] So waren russischsprachige ethnische Moldauer in führenden Positionen der transnistrischen Unabhängigkeitsbewegung vertreten.[41]

In Transnistrien stellte sich der Fabrikdirektor Igor Smirnow an die Spitze dieser Bewegung. Smirnow besaß großen Einfluss auf die Arbeiterschaft in der Region und gründete schließlich eine Partei, den Vereinigten Rat der Arbeitskollektive.[42] Er war erst 1987 aus der Ukrainischen SSR nach Tiraspol gezogen und ein hochrangiges Mitglied der kommunistischen Partei.

Zu diesem Zeitpunkt wurden erstmals die Grenzen des heutigen Transnistriens festgelegt, zunächst noch als Basis für eine geplante autonome Region. Der Fluss Dnestr sollte die Grenze Transnistriens zu Moldawien bilden, jedoch wurden auch Gebiete westlich des Dnestr gefordert, in denen es meist eine russischsprachige Mehrheit gab. Zum einen waren dies die Großstadt Bendery sowie deren Vororte Giska, Protjagailowka und Warniza, zum anderen ein größeres Gebiet mit den Ortschaften Kizkany, Kopanka, Krementschuk, Merenschti und Sagornoje. Die Schaffung eines autonomen oder gar unabhängigen Transnistriens blieb jedoch zunächst nur eine von vielen Forderung politischer Aktivisten, die Wiedereinführung des Russischen als Amtssprache genoss innerhalb der pro-russischen Protestbewegung zunächst höhere Priorität. Erst als sich der Zerfall der Sowjetunion endgültig abzeichnete, wurde die Abspaltung von Moldawien eines ihrer Kernthemen.

Eskalation der Lage[Bearbeiten]

Heutiges Kriegsdenkmal in Bendery

Bei Wahlen 1990 konnte Smirnow mit seiner Partei in Transnistrien einen deutlichen Sieg einfahren und zog auch in das moldawische Parlament ein. Zu seinen wichtigsten Forderungen gehörten die Wiedereinführung des Russischen als Amtssprache sowie ein Verbleib Moldawiens innerhalb der Sowjetunion. Im moldawischen Parlament besaß seine Partei jedoch nicht genügend Einfluss um diese Forderungen durchzusetzen. Wenig später verließen alle Abgeordneten des „Vereinigten Rats der Arbeitskollektive“ das moldawische Parlament und flohen nach Transnistrien. Zuvor waren russischstämmige Parlamentsmitglieder von nationalistischen Demonstranten in Chișinău angegriffen worden, während die Polizei tatenlos zusah.[43] In Transnistrien wurden die Forderungen nach einer Abspaltung des Landesteils unterdessen immer lauter.

Schrittweise übernahmen dort Aktivisten der Smirnow-Fraktion die Kontrolle,[44] während Moldawien die Situation immer weiter entglitt. Ende 1990 wurden in Dubossary bei einer Demonstration für die Unabhängigkeit Transnistriens drei jugendliche Demonstranten durch die moldawische Polizei getötet sowie 16 weitere verletzt.[45] Sie waren die ersten Todesopfer des Konflikts, die Ereignisse trugen massiv zur weiteren Eskalation bei. Die transnistrische Führung organisierte schließlich eine Volksabstimmung, bei der 1990 eine Mehrheit von über 90 % der Wähler für eine Loslösung von Moldawien stimmten.[46]

Noch im selben Jahr erklärte Transnistrien als Transnistrische Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik die Unabhängigkeit von Moldawien und verfolgte zunächst das Ziel, als eigenständige Sowjetrepublik innerhalb der Sowjetunion anerkannt zu werden. Auch Gagausien versuchte sich angesichts der politischen Entwicklung von Moldawien abzuspalten und bemühte sich ebenfalls um die Anerkennung als eigene Sowjetrepublik. In anderen russlandfreundlichen Regionen Moldawiens kam es zwar zu größeren Protesten, jedoch zu keiner Abspaltung.

Nach dem gescheiterten Augustputsch 1991 war der Zerfall der Sowjetunion nicht mehr aufzuhalten; Moldawien erklärte noch im August 1991 als Republik Moldau seine endgültige Unabhängigkeit. Die moldauische Führung setzte offen ihre nationalistische Politik fort und versuchte, den Anschluss Moldawiens an Rumänien auch in der Praxis umzusetzen.

Auch in Transnistrien, das den Putsch zur Erhaltung der Union unterstützt hatte, wurde 1991 die vollständige Unabhängigkeit ausgerufen; Ziel war nun der Aufbau eines eigenen Staates, jeglicher Verbleib bei Moldawien wurde abgelehnt.

Noch 1991 fand die erste Präsidentschaftswahl in Transnistrien statt, in der sich Igor Smirnow mit 65,1 % gegen den Zweitplatzierten Grigori Marakuza (31 %) durchsetze. Smirnow wurde erster Präsident Transnistriens, Marakuza trat kurze Zeit später der Fraktion Smirnows bei und war bis 2005 Parlamentssprecher.

Moldawien akzeptierte die einseitige Abspaltung Transnistriens jedoch nicht und betrachtete Transnistrien weiterhin als Teil seines Territoriums. Moldawien begann mit dem Aufbau einer eigenen Armee und beabsichtigte die Region mit einem Militäreinsatz zurückzuerobern. Es erhielt unter anderem Waffen und Unterstützung von Rumänien.[47] Auch Transnistrien begann mit dem Aufbau eigener Milizen.

Kampfhandlungen[Bearbeiten]

Transnistrisches Parlament

Am 1. März 1992 begannen die offenen Kampfhandlungen zwischen Moldawien und Transnistrien. Auf moldawischer Seite kämpften zahlreiche rumänische Freiwillige, während Transnistrien Unterstützung von russischen und zum Teil ukrainischen Freiwilligen und Kosaken erhielt. Die Stärke der moldawischen Armee betrug Mitte 1992 bis zu 30.000 Mann, denen rund 12.000 transnistrische Milizen gegenüberstanden.[48]

Das Gebiet, das von Transnistrien kontrolliert oder beansprucht wurde, lag bis auf wenige Ausnahmen östlich des Dnestr und war daher relativ gut zu verteidigen.

