Transsignifikation

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Die Transsignifikation ist ein theologisches Erklärungsmodell der Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Jesu Christi während der Eucharistiefeier.

Die Transsignifikationslehre[Bearbeiten]

In der theologischen Diskussion um die Realpräsenz Jesu Christi im Abendmahl vor und nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde versucht, neue Erklärungsmodelle für die klassische römisch-katholische Transsubstantiationslehre zu finden. Vor allem sollte eine Alternative zum Substanzbegriff entwickelt werden. Die Arbeiten zum Thema von Jean de Baciocchi und später von Edward Schillebeeckx und Piet Schoonenberg weisen in der Diskussion um den Substanzbegriff auf die sich im Abendmahl verändernde Bedeutung der Abendmahlselemente hin und beschreiben dies mit Transsignifikation. Die Transsignifikation geht also von einer Bedeutungswandlung der Elemente Brot und Wein aus, die die Identität der Elemente selbst betrifft.

Die Kritik seitens des römisch-katholischen Lehramts gegenüber einer solchen Interpretation der Transsubstantiationslehre bezieht sich auf die ungeklärte bzw. noch diskutierte ontologische Dimension dieser Wandlung. Eine bloße subjektive Bedeutungswandlung durch die Kommunizierenden reiche nicht aus, sondern es handle sich um eine objektive Wesenswandlung. Diese Kritik wurde mit dem Hinweis, dass sich bei einer Wandlung der Identität der res auch dessen "Substanz" ändere, zu entkräften versucht.

Literatur[Bearbeiten]

  • Joseph M. Powers: Eucharistie in neuer Sicht („Eucharistic Theology“). Herder Verlag, Freiburg/B. 1968.
  • Edward Schillebeeckx: Die eucharistische Gegenwart. Zur Diskussion über die Realpräsenz („Christus' tegenwoordigheid in de Eucharistie“). 2. Aufl. Patmos Verlag, Düsseldorf 1968 (Theologische Perspektiven).
  • Notger Slenczka: Realpräsenz und Ontologie. Untersuchung der ontologischen Grundlagen der Transsignifikationslehre. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1993, ISBN 3-525-56273-X (zugl. Dissertation, Universität Göttingen 1990).

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