Treben

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Treben (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
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Treben
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Treben hervorgehoben
51.05361111111112.450555555556154Koordinaten: 51° 3′ N, 12° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Altenburger Land
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Pleißenaue
Höhe: 154 m ü. NN
Fläche: 6,48 km²
Einwohner:

1.292 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 199 Einwohner je km²
Postleitzahl: 04617
Vorwahl: 034343
Kfz-Kennzeichen: ABG
Gemeindeschlüssel: 16 0 77 048
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Breite Straße 2
04617 Treben
Webpräsenz: www.treben.de
Bürgermeister: Klaus Hermann (CDU)
Lage der Gemeinde Treben im Landkreis Altenburger Land
Altenburg Nobitz Langenleuba-Niederhain Altkirchen Dobitschen Drogen Fockendorf Frohnsdorf Gerstenberg Göhren (bei Altenburg) Göllnitz Göpfersdorf Gößnitz Haselbach (bei Altenburg) Heukewalde Heyersdorf Jonaswalde Jückelberg Kriebitzsch Löbichau Lödla Lucka Lumpzig Mehna Meuselwitz Monstab Nöbdenitz Ponitz Posterstein Rositz Saara (bei Schmölln) Schmölln Starkenberg Thonhausen Treben Vollmershain Wildenbörten Windischleuba Ziegelheim Thüringen Landkreis Greiz Sachsen-Anhalt SachsenKarte
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Treben ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Altenburger Land. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Pleißenaue und liegt etwa sieben Kilometer nördlich der Kreisstadt Altenburg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Die Gemeinde erstreckt sich rechts- und linksseitig der Pleiße mit dem Zufluss Gerstenberg und liegt im Überflutungsgebiet, so waren die Folgen 2002 verheerend, der Hauptort stand nahezu komplett unter Wasser. Erste Hochwasserschutzdämme wurden bereits 1839 aufgeschüttet, allerdings brachten diese nicht die nötigen Erfolge, so, dass zwischen 1951 und 1953 die Talsperre Windischleuba angelegt werden musste. Diese dient heute nicht mehr dem Schutz vor Hochwasser, weiterhin verlandet sie zusehends.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden sind (im Uhrzeigersinn) die Stadt Borna mit dem Ortsteil Thräna im sächsischen Landkreis Leipzig, Fockendorf, Windischleuba, Gerstenberg, Meuselwitz und Haselbach im Landkreis Altenburger Land sowie das durch das Hochwasserrückhaltebecken Regis-Serbitz von Treben getrennte Regis-Breitingen im Landkreis Leipzig.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Ortsteile sind neben dem Hauptort Treben die ehemaligen Gemeinden Plottendorf, Primmelwitz, Serbitz, Lehma und Trebanz

[Bearbeiten] Geschichte

Kirche Treben

Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1181 als sorbischer Ort. Das Rittergut wird erstmals im Jahre 1329 erwähnt, damals höchstwahrscheinlich eine Wasserburg. Das heutige Gebäude wurde 1543 errichtet und beherbergt heute sowohl Gemeinde- als auch Verbandsverwaltung. Die Kirche in unmittelbarer Nähe des Herrenhauses wurde bereits in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhundert erbaut und enthält eine Kreutzbach-Orgel aus dem Jahre 1862. Aufgrund des Braunkohlebergbaus im Süden Leipzigs entstand 1854 in Plottendorf eine Tonwarenfabrik, 1821 begann der Abbau eine 10 Meter mächtigen Braunkohleflözes in Serbitz.

Es existieren in der Gemeinde exakt vier Gedenkstellen an die Gefallenen des 1. Weltkrieges in Treben, Serbitz, Plottendorf und Lehma.

[Bearbeiten] Zeit des Nationalsozialismus

Im Ortsteil Plottendorf wurden 1942 in einem Lager 33 Zwangsarbeiter untergebracht, die im Schwelwerk Regis arbeiten mussten. [2]

[Bearbeiten] Eingemeindungen

Plottendorf und Primmelwitz kamen am 1. Juli 1950 zur Gemeinde.[3] Serbitz wurde am 1. Mai 1965 eingemeindet.[3] Lehma und Trebanz, die aus der Stadt Meuselwitz ausgegliedert wurden, kamen am 30. Dezember 2008 hinzu.[4]

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1933 – 0879
  • 1939 – 0891
  • 1994 – 1.115
  • 1995 – 1.134
  • 1996 – 1.107
  • 1997 – 1.106
  • 1998 – 1.079
  • 1999 – 1.060
  • 2000 – 1.047
  • 2001 – 1.040
  • 2002 – 989
  • 2003 – 991
  • 2004 – 986
  • 2006 – 944
  • 2007 – 915
  • 2008 – 1.3001
  • 2009 – 1.293
  • 2010 – 1.292
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

1 nach Eingliederung von Lehma und Trebanz

[Bearbeiten] Gemeinderat

Die Zusammensetzung des Gemeinderats wurde bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt.

Die Wahlbeteiligung lag bei 51,0 %.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Treben besitzt einen Haltepunkt an der Strecke von Leipzig nach Altenburg der Sächsisch-Bayrischen Eisenbahn. Durch Treben und Serbitz führt die Bundesstraße 93.

[Bearbeiten] Bildung

Treben ist Sitz einer Staatlichen Regelschule (Mittelschule).

[Bearbeiten] Rittergut Treben

Rittergut Treben - Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Pleißenaue

Im denkmalgeschützten Ensemble des ehemaligen Ritterguts Treben, zu dem neben dem Herrenhaus zwei weitere Gebäude gehören, finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt, wie z. B. Konzerte, Kabarett, Buchlesungen, Vorträge und Ausstellungen. Es ist zugleich Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Pleißenaue. Der nördliche Teil des Herrenhauses war ursprünglich eine Burganlage der Burggrafen von Altenburg. Nach seiner jüngsten Restaurierung erhielt das Herrenhaus 2006 den Thüringischen Denkmalschutzpreis. An Veranstaltungstagen und auf Anfrage kann das Rittergut besichtigt werden.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Treben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)
  2. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 26, ISBN 3-88864-343-0
  3. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2008
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