Moldawien begann seine Offensive in der Nähe der Bezirkshauptstadt Dubossary, wo sich auch einer der wichtigsten Flussübergänge befand. Zwar konnte Dubossary selbst nicht eingenommen werden, die moldawischen Truppen eroberten allerdings mehrere Vororte der Stadt, darunter Cocieri, sowie einige weitere Dörfer. Nach diesen anfänglichen Fortschritten kam die moldawische Armee in diesem Gebiet wegen des starken transnistrischen Widerstands nicht mehr voran und erzielte dort bis zum Ende des Konflikts auch keine weiteren Erfolge mehr. Ebenso zeichnete sich, trotz anhaltender Kämpfe, an anderen Fronten eine Pattsituation ab.

Nachdem im Juni 1992 ein Waffenstillstand kurz vor dem Abschluss stand, begann die moldawische Armee am 19. Juni unerwartet eine neue Offensive auf die Stadt Bendery. Bendery war die damals viertgrößte Stadt Moldawiens und mehrheitlich von Russen und Ukrainern bewohnt. Es lag aber, im Gegensatz zu fast allen anderen von Transnistrien kontrollierten Orten, am westlichen Ufer des Dnestr, sodass Moldawien so von mehreren Seiten angreifen konnte. Es kam zu schweren Gefechten, in deren Folge die moldawische Armee Bendery einnehmen konnte. Laut der Menschenrechtsorganisation Memorial soll die moldawische Armee dabei auch auf Wohnhäuser geschossen haben, eben so wie auf Zivilisten, die versuchten, verletzten transnistrischen Kämpfern zu helfen.[49] In Transnistrien wird daran heute als „Tragödie von Bendery“ erinnert und es gibt ein eigenes Museum, das nur dem Gedenken an diese Ereignisse gewidmet ist.[50][51] Über die Opferzahlen des Angriffs auf die Stadt gibt es unterschiedliche Angaben. Memorial nannte 77 Tote und 532 Verletzte.[49] Der transnistrische Präsident Igor Smirnow gab 342 Tote und 672 Verletzte an,[52] eine andere Quelle sprach sogar von 489 Toten und mehr als 1.200 Verletzten.[53] Eine moldawische Zeitung berichtete von 109 toten Zivilisten und mehreren hundert gefallenen Kämpfern auf beiden Seiten.[54] Von den damals knapp 140.000 Einwohnern flohen kurzzeitig fast 100.000 aus der Stadt,[55] konnten sehr bald aber wieder zurückkehren.

Wenig später gelang es transnistrischen Einheiten, Bendery wieder zurückzuerobern und bis zum Ende des Krieges zu halten. Danach gelang es keiner Seite mehr, signifikante Fortschritte zu erzielen.

Die kriegerischen Auseinandersetzungen endeten offiziell erst am 25. Juli 1992 endgültig und forderten etwa 1000 Menschenleben, die Mehrheit davon auf transnistrischer Seite. Unter Vermittlung Russlands und dessen in Transnistrien stationierter 14. Armee unter General Alexander Lebed wurden die Konfliktparteien schließlich getrennt und schlossen einen dauerhaften Waffenstillstand ab.

Transnistrien hatte seine Ziele größtenteils erreicht und kontrollierte nun fast das gesamte beanspruchte Gebiet. Moldawien verlor durch den Konflikt endgültig die Kontrolle über die Region und Transnistrien war nun de facto unabhängig. Lediglich in der Nähe von Dubossary verblieben einige Dörfer unter Kontrolle Moldawiens, außerdem konnte es einen Vorort von Bendery halten, die Ortschaft Varnița. Moldawien akzeptiert die Abspaltung Transnistriens bis heute nicht, jedoch halten sich beide Seiten seitdem an den Waffenstillstand und haben den Status quo weitgehend akzeptiert. Zwischen Transnistrien und Moldawien kommt es immer wieder zu Verhandlungen über eine endgültige Lösung des Konflikts, die bislang jedoch stets erfolglos verlaufen sind.

Der moldawische Außenminister Nicolae Tîu vertrat in der UN-Vollversammlung vom 8. Oktober 1993 den Standpunkt, dass der Transnistrien-Konflikt „von der Russischen Föderation zum Vorwand genommen werde, um die fortdauernde Präsenz ihrer Streitkräfte auf dem Territorium unseres Landes zu rechtfertigen“. Die Präsenz der 14. Gardearmee sei „das Haupthindernis für die Lösung des Konflikts“. In Transnistrien dagegen beharrte man auf deren Stationierung und ließ die Zustimmung zu deren Präsenz im Rahmen einer Volksabstimmung 1995 bestätigen.

Unabhängigkeit[Bearbeiten]

Dramentheater in Tiraspol
Der Dnjestr bei Camenca
Nationale Feierlichkeiten in Tiraspol

Seit der Beilegung des Konflikts ist Transnistrien eine autonom agierende sezessionistische Region, die sich als unabhängiger Staat betrachtet, aber international bislang von keinem anderen Staat anerkannt wurde und völkerrechtlich nach wie vor innerhalb der Grenzen der Republik Moldau liegt. Seit 2001 ist Transnistrien Mitglied der Gemeinschaft nicht anerkannter Staaten. Bis heute bemüht sich die transnistrische Regierung um eine internationale Anerkennung des Staates.[56]

In den Jahren nach dem bewaffneten Konflikt bemühte sich das Land, seine staatlichen Strukturen zu festigen. Eine eigene Währung, der transnistrische Rubel, wurde gedruckt, Transnistrien verteilte eigene Pässe, eine eigene Universität wurde gegründet und eine eigene Verwaltung und ein Regierungsapparat wurden aufgebaut.

1994 wurde Gagausien, das sich 1990 ebenfalls abgespalten hatte, friedlich wieder in Moldawien eingegliedert. Zuvor waren Gagausien umfangreiche Autonomierechte garantiert worden. Eine Lösung nach diesem Modell kam für Transnistrien jedoch nicht zustande, da sich beide Konfliktparteien nicht einigen konnten.[41] Außerdem hatten radikale politische Kräfte in Moldawien massiv an Bedeutung verloren und das Land schlug eine gemäßigtere politische Entwicklung ein.[35]

Das Fortbestehen Transnistriens als „stabilisiertes De-facto-Regime“ wird auch von den dort stationierten russischen Truppen ermöglicht, zu deren Rückzug sich die Russische Föderation auf dem OSZE-Gipfel 1999 zwar verpflichtet hatte,[57] diesen Verpflichtungen bislang jedoch nicht nachgekommen ist.[58] Obwohl auch Russland Transnistrien bislang nicht offiziell anerkennt, erhält die Regierung in Tiraspol finanzielle Hilfen aus Russland.[59]

Faktisch sind die Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien festgefahren, weshalb der Transnistrien-Konflikt als „eingefrorener Konflikt“ bezeichnet wird.[60] Sowohl die moldauische als auch die transnistrische Seite haben sich mit dem Status quo soweit arrangiert, dass aus Sicht der Politiker eine Konfliktlösung nicht oberste Priorität genießt.

Militärparade der transnistrischen Armee

In Transnistrien ist bis heute ein positives Gedenken bezüglich der Sowjetunion und des Kommunismus weit verbreitet.[61] Obwohl die Transnistrische Kommunistische Partei heute nur eine Oppositionspartei ist, wurde die traditionelle Symbolik der Sowjetunion in Transnistrien beibehalten, so sind Hammer und Sichel sowohl auf dem Staatswappen als auch auf der transnistrischen Flagge zu sehen.

Seit dem 30. November 2005 gibt es die EUBAM Moldawien/Ukraine, eine Grenzkontrollmission der Europäischen Union an der moldauisch-ukrainischen Grenze zur Unterbindung des Waffen- , Menschen- und Drogenschmuggels von und nach Transnistrien.[62] In einer Resolution der NATO vom 18. November 2008 wird Russland aufgefordert, die im Istanbuler OSZE-Gipfel 1999 vorgenommene Verpflichtungen einzuhalten und die in Transnistrien stationierten Truppen zurückzuziehen.[58]

Im September 2012 hob die Europäische Union alle Visa-Sanktionen gegen transnistrische Beamte auf.[63] Am 20. November desselben Jahres wurde durch den transnistrischen Präsidenten die Integration Transnistriens in die Eurasische Wirtschaftsunion als Priorität der transnistrischen Außenpolitik definiert. [64]

Beitrittsantrag zur Russischen Föderation[Bearbeiten]

Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA Novosti am 18. März 2014 meldete, hätte die Regierung Transnistriens einen Beitrittsantrag zur Russischen Föderation gestellt.[65][66] Am 21. März 2014 starteten russische Truppen ein Manöver in Transnistrien.[67] Diese Entwicklungen folgen denen auf der Halbinsel Krim: Während der Krimkrise im Jahr 2014 hatte am 16. März ein Referendum zur Ausrufung der Republik Krim als unabhängigen Staat geführt – die Vertreter der Republik Krim hatten daraufhin am nächsten Tag einen Beitrittsantrag zur Russischen Föderation gestellt.

Am 23. März erklärte der Oberkommandeur der NATO, Philip Breedlove, die russischen Streitkräfte an der Ostgrenze zur Ukraine seien so stark, dass sie im Konflikt um Transnistrien auch eine Bedrohung für Moldau darstellen könnten.[68]

Am 29. März zeigte sich Wladimir Putin in einem Telefongespräch mit US-Präsident Barack Obama besorgt über eine „äußere Blockade“ Transnistriens. Russland wolle dort nicht militärisch eingreifen. Die Probleme sollten im Rahmen der 5+2-Verhandlungsgruppe gelöst werden.[69]

Am 17. April 2014 hat sich der Oberste Rat von Transnistrien mit der Bitte an den russischen Präsidenten Wladimir Putin gewandt, die Unabhängigkeit Transnistriens anzuerkennen und einem Beitritt zu Russland zuzustimmen. Laut der transnistrischen Abgeordneten Galina Antjufejewa dient die Krim als Vorbild. Dem Abgeordneten Dmitri Soin zufolge wurde dieser Schritt mit Moskau abgestimmt.[70]

Mit einer Anerkennung Transnistriens würde sich Russland jedoch den Einfluss auf ein wiedervereinigtes Moldavien verbauen und eine Westorientierung Moldaviens fördern. [71]

Politik[Bearbeiten]

Transnistriens ehemaliger Präsident Igor Smirnow

Transnistrien wurde von 1991 bis 2011 von Präsident Igor Smirnow regiert, der in drei Präsidentschaftswahlen 1996, 2001 und 2006 mit teils überwältigender Mehrheit im Amt bestätigt wurde.

Bei der transnistrischen Präsidentschaftswahl 2011 wurde Smirnow überraschend abgewählt und landete bei der Wahl nur auf dem dritten Platz. Es kam zur Stichwahl zwischen dem unabhängigen Kandidaten Jewgeni Schewtschuk und Anatoli Kaminski, dem Parlamentssprecher. Die Stichwahl konnte Schewtschuk für sich entscheiden. Am 30. Dezember 2011 wurde er als neuer Präsident vereidigt. Schewtschuk wurde im Vorfeld von westlichen Quellen als „Reformer“ bezeichnet.

Unter Schewtschuks Führung wurde die führende politische Schicht, die teils seit der Sowjetzeiten im Amt war, durch jüngere Politiker ersetzt und das Amt des Premierministers neu eingeführt. Erster Premierminister wurde Pjotr Stepanow, der im Juli 2013 zurücktrat. Seine Nachfolgerin wurde Tatjana Turanskaja. Eine der erklärten Prioritäten der Transnistrischen Regierung ist die Integration in die Eurasische Union[72][73] und enge politische Verbindungen zu Russland sowie eine eventuelle Eingliederung in die Russische Föderation. Nach wie vor wird eine Wiedervereinigung mit Moldawien abgelehnt.

Nach Ansicht der Regierung Transnistriens behindert die fehlende internationale Anerkennung nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, sondern auch das soziale Leben.[74]

Einstellungen zur politischen Entwicklung[Bearbeiten]

Alle größeren politischen Parteien in Transnistrien, auch aus der Opposition, unterstützen die Unabhängigkeit Transnistriens oder einen Beitritt zu Russland; es gibt keine nennenswerte politische Bewegung, die eine Wiedereinigung mit Moldawien fordert.[75] Fast die gesamte politische Landschaft Transnistriens ist durch eine russlandfreundliche Haltung geprägt.[41]

Eine Studie der University of Colorado Boulder aus dem Jahr 2010 ergab, dass sich tatsächlich eine sehr große Mehrheit der Bevölkerung Transnistriens gegen eine Wiedervereinigung mit Moldawien ausspricht.[76] Auch unter ethnischen Moldauern liegt der Anteil der Befürworter einer Wiedervereinigung nur bei rund 20 %, bei allen anderen Bevölkerungsgruppen ist dieser Anteil bei etwa 10%.

