Transzendentalien
In der mittelalterlichen Scholastik sind Transzendentalien (lat.: transcendentalia, von transcendere "übersteigen") die Grundbegriffe, die allem Seienden als Modus zukommen. Sie überschreiten die aristotelischen Kategorien insofern als sie nicht selbst diesen zugeordnet werden können, aber als allgemeine Begriffe auf sie angewendet werden können. Sie haben somit Teil am ewigen Sein Gottes. Als Transzendentalien finden sich bei Thomas von Aquin (De Veritate, 1.1 c)
- res (das Ding),
- unum (das Eine),
- aliquid (Andersheit),
- verum (das Wahre) und
- bonum (das Gute).[1]
Auch ens (das Seiende) selbst lässt sich bei Thomas (opusculum de natura generis 2) als eine der Transzendentalien finden.[2] Manche Autoren zählen auch das Schöne (pulchrum) zu den Transzendentalien; frühester Beleg ist die dem Alexander von Hales zugeschriebene Summa.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Literatur
- Jan A. Aertsen, Medieval Philosophy as Transcendental Thought. From Philip the Chancellor (ca. 1225) to Francisco Suárez, Leiden: Brill, 2012.
- Johann Baptist Lotz, die Grundbestimmungen des Seins, Innsbruck 1988, ISBN 3-7022-1669-3.
[Bearbeiten] Siehe auch
Das Gute, Idee des Guten, Wahrheit, Einheit, Ontologie, Metaphysik