Trebisonda Valla

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Trebisonda „Ondina“ Valla (* 20. Mai 1916 in Bologna; † 16. Oktober 2006 in L’Aquila) war eine italienische Leichtathletin und Olympiasiegerin im 80-Meter-Hürdenlauf.

Trebisonda Valla wurde als erstes Mädchen nach vier Brüdern in Bologna geboren. Der in Italien unübliche Vorname ist wohl zurückzuführen auf die türkische Stadt Trabzon (ital. Trebisonda). Von Freunden und in der Familie wurde sie Ondina gerufen. Ihr Talent war schon als junges Mädchen erkannt worden und im Alter von 13 Jahren gehörte sie bereits zu den besten Athletinnen Italiens. Mit 14 Jahren wurde sie italienische Meisterin und in die Nationalmannschaft aufgenommen. In den folgenden Jahren gewann sie etliche nationale Meisterschaften und stellte Weltrekorde auf.

Ihren größten Erfolg feierte sie bei den XI. Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin. Im Halbfinale stellte sie mit 11,6 Sekunden einen neuen Weltrekord über 80 Meter Hürden auf. Dieser Weltrekord wurde offiziell anerkannt, obwohl ein unerlaubter Rückenwind von 2,8 m/s gemessen wurde. Das Finale gewann sie in 11,7 Sekunden vor der Deutschen Anni Steuer (Silber) und der Kanadierin Elizabeth Taylor-Campbell (Bronze). Mit der italienischen 4x100-Meter-Staffel belegte sie in 48,7 Sekunden den vierten Platz.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ekkehard zur Megede: The Modern Olympic Century 1896-1996 Track and Field Athletics. Berlin 1999, publiziert über Deutsche Gesellschaft für Leichtathletik-Dokumentation e.V.

Weblinks[Bearbeiten]