Wissenschaftsjahr

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Treffpunkt der Wissenschaft)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Anleitung: Neutraler Standpunkt Die Neutralität dieses Artikels oder Abschnitts ist umstritten. Eine Begründung steht auf der Diskussionsseite. Weitere Informationen erhältst du hier.
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Seit dem Jahr 2000 richtet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zusammen mit der Initiative Wissenschaft im Dialog die Wissenschaftsjahre aus. In jedem Wissenschaftsjahr steht eine Wissenschaftsdisziplin im Mittelpunkt, mit Ausnahme von 2005. Die Wissenschaftsjahre sollen einen Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit ermöglichen. Ziel ist es, die Öffentlichkeit stärker für Wissenschaft zu interessieren und zum gesellschaftspolitischen Dialog über Forschung zu befähigen. Entwicklungen in der Forschung sollen transparenter und zugänglicher werden. Außer der Vermittlung der Themen und der wissenschaftlichen Inhalte sollen die Wissenschaftsjahre gesellschaftliche Debatten über Entwicklungen in Wissenschaft und Forschung anstoßen und vorantreiben. Das Wissenschaftsjahr ist geprägt von zahlreichen Aktivitäten; darunter Ausstellungen, Wettbewerbe und verschiedene Dialogformate.[1] Das BMBF richtet seit 2007 auch Internationale Wissenschaftsjahre aus, die der Kooperation Deutschