Förderhilfsmittel

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Förderhilfsmittel dienen in der Logistik zur Bildung von Ladeeinheiten, das heißt sie fassen mehrere einzelne Güter zu größeren Einheiten zusammen. Synonym werden die Begriffe Transporthilfsmittel, Lagerhilfsmittel, Ladehilfsmittel und Lademittel verwandt.[1] Die bedeutendsten Förderhilfsmittel sind Paletten, Container und Lagerkästen.

Definitionen[Bearbeiten]

Aufgrund der ursprünglich funktionsorientierten Denkweise in der Logistik hat der Begriff des Förderhilfsmittel eine sukzessive Bedeutungsausweitung erfahren:

  • „Förderhilfsmittel sind Hilfsmittel zur Bildung von Ladeeinheiten, die von Fördermitteln aufgenommen werden.“[2]
  • „Förderhilfsmittel sind Einrichtungen zum Bilden von Ladeeinheiten der Waren für den Transport mit Fördermitteln, zum Abstellen an Arbeitsplätzen und zur Lagerung.“[3]
  • Lademittel sind ein „tragendes“ Mittel zur Zusammenfassung von Gütern zu einer Ladeeinheit, z.B. Palette, Behälter.
  • Lademittel sind „genormte oder spezielle Lade- oder Transporthilfsmittel …, (die) sich aber auch auf das Verpacken, Umwickeln oder Umreifen eines Stapels oder Blocks von Fülleinheiten (beschränken können)“. (2004)

Klassifikation[Bearbeiten]

In der Literatur werden Förderhilfsmittel anhand verschiedener Kriterien klassifiziert. Die heute gängigen Unterscheidungen sind:

  • Nicht-tragende Förderhilfsmittel (Slip-sheet, Sack, Beutel)
  • tragende Förderhilfsmittel (Palette, Rolle, Dorn)
  • tragende und umschließende Förderhilfsmittel Gitterbox, KLT, Sichtlagerkästen
  • tragende, umschließende und abschließende Förderhilfsmittel (Container, Fass)
  • Sonderförderhilfsmittel

und

  • Paletten
  • Behälter
  • forminstabile Behältnisse
  • sonstige

Funktionen von Förderhilfsmitteln[Bearbeiten]

Förderhilfsmittel sollen vor allem fünf Funktionen erfüllen.

  • Aufnahme und Zusammenfassung des Fördergutes, wodurch eine Beschleunigung der logistischen Prozesse bewirkt wird
  • Schutz des Transportguts vor Schäden, Diebstahl
  • (Erleichterung der) Manipulierbarkeit mit Fördermitteln
  • Lagerfähigkeit
  • Informationsträger

Das Förderhilfsmittel ist insbesondere in allen Fällen, in denen das Fördergut selbst nicht gekennzeichnet werden kann, z.B. bei Flüssigkeiten oder Schüttgut, von besonderer Bedeutung zur Abwicklung der logistischen Prozesse. Der heutige Automatisationsgrad in modernen Lagern und der Produktion ist zu einem weiten Teil erst durch die Verwendung von Förderhilfsmitteln ermöglicht worden, da hierdurch erst die Ladungsaufnahme und der -transport mit Fördermitteln wie z.B. dem Gabelstapler möglich wurden.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Gabler Lexikon Logistik, Management logistischer Netzwerke und Flüsse, 3. Auflage, Gabler, 2004
  2. Dolezalek: Planung von Fabrikanlagen, Springer, Berlin u.a. 1973
  3. Dolezalek, Warnecke: Planung von Fabrikanlagen, Springer, Berlin u.a. 1981

Literatur[Bearbeiten]