Transports Publics Genevois

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BW
Transports Publics Genevois
TPG Genf Logo.svg
Basisinformationen
Unternehmenssitz Grand-Lancy
Webpräsenz www.tpg.ch
Bezugsjahr 2008
Eigentümer Kanton Genf
Betriebsleitung Stéphanie Fontugne
Verkehrsverbund Unireso
Mitarbeiter 1550
Umsatz 333 Mio. CHF
Linien
Spurweite 1000 mm (Meterspur)
Straßenbahn 4
Trolleybus 6
Bus 48
Sonstige Linien 9 Nachtlinien
Anzahl Fahrzeuge
Straßenbahnwagen 24 Be 4/6
22 Be 4/8
39 Be 6/8
19 Be 6/10
Statistik
Fahrgäste 168 Mio. pro Jahr
Fahrleistung 388,3 Mio. km pro Jahr
Länge Liniennetz
Straßenbahnlinien 21,1 km
Buslinien 363,5 km

Die Transports Publics Genevois (TPG) sind ein öffentliches Verkehrsunternehmen in der Schweiz und fungieren als selbständiger Regiebetrieb des Kantons Genf. Sie betreiben in der Stadt Genf und den benachbarten Gemeinden die 1862 eröffnete Strassenbahn Genf, den 1942 eröffneten Trolleybus Genf sowie diverse Autobus-Linien. Die TGP gingen zum 1. Januar 1977 aus der privaten Vorgängergesellschaft Compagnie Genevoise des Tramways Électriques (CGTE) hervor. Diese wiederum wurde 1899 gegründet und war ein Zusammenschluss der Compagnie générale des tramways suisses (TS) mit der Société genevoise des chemins de fer à voie étroite (VE).

Geschichte[Bearbeiten]

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts besitzt Genf ein ausgedehntes Straßenbahnnetz, welches über drei verschiedene Antriebssystem verfügt: Elektrisch, Dampf und Pferdebahn. Dieses wurde von zwei grossen Unternehmen, der Compagnie générale des tramways suisses (TS) und der Société genevoise des chemins de fer à voie étroite (VE), betrieben.[1]

Am 11. August 1899 wurde die Compagnie genevoise des tramways électriques gegründet. Das Unternehmen verfügt über ein Stammkapital von 5 Millionen Franken. Am 1. Dezember 1900 wurde die TS aufgekauft, einen Monat später auch die VE. Die Modernisierung des Netzes beginnt mit der Umspurung des Netzes der TS auf Meterspur, die Elektrifizierung des alten Netzes der VE und der Kauf von neuen Fahrzeugen.

Nach dem Ersten Weltkrieg begangen die Überlandlinien defizitär zu sein, daraufhin schliesst die CGTE einige Strecken. Der CGTE felht das Geld das Netz zu erneuern und auszubauen, deshalb mussten 1938 weitere Strecken auf Busbetrieb umgestellt werden. Während des Zweiten Weltkrieges mussten einige Strecken Wiederinbetrieb genommen werden, da es Engpässe beim Benzin für den Busverkehr gab.[1]

Ab den fünfziger Jahren gewinnt der Individualverkehr an Bedeutung und die Straßenbahn wird als störend empfunden. Innerhalb der nächsten zehn Jahre verschwinden alle Straßenbahnlinien bis auf die 12 und die ligne de ceinture (Ringlinie). Auf diese Art wurde auch der Fahrzeugpark grundlegend erneuert. Ab 1969 wurde die Ringlinie auch auf Busverkehr umgestellt, daraufhin nahm die Fahrgastanzahl weiter ab. Die Linie 12, die einzig verbliebene Linie, verbindet Carouge mit Moillesulaz und befördert ein Viertel aller Fahrgäste der CGTE.[1]

Im Jahr 1971 beantragt ein Bürgerbegehren, dass die CGTE durch den Kanton übernommen wird. Im Jahr 1975 wird dieses Gesetz durch das Volk gewählt und der Grosse Rat beschliesst die Organisation der Transports publics genevois. Am 1. Januar 1977 wurde aus der CGTE die TPG.[1]