Diplomatische Beziehungen[Bearbeiten]

Transnistrien wurde bis heute von keinem Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen diplomatisch anerkannt, auch wenn es mit Russland heute gesonderte Beziehungen unterhält. Transnistrien ist Mitglied der Gemeinschaft nicht anerkannter Staaten, zu der Abchasien, Südossetien und Bergkarabach gehören. Die Mitglieder dieser Gemeinschaft erkennen ihre Unabhängigkeit gegenseitig an.

Zudem besteht seit dem Jahr 2002 eine Städtepartnerschaft der sächsischen Kleinstadt Eilenburg mit Tiraspol. Die Partnerschaft wird seit dem Besuch einer Eilenburger Delegation allerdings nicht mehr aktiv gepflegt.[77]

Trotz der Spannungen mit Moldawien kommt es immer wieder zu Treffen der moldawischen und transnistrischen Führung sowie gegenseitigen Verhandlungen. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern gestalten sich als relativ unkompliziert,[75] ebenso wie der Reiseverkehr.

Referendum über künftigen Status[Bearbeiten]

In Transnistrien sind viele sowjetische Symbole bis heute in Gebrauch.
  • Ende März 2006 hatte der 6. außerordentliche Deputiertenkongress aller Ebenen die Initiative unterbreitet, ein Referendum über die Zukunft der Republik abzuhalten. Nach Angaben von Pjotr Denissenko als Vorsitzendem der Zentralen Wahlkommission würden 262 Abstimmungslokale für mehr als 392.000 Einwohner Transnistriens zur Verfügung gestellt und für diese Aktion wurden umgerechnet rund 200.000 USD bereitgestellt.[78]
  • Im Juli 2006 stimmte das transnistrische Parlament fast einstimmig für ein Referendum über den künftigen Status des De-facto-Landes Transnistrien. Am 17. September 2006 sollten die mehr als 392.000 Wahlberechtigten zwischen folgenden beiden Fragen auf dem Stimmzettel wählen können:
  1. „Unterstützen Sie den Kurs auf die Unabhängigkeit der Moldauischen Republik Transnistrien und den anschließenden freiwilligen Beitritt Transnistriens zur Russischen Föderation?“
  2. „Halten Sie einen Verzicht auf die Unabhängigkeit der Moldauischen Republik Transnistrien mit dem anschließenden Beitritt zur Republik Moldau für möglich?“
  • Im Juli 2006 hatte sich die Europäische Union auf seiten Moldawiens und des 2007 der EU beitretenden Rumäniens bereits im Vorfeld gegen die Volksabstimmung in Transnistrien ausgesprochen und dazu aufgerufen, die blockierten Autonomiegespräche mit Moldawien wieder aufzunehmen sowie beauftragt, diesen Entschluss der Regierung und dem Parlament der Republik Moldau, den Regierungen von Rumänien, der Ukraine, der Russischen Föderation, der Vereinigten Staaten von Amerika sowie den Generalsekretären der OSZE und des Europarats zu übermitteln. Auch die Ukraine erklärte, das Referendum nicht anerkennen zu wollen, weil dessen damaliger Präsident Wiktor Juschtschenko allgemein eine sehr prowestliche Haltung annahm und auf internationaler Ebene die Ukraine an die Europäische Union annähern wollte inklusive Beitritt in die NATO, was jedoch vom Volke abgelehnt wurde.[79]
  • Am 20. Juli 2006 beschloss die OSZE, dass sie das Referendum nicht anerkennen werde. Daher werde sie keine Beobachter zur Abstimmung im September entsenden und warf gleichzeitig der transnistrischen Regierung vor, die Fragen suggestiv formuliert zu haben, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.[80] Die OSZE kündigte allerdings an, sie sei bereit, ein Referendum über den künftigen Status der Region anzuerkennen, wenn dieses das Ergebnis erfolgreicher politischer Verhandlungen, wie dies von der EU gewollt sei und die Bedingungen für einen freien und gerechten Wahlgang gegeben seien. Der Vertreter Russlands bei der OSZE wies Vorwürfe zurück, wonach das Referendum unseriös und provokatorisch sei. Er warf hingegen der moldauischen Seite vor, Fehler gemacht zu haben.
  • Am 17. September 2006 wurde per Volksabstimmung mit 97,1 % gegen den Unabhängigkeitsverzicht Transnistriens und für die Beibehaltung der Unabhängigkeit gestimmt sowie einer späteren Wiedervereinigung mit der Russischen Föderation zugestimmt. Dagegen stimmten nur 2,3 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 79 %.[81] Mehr als 130 internationale Beobachter überwachten das Referendum landesweit und berichteten, dass keine verfahrensrechtlichen Verletzungen während der geheimen Stimmabgabe registriert worden seien[82] und die Vertreter des Kongresses der russischen Gemeinden aus der benachbarten Republik Moldau erklärten, dass das Referendum nach internationalen Standards abgehalten worden sei.[83] Jedoch wurden von der EU keine international anerkannten Beobachter gesandt, da dieses „Referendum“ der international anerkannten Souveränität (de jure) und territorialen Integrität der (nun de facto benachbarten) Republik Moldau widerspreche.[84]
  • Am 10. Oktober 2006 lehnte die Republik Transnistrien einen von der OSZE unter Führung des belgischen Außenministers Karel de Gucht vorgelegten Kompromissplan ab. Der Vorschlag sah vor, Transnistrien innerhalb einer moldauischen Föderation einen relativ unabhängigen und halbautonomen Status als Region Moldawiens zuzuerkennen.

Korruptionsvorwürfe[Bearbeiten]

Organisierte Kriminalität sowie Korruption sind in Transnistrien sehr präsent,[85] so dass das Land in einem Bericht von Dirk Schümer sogar als „Mafia-Kleinstaat von Putins Gnaden“ bezeichnet wurde.[86] Besonders die Regierung um den ehemaligen Präsidenten Smirnow stand unter dem Verdacht der Veruntreuung von Staatsgeldern.

