Trapez (Surfen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ein Trapez ist beim Windsurfen ein breites Gurtsystem, das an der Vorderseite mit einem Haken ausgestattet ist. Man verwendet das Trapez beim Windsurfen, um die Muskulatur der Arme zu entlasten. Dazu wird der Haken an dem am Gabelbaum befestigten Tampen eingehängt. So wird mit dem Körpergewicht über das Trapez, den Trapeztampen und den Gabelbaum eine Zugkraft auf das Segel ausgeübt, die der Windkraft entgegenwirkt. Der Gabelbaum ist über den Mast mit dem Surfbrett verbunden. Durch „Hängen“ am Gabelbaum kann man deshalb in den Fußschlaufen stehend dosiert Druck auf den Mastfuß geben und so den vorderen Teil den Surfbrettes belasten. Diese Art der Gewichtsverlagerung durch die Verwendung eines Trapezes ermöglicht dem Windsurfer eine bessere Kontrolle über sein Surfbrett und somit höhere Gleitgeschwindigkeiten.

Erfunden wurde das Trapez 1974 in Kailua auf Hawaii. Einer der ersten, die die Vorteile erkannten und Trapeze verwendeten, war das amerikanische Windsurfidol Robby Naish.

Trapeze bestehen aus verschiedenen Kunststoffen. Der meist metallene Trapezhaken wird mit mehreren Spanngurten am Trapez straffgezogen, das rund um den Körper geschlungen ist. Der Trapezhaken hat meist einen Schnellverschluss, um das gesamte Trapez einfacher an- und ablegen zu können.

Je nach Einsatzgebiet und persönlichen Vorlieben der Sportler werden Sitztrapeze, Hüfttrapeze oder Brusttrapeze verwendet, wobei letztere heute selten sind. Die Trapezarten unterscheiden sich grundsätzlich durch die Position des Hakens am Körper. Sitztrapeze werden eher von den Geschwindigkeitsfanatikern und Hüfttrapeze eher von den Tricksern unter den Windsurfern verwendet.

Gleiche Trapeze werden in den Sportarten Kitesurfen, Kiteskiing, Kitesnowboarding und Powerkiting verwendet. Ähnliche Trapeze werden beim Segeln von Jollen und Katamaranen vor allem durch den Vorschoter verwendet. Diese werden dort aber Trapezhose genannt. Das Trapez ist beim Segeln der Tampen.