Ab 1988, nachdem ein Gesetz zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs gewählt wurde, erleben die TPG eine neue Phase der Expansion. Die Modernisierung des Fahrzeugparks (Tram und Bus) bringt weitere Fahrgastzuwächse. Seit dem 1. Januar 2007 verfügen Touristen kostenlos, die in einem Genfer Hotel untergebracht sind, über die Geneva Transport Card. Diese ermöglicht es alle öffentlichen Verkehrsmittel in Genf zu benützen. Im Frühjahr 2007 haben die TPG ihr Logo gewechselt.

Unireso[Bearbeiten]

Seit 2001 sind die TPG, mit den SBB und den Mouettes genevoises, Mitglied im Tarifverbund Unireso. Dieser ermöglicht Fahrgästen mit einem Fahrausweis mehrere Verkehrsmittel (Bus, Tram, Zug) zu nutzen.

TOSA[Bearbeiten]

Seit Anfang 2013 wird an einem Projekt namens TOSA (Trolleybus Optimisation Système Alimentation, dt.: Trolleybus Optimierungssystem Stromversorgung) gearbeitet. Dieses ermöglicht speziellen Batteriebusse sich an einer Haltestelle innerhalb von 15 Sekunden aufzuladen, sodass – anders als bei Trolleybussen – keine Oberleitung benötigt wird. Das Projekt welches fünf Millionen Franken kostet, wovon 3,3 Mio. von ABB stammen, wurde während der UITP, im Mai 2013, in Genf eingeweiht.[2]

Bis März 2014 wird ein speziell ausgerüsteter Bus von der Haltestelle Palexpo zum Flughafen pendeln; an beiden Haltestellen befindet sich eine Aufladestation. Der Bus verfügt über einen spezifischen Stromabnehmer der an der Haltestelle in die Stromschiene greift. Dieser wird kurz vor der Station richtig ausgerichtet, sodass er nur noch in die Stromschiene greifen muss. An der Endhaltestelle lädt sich die Batterie innerhalb von 3 bis 4 Minuten auf, im Betriebshof dauert die komplette Aufladung 30 Minuten.[2] Partner des Projektes sind die TPG, ABB, SIG und Opi.[3]

Netz[Bearbeiten]

Die Straßenbahn- und Trolleybuslinien werden von den TPG betrieben.[4] Einige Buslinien werden von anderen Unternehmen betrieben.

Straßenbahnnetz

Straßenbahnlinien[Bearbeiten]

Hauptartikel: Strassenbahn Genf
Linie Strecke
12 Palettes – Bachet-de-Pesay – Carouge – Augustins – Plainpalais – Bel-Air – Rive – Moillesulaz
14 P+R Bernex – Onex – Petit-Lancy – Stand – Gare Cornavin – Avanchet – Meyrin-Gravière
15 Palettes – Acacias – Plainpalais – Stand – Gare Cornavin – Nations
18 Carouge – Augustins – Plainpalais – Bel-Air – Gare Cornavin – Avanchet – CERN

Trolleybuslinien[Bearbeiten]

Trolleybusnetz
Hauptartikel: Trolleybus Genf
Linie Strecke Anzahl Haltestellen
2 Genève-Plage – Onex-Cité 22/24
3 Gardiol – Crêts-de-Champel 25/24
6 Vernier-Village – Genève-Plage 24/22
7 Hôpital – Tours Lignon 18/20
10 Aéroport – Rive 18/19
19 Vernier-Village – Onex-Cité 29/31

Buslinien[Bearbeiten]