Ein offizieller Bericht des Europäischen Parlamentes bezeichnete Transnistrien 2002 als „schwarzes Loch, in dem illegal mit Waffen und Menschen gehandelt werde und Geld gewaschen werde“.[87] Nach Einschätzung Moldawiens wird der Schmuggel über die Eisenbahn an der ukrainischen Grenze betrieben. Im Gegenzug dazu gibt es auch zahlreiche Berichte, darunter auch solche der EU und der OSZE, die die Gerüchte über Schmuggel und Menschenhandel von Transnistrien aus als übertrieben bewerten.[88] Der OSZE-Vorsitzende Leonid Koschara gab in einem Interview mit der spanischen Zeitung El País an, man habe in den letzten Jahren nicht einen einzigen Fall von Waffenschmuggel über Transnistrien feststellen können,[89] stattdessen werden nun mithilfe des Schmuggels z. B. falsch deklarierter Lebensmittel Steuern in Millionhöhe hinterzogen.[90]

Einreise[Bearbeiten]

Seit dem 1. März 2008 ist zur Einreise nach Transnistrien keine Einladung mehr erforderlich, jedoch ist bei einem Aufenthalt über Nacht eine Registrierung bei OVIR, der Meldebehörde, erforderlich. Bei der Einreise nach Transnistrien muss ein Ein- und Ausreiseschein (ähnlich wie bei der Einreise in die Russische Föderation) ausgefüllt werden. Zu beachten ist, dass man bei der Ausreise aus Moldawien über Transnistrien in die Ukraine keinen offiziellen Grenzposten der Republik Moldau passiert. Man erhält also bei der Grenzüberschreitung von und nach Moldawien über Transnistrien in die Ukraine keine Ein- und Ausreisestempel, was in weiterer Folge zu Komplikationen führen kann.

Menschenrechte[Bearbeiten]

Der Regierung Transnistriens wurden in der Vergangenheit teils schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Einigen religiösen Gemeinschaften wie Baptisten, Zeugen Jehovas und Methodisten wird die offizielle Zulassung verweigert.[91]

Ein OSZE-Bericht aus dem Jahr 2005 bezeichnet das generelle Klima der Medienberichterstattung in Transnistrien als eher regierungsnah und restriktiv, verweist aber auf die Existenz mehrerer unabhängiger Printmedien und der relativ unabhängig berichtenden Gewerkschaftszeitung. Bedrohungen von Journalisten sind Ausnahmefälle; im Berichtszeitraum wird ein einziger Fall erwähnt.[92][93]

2004 wurden sechs Schulen mit rumänischer Unterrichtssprache geschlossen. Die offizielle Ursache dafür war der Ablauf der temporären Unterrichtslizenz dieser Schulen. Nach den Verhandlungen mit der Regierung Transnistriens wurden die Schulen lizenziert und es wurde ihnen gestattet, den Unterricht zu Beginn des Schuljahrs zu beginnen. Das Schulgebäude in Rîbnița wurde jedoch dem Lehrkollektiv nicht zurückgegeben und die Schüler mussten ihren Unterricht verspätet in einem Kindergarten beginnen.[94][95]

Die Menschenrechtslage hat sich in jüngerer Zeit merklich verbessert. 2012 reiste mit Thomas Hammarberg erstmals ein Beauftragter des Europäischen Rates nach Transnistrien, um die Lage im Land zu untersuchen.[96] Die Ergebnisse des Berichts wurden Anfang 2013 veröffentlicht.[97] Hammarberg attestierte der seit 2011 amtierenden transnistrischen Regierung Offenheit und Interesse an der Einhaltung von Menschenrechten. Er verwies jedoch auch auf zahlreiche noch immer bestehende, teils schwere Probleme und die weit verbreitete Korruption. Hammarberg merkte jedoch zudem an, dass die fehlende internationale Anerkennung Transnistriens die Situation deutlich erschwere.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Transnistrische Zentralbank

In Transnistrien befindet sich der Großteil der Industrie der ehemaligen moldauischen Sowjetrepublik. Im Gegensatz zum überwiegend agrarisch geprägten restlichen Moldawien (Bessarabien) ist die transnistrische Wirtschaft von großen Industriebetrieben abhängig, die in der Sowjetzeit angesiedelt wurden. Viele der Produkte sind auf den Export ausgerichtet, Stahlplatten, Maschinen für die Gussproduktion, Kabelprodukte, große Elektromaschinen, Niederspannungsgeräte, elektroisolierende Stoffe, Pumpen, Zement, Möbel, Baumwollstoffe, Schuhe, Nähprodukte, Wein und Weinbrand. Eine wichtige Sparte ist auch die Rüstungsindustrie, die sich aus den früher sowjetischen Betrieben der Region entwickelte. In Dubossary und Dnestrowsk existieren zwei große Kraftwerke.

Das größte Unternehmen des Landes ist der Sheriff-Konzern, der Tankstellen, Supermärkte, Spirituosenfabriken, Bäckereien, ein Verlagshaus, eine Baugesellschaft, einen Fernsehsender sowie ein Mobilfunknetz betreibt. Sheriff besitzt über seine Tochtergesellschaft Interdnestrkom das Monopol im Telekommunikationssektor (Mobilfunk, Kabelfernsehen, Internet) und nimmt großen Einfluss auf die Politik des Landes.[98] Das wichtigste Unternehmen der produzierenden Industrie ist der Stahlhersteller Moldova Steel Works in Rîbnița. Eine gewisse Bekanntheit besitzt auch der Spirituosenhersteller KVINT, der neben Wein und Wodka unter auch einen weltbekannten, mehrfach ausgezeichneten Brandy produziert.[99] Kvint gilt als eine Art Nationalsymbol, die Destillerie des Unternehmens ist auf der Fünf-Rubel-Banknote abgebildet. Der Textil- und Bekleidungshersteller Tirotex ist nach eigenen Angaben einer der größten europäischen Textilhersteller, dessen Produkte in Westeuropa unter anderem bei Aldi verkauft werden.[100]

Tourismus[Bearbeiten]

In den letzten Jahren entwickelte sich eine kleine Tourismusindustrie, insbesondere für westeuropäische Touristen.[101][102]

Erzengel-Michael-Kirche in Rîbnița

Handelsbilanz[Bearbeiten]

Den Exporten von 579,7 Millionen US-Dollar standen 2005 Importe von 855,8 Millionen USD gegenüber. Wichtigste Handelspartner sind die GUS-Staaten, besonders Russland und die Ukraine. Knapp ein Viertel des transnistrischen Exports geht in die EU.[103] Das Land ist auf finanzielle Hilfe aus Russland angewiesen.[85]

Sport[Bearbeiten]

Sheriff Tiraspol nach Gewinn des GUS-Pokals 2009

Aufgrund fehlender Anerkennung können transnistrische Sportnationalmannschaften international nicht an renommierten Wettbewerben teilnehmen.