Linie Strecke Betreiber
1 Petit-Bel-Air – Jardin Botanique TPG
4 Bel-Air – P+R-Perly TPG
5 Thônex-Vallard-Douane – Aéroport TPG
8 OMS/Appia – Veyrier-Douane/Veyrier-Tournettes TPG
9 Petit-Bel-Air – Tours Lignon TPG
11 Bout-du-Monde – Jardin Botanique TPG
21 Cressy – Gare des Eaux-Vives TPG
22 Nations – Tours-de-Carouge TPG
23 Le Rolliet/ZIPLO – Aéroport TPG
25 Jardin Botanique – Thônex-Vallard-Douane TPG
28 Parfumerie – Jardin Botanique Globe Limousine
31 P+R Sous-Moulin/Place Favre – Hôpital Trois-Chêne/Puplinge-Mairie TPG
32 Sainte-Clotilde – Plainpalais – Sainte-Clotilde Genève Tours
33 Rive – Puplinge-Mairie TPG
34 Veyrier-Tournettes – Chevrier TPG
35 Augustins – Hôpitaux – Augustins Globe Limousine
36 Place de Neuve – Vieille-Ville – Place de Neuve Globe Limousine
41 Petit-Veyrier – Tours-de-Carouge Genève-Tours
42 Carouge – Lully/Croisée de Confignon TPG
43 Stade de Genève – Loëx-Hôpital RATP Dev
44 Tours-de-Carouge – Croix-de-Rozon-Douane Genève-Tours
45 Tours-de-Carouge – Troinex-Ville Genève-Tours
46 Bardonnex – Bachet-de-Pesay – Bellins TPG
47 Bernex-Saule – Croisée de Confignon Globe Limousine
51 Mervelet – C.O. Renard Globe Limousine
53 Bouchet – Machéry Genève-Tours
54 Satigny-Gare – Gare ZIMEYSA Globe Limousine
57 Aéroport – Gare ZIMEYSA Globe Limousine
61 Annemasse Gare – Gare Cornavin TAC
A Rive – Corsinge-Village/Gy-Église TPG
B Vésenaz-Église – Chevrens Genève-Tours
C Malagnou/P+R Sous-Moulin – Jussy-Meurets/Monniaz TPG
D Bel-Air – St-Julien Gare/Neydens-Vitam'Parc GEM
Dn ZI Les Moulins – St Julien-Gare – Valleiry Chef-Lieu GEM
E Rive – Hermance TPG
F Gare Cornavin – Ferney-Voltaire-Mairie/Gex-ZAC RDTA
G Rive – P+R Veigy/Veigy TPG
K Stade de Genève – Chancy-Douane/Pougny-Gare TPG
L Stade de Genève – Avusy TPG
M Collonges-Bourg d'en hau – St-Julien-Gare GEM
O Meyrin-Gravière – Lycée International (Ferney-Voltaire) RATP Dev
S Sézenove – Satigny-Gare RATP Dev
T La Plaine – P+R Challex-La Halle Globe Limousine
V Gare Cornavin – Colovrex – Entrée-Versoix – C.S La Bécassière RATP Dev
W Satigny-Gare – Choully – Satigny-Gare RATP Dev
X Chancy-Douane – Dardagny Globe Limousine
Y Ferney-Voltaire-Mairie – Aéroport – Val-Thoiry RDTA
Z Gare Cornavin – Bossy/Bois-Chatton RATP Dev

TAC ist die Abkürzung von Transports annemassiens collectifs, GEM von Genevois Mobilité und RDTA von Régie départementale des transports de l'Ain.

"Noctambus"[Bearbeiten]

Seit dem 2. September 1995 ist ein Nachtbusnetz, Noctambus genannt, in Betrieb. Die erste Linie verband Meyrin mit der Genfer Innenstadt am Wochenende. Ab März 1996 entsteht eine zweite Linie, heutzutage sind insgesamt 12 Linien in Betrieb, welche auch einige Gemeinden in Frankreich bedienen.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Transports Publics Genevois – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Histoire auf tpg.ch
  2. a b DOSSIER DE PRESSE AVRIL 2013, TOSA (PDF; 543 kB)
  3. Partnership auf tosa2013.com
  4. tpg.ch Horaires
  5. www.noctambus.ch

46.174412826.13063931Koordinaten: 46° 10′ 28″ N, 6° 7′ 50″ O; CH1903: 498991 / 114504