Die meisten transnistrischen Sportler besitzen neben der transnistrischen Staatsbürgerschaft auch einen Pass Moldawiens, Russlands oder eines anderen Nachfolgestaats der Sowjetunion. So liefen etwa die gebürtigen Transnistrier Andrei Corneencov und Igor Bugaiov für die Moldawische Fußballnationalmannschaft auf, Artjom Chatschaturow für Armenien.

In der Hauptstadt Tiraspol sind zwei erfolgreiche Fußballvereine beheimatet: Der FC Tiraspol und der FC Sheriff Tiraspol. Beide Vereine spielen in der Divizia Națională, der höchsten moldawischen Liga. Der FC Sheriff Tiraspol dominiert als Serien- und Rekordmeister die Liga und nimmt regelmäßig an Spielen zur Qualifikation der UEFA Champions League teil. Im Tiraspoler Sheriff-Stadion wurden auch schon Spiele der UEFA Europa League ausgetragen. Mit Iskra-Stal Rybniza ist seit 2006 noch ein dritter transnistrischer Verein in der höchsten moldawischen Liga vertreten.

Auch Dinamo Bendery spielte längere Zeit in der ersten moldawischen Liga.

Verkehr[Bearbeiten]

Die sich auf transnistrischem Gebiet befindenden Bahnstrecken werden durch die staatliche Pridnjestrowische Eisenbahngesellschaft betrieben. In Tiraspol gibt es einen Flughafen mit dem ICAO-Code LUTR. In mehreren Städten, darunter in Bendery und Tiraspol, gibt es ein Oberleitungsbusnetz.

Währung[Bearbeiten]

5-Rubel-Banknote

1994 wurde in Transnistrien eine eigene Währung eingeführt, der Transnistrische Rubel. 2000 wurde der Rubel denominiert (1.000.000:1) und neue Banknoten und Münzen in Umlauf gebracht. Die Währung wird außerhalb Transnistriens nicht anerkannt und ist nur eingeschränkt konvertierbar.[104] Anfang 2012 wurden bekannt, dass Transnistrien in Zukunft den Russischen Rubel einführen möchte,[105] im Februar 2013 wurde ein entsprechender Gesetzesentwurf dem Parlament vorgelegt.[106]

Bildung[Bearbeiten]

In Tiraspol findet sich die Universität des Landes, die Transnistrische Staatliche Taras-Schewtschenko-Universität.

Medien[Bearbeiten]

Gorki-Kinotheater in Bendery
Tiraspol

In Tiraspol gibt es mehrere staatliche und private Fernsehsender, darunter Perwy Pridnestrowski, Benderskoje Telewidenije und TSV. Der einzige Kabelnetzbetreiber des Landes, Interdnestrcom, ist im Besitz der Firma „Sheriff“ und sendet neben den heimischen fast alle gängigen russischsprachigen Sender. Es gibt mehrere Zeitungen (Pridniestrovie, Adevarul Nistrean), die sich laut einem Bericht aus dem Jahr 2005 aber überwiegend im Besitz des Staates oder staatsnaher Organisationen befinden[107] und die staatliche Presseagentur „Olvia-Pres“s. Im Land senden mehrere Radiostationen, darunter auch der Auslandssender von Radio PMR, der ein mehrsprachiges Programm auf Kurzwelle verbreitet. Sendesprachen sind Deutsch, Englisch und Französisch. Zensur ist durch Artikel 28 der Verfassung Transnistriens verboten. Es existiert keine Presse in moldauischer Sprache mit lateinischer Schrift.

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Grund, Hans Martin Sieg, Kristin Wesemann: Transnistrien und die künftige Sicherheitsarchitektur in Europa. KAS-Auslandsinformationen 09/10/2011, Berlin 2011, S. 62–93.
  • Klemens Büscher: Separatismus in Transnistrien – Die PMR. zwischen Russland und Moldova. In: Osteuropa. Zeitschrift für Gegenwartsfragen des Ostens. Wissenschafts-Verlag, Berlin 1996, 9, ISSN 0030-6428.
  • Hannes Hofbauer: Mitten in Europa. Politische Reiseberichte aus Bosnien-Herzegowina, Belarus, der Ukraine, Transnistrien/Moldawien und Albanien. Promedia, Wien 2006, ISBN 3-85371-250-9.
  • Kramar, Marcell Nimführ, Andrey Smolensky: Hier spricht Radio PMR. Nachrichten aus Transnistrien. Bildschöne Bücher, Berlin/Wien 2007, ISBN 978-3-939181-07-1.
  • Stefan Troebst: Der Transnistrienkonflikt und seine Bearbeitung durch die OSZE. In: Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktforschung (Hrsg.): Afrikanische Perspektiven – Friedensbericht 1998. Stadtschleining 1998, S. 347–379.
  • Stefan Troebst: Staatlichkeitskult im Pseudo-Staat. Identitätsmanagement in Transnistrien. In: Osteuropa. Zeitschrift für Gegenwartsfragen des Ostens. Wissenschafts-Verlag, Berlin 2003, 7, ISSN 0030-6428.
  • Michael Martens: Rückenwind aus Kiew – Konfliktlösung mit Hilfe der Ukraine. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 10. Januar 2005.
  • Andrea Böhm: Vorwärts, Genossen, wir müssen zurück! In: GEO. Das neue Bild der Erde. Hamburg 2006, 9, ISSN 0342-8311.
  • Florian Kührer: Brücke für einen geeinten Kontinent von Wladiwostok bis Dublin? In: Eurasisches Magazin. Die Netzzeitschrift, die Europa und Asien zusammenbringt
  • Andreas Menn: Konstruktion von Nation und Staat in Osteuropa. Transnistrien und die Republik Moldau. Vdm Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2008, ISBN 978-3-8364-5922-8.
  • Kilian Graf: Der Transnistrien-Konflikt: Produkt spätsowjetischer Verteilungskämpfe und Zerfallskonflikt der implodierten Sowjetunion. Disserta-Verlag, Hamburg 2010, ISBN 978-3-942109-30-7.
  • Alexander Steffen und Hagen Foehr: „Transnistria Guide“ (eBook auf Englisch) [6] Berlin/Wien 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Transnistrien – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Transnistrien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Transnistrien – Reiseführer
 Wikimedia-Atlas: Transnistrien – geographische und historische Karten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Verfassung Pridnestrowische Moldauische Republik
  2. http://radiopmr.org/golos/10673/
  3. OSCE: De Gucht Discusses Montenegro Referendum, Frozen Conflicts, Radio Free Europe, 23. Mai 2006
  4. http://web.archive.org/web/20130605100210/http://www.iasps.org/eng_editor/socor_show.php?lang=&main=&type=6&article_id=356
  5. a b Karl Penhaul, "To Russia with love? Transnistria, a territory caught in a time warp", 11. April 2014, CNN
  6. "Russland spricht vom Schutz seiner Bürger" Zeit Online, 21. März 2014
  7. a b "Putin Demands Measures To Lift Transdniester 'Blockade'", Radio Free Liberty, 31. März 2014
  8. Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte: GRAND CHAMBER JUDGMENT IN THE CASE OF ILAȘCU AND OTHERS v. MOLDOVA AND RUSSIA
  9. Ссокращение население Приднестровья. Abgerufen am 31. März 2014 (russisch).
  10. "Directory of Minorities and Indigenous Peoples – Transnistria (unrecognised state): Overview". Refworld. United Nations High Commissioner for Refugees. Retrieved 30 June 2012.
  11. William Yoder: Baptisten in Moldova und in Transnistrien (2008); eingesehen am 14. Oktober 2013
  12. Бендеры. In: Электронная еврейская энциклопедия. Abgerufen am 31. März 2014 (russisch).
  13. http://pop-stat.mashke.org/pmr-ethnic-loc2004.htm
  14. http://www.bibliofond.ru/view.aspx?id=562894
  15. http://www.jcm.md/ru/jewish-moldova/obshchiny/item/95-tiraspol
  16. http://www.jcm.md/ru/jewish-moldova/obshchiny/item/93-rybnitsa
  17. Transnistrische Verfassung
  18. Bezeichnung lt. deutschsprachiger Nachrichtenseite des staatliche Hörfunksenders Radio PMR
  19. wortschatz.uni-leipzig.de Pridnestrowien und Transnistrien
  20. Andrew Wilson: "The Ukrainians: Engaging the Eastern Diaspora" (Westview Press, 1998)
  21. About Transdnistrea
  22. Anton Golopenția "Românii de la est de Bug", vol. I, Editura Enciclopedică, București, 2006.
  23. Vergleiche ethnografische Karte auf ro:Fișier:Transnistria_harta_etnica_1941.jpg
  24. Dallin, Alexander (1957). "Romanization". Odessa, 1941-1944: A Case Study of Soviet Territory Under Foreign Rule. Center for Romanian Studies. pp. 87–90. ISBN 9789739839112. Retrieved 18 March 2014.
  25. http://www.ushmm.org/wlc/en/article.php?ModuleId=10005472
  26. http://usm-md.academia.edu/IgorCasu/Papers/348110/Stalinist_Terror_in_Soviet_Moldavia_1940-1953
  27. John Mackinlay, Peter Cross (Hrsg.): Regional Peacekeepers: The Paradox of Russian Peacekeeping. United Nations University Press, 2003, ISBN 92-808-1079-0, S. 135.
  28. http://www.lib.utexas.edu/maps/moldova.html
  29. a b http://opinionator.blogs.nytimes.com/2012/05/22/transnistrian-time-slip/?_php=true&_type=blogs&_r=0
  30. Kolstø, Pal. Political Construction Sites: Nation-building in Russia and the Post-Soviet States. Westview Press, 2000, ISBN 0-8133-3752-6., S. 139
  31. Political Parties, Fedor, Helen, ed. Moldova: A Country Study. GPO for the Library of Congress, Washington, D.C., 1995.
  32. Can Liberal Pluralism Be Exported?, Will Kymlicka, Magdalena Opalski, Oxford University Press, 2001, ISBN 0-19-924063-9, S. 208
  33. Chechnya: Tombstone of Russian Power, Anatol Lieven, Yale University Press, 1999, ISBN 0-300-07881-1, S. 246.
  34. Can Liberal Pluralism Be Exported?, Will Kymlicka, Magdalena Opalski, Oxford University Press, 2001, ISBN 0-19-924063-9, S. 208.
  35. a b King, Charles. The Moldovans. Hoover Press, 2000, ISBN 0-8179-9792-X., S. 151
  36. Paul Hare: Who are the Moldovans? In: Paul Hare, Mohammed Ishaq, Judy Batt: Reconstituting the market: the political economy of microeconomic transformation. Taylor & Francis, 1999, S. 369–371.
  37. The painful past retold Social memory in Azerbaijan and Gagauzia, Hülya Demirdirek, Postkommunismens Antropologi, University of Copenhagen, 12–14. April 1996.
  38. http://www.sysert.ru/news/mir/5737-obedinennyj-sovet-trudovyx-kollektivov.html
  39. http://www.beltsymd.ru/2013/02/27/bieltsy/belcy-stolica-russkogo-mira-moldovy
  40. http://www.eurasianaffairs.net/national-identity-in-transnistria-a-global-historical-perspective-on-the-formation-and-evolution-of-a-resistance-identity/
  41. a b c http://www.minorityrights.org/5195/transnistria-unrecognised-state/transnistria-unrecognised-state-overview.html
  42. Anna Volkova, Lider (Tiraspol': [s.n.], 2001), 8. Available online at: http://www.olvia.idknet.com/soderjanie.htm
  43. Stuart J. Kaufman: Modern Hatreds: The Symbolic Politics of Ethnic War. Cornell University Press, 2001, ISBN 0-8014-8736-6, S. 143.
  44. http://countrystudies.us/moldova/35.htm
  45. Коллектив «Мемориал» Массовые и наиболее серьёзные нарушения прав человека и положение в зоне вооружённого конфликта в г. Бендеры. Июнь-июль 1992. — 1992.
  46. http://www.olvia.idknet.com/ol63-09-06.htm
  47. Arms and Ethnic Conflict, John Sislin, Frederic S. Pearson (Rowman & Littlefield, 2001), S. 99, ISBN 0-8476-8855-0
  48. 20 лет войне на Днестре: Бендерская трагедия окончательно расколола Молдавию. segodnya.ua. 19 Июня, 2012
  49. a b Коллектив «Мемориал» Массовые и наиболее серьёзные нарушения прав человека и положение в зоне вооружённого конфликта в г. Бендеры. Juni-Juli 1992
  50. http://berg-bendery.org/museum/?lang=en&location=bentrag
  51. http://www.riverkeepers.org/files/Bendery_Museum_-_Final.pdf
  52. http://web.archive.org/web/20090820213608/http://bayki.com/info/10733/print
  53. Худяков В. В. В цветущих акациях город… Бендеры: люди, события, факты. — Бендеры: Полиграфист, 1999. — С. 377. — ISBN 5-88568-090-6
  54. http://www.jurnal.md/ro/news/21-de-ani-de-la-cea-mai-sangeroasa-lupta-in-razboiul-de-pe-nistru-1152570/
  55. http://www.osce.org/documents/mm/1994/06/455_en.pdf
  56. RIA Novosti, 3. April 2012: Transnistrien-Gespräche: Tiraspol um Gleichberechtigung mit Chisinau bemüht
  57. OSZE-Dokument Istanbul 1999 IV, Punkt 19
  58. a b NATO-Resolution vom 18. November. Punkt 11. b.
  59. dw.de: Deutschlands stille Transnistrien-Diplomatie
  60. http://www.kas.de/wf/doc/kas_10097-544-1-30.pdf?070208170425
  61. Lenins letzter Landstrich auf taz.de. Abgerufen am 7. Juni 2012.
  62. Karte des EUBAM
  63. RIA Novosti, 27. September 2012: EU hebt Visa-Sanktionen gegen Transnistrien-Beamte auf
  64. Kamil Całus: Transnistria formalises a pro-Russian turn in foreign policy, OSW, 28. November 2012 (Pdf)
  65. Nach Krim-Referendum: Auch Transnistrien will Russland beitreten. RIANOVOSTI, 18. März 2014, abgerufen am 19. März 2014 (deutsch).
  66. Transnistria wants to merge with Russia. Vestnik Kavkaza, 18. März 2014, abgerufen am 18. März 2014 (englisch).
  67. Russische Truppen starten Manöver in Transnistrien.
  68. NATO warnt vor Ausweitung der Krim-Krise, heute am 23. März 2014
  69. Putin will über Transnistrien reden, n-tv am 29. März 2014
  70. Transnistrien bittet Putin um Angliederung an Russland. RIANOVOSTI, 17. April 2014, abgerufen am 17. April 2014 (deutsch).
  71. Power politics on the outskirts of the EU: why Transnistria matters, South East Europe at LSE, London School of Economics, 19. Juni 2014
  72. http://mfa-pmr.org/index.php?newsid=2840
  73. http://eastbook.eu/en/2013/06/country-en/moldova-en/transnistria-a-soviet-antique-replica-playing-a-strategic-role-in-the-eap-future/
  74. http://www.srf.ch/news/international/transnistrien-naechster-krisenherd-nach-ukraine
  75. a b http://www.freedomhouse.org/report/freedom-world/2013/transnistria
  76. http://www.washingtonpost.com/blogs/monkey-cage/wp/2014/03/20/how-people-in-south-ossetia-abkhazia-and-transnistria-feel-about-annexation-by-russia/
  77. Café Tiraspol – taz.de
  78. [1]
  79. Beitrittswunsch: Ukraine will Nato-Schutz, Focus Online, 24. August 2008.
  80. Vgl. Herdegen: Völkerrecht. 6. Auflage. § 45; Ipsen: Völkerrecht. 5. Auflage. § 34, Rn 16.
  81. [2]
  82. [3]
  83. [4]
  84. [5](en)
  85. a b http://www.freedomhouse.org/report/freedom-world/2012/transnistria
  86. Dirk Schümer: Flaschenpost im Meer der Vernichtung. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. November 2013.
  87. Europäisches Parlament: Ad-hoc-Delegation für Moldawien, 5. und 6. Juni 2002 (PDF; 182 kB)
  88. Ahto Lobjakas auf Radio Free Europe/Radio Liberty: Moldova: Western Diplomats Say Reports Of Smuggling From Transdniester Likely Exaggerated, 11. Oktober 2005.
  89. http://internacional.elpais.com/internacional/2013/06/04/actualidad/1370334170_344660.html
  90. Im Transnistrien-Konflikt wäre ein Kompromiss in sechs bis zwölf Monaten möglich, aus Eurasisches Magazin (5. März 2008), abgerufen am 5. Januar 2014
  91. International Religious Freedom Report 2003 (Moldova)
  92. Bericht des Repräsentanten der OSZE für Freiheit der Medien, Miklós Haraszti, über Transnistrien, 2005, S. 2,5. (PDF; 69 kB)
  93. Bericht über den Übergriff im wöchentlichen Bulletin des Center for Journalism in Extreme Situations (Unterorganisation der Russischen Journalisten-Union), 50/2004
  94. Transnistria, The Forgotten Conflict. brain-storming.info. Archiviert vom Original am 20. Februar 2009. Abgerufen am 24. Juli 2011.
  95. Moldovan Schools in Transdniestria – OSCE Magazine (in Englisch)
  96. http://www.coe.int/t/commissioner/News/2012/120118Moldova_en.asp
  97. http://www.un.md/key_doc_pub/Senior_Expert_Hammarberg_Report_TN_Human_Rights.pdf
  98. Bericht des Repräsentanten der OSZE für Freiheit der Medien, Miklós Haraszti, über Transnistrien, 2005, S. 5 (PDF; 69 kB).
  99. kvinz.biz – About Kvint
  100. http://www.tirotex.com/navg.php?l=de
  101. SZ-Magazin 38/2006: Land des schadhaften Lächelns
  102. http://transnistria-tour.com/de/
  103. International Crisis Group, Moldova: Regional tensions over Transdniestria (PDF; 483 kB)
  104. Historische Übersicht der Zentralbank Transnistrien
  105. http://eastbook.eu/en/2012/02/country-en/moldova-en/moldova-russian-ruble-in-transnistria/
  106. http://german.ruvr.ru/2013_02_12/Transnistrien-will-russischen-Rubel-einfuhren/
  107. Bericht des Repräsentanten der OSZE für Freiheit der Medien, Miklós Haraszti, über Transnistrien, 2005, S. 3,5. (PDF; 69 kB)

46.81666666666729.6Koordinaten: 47° N, 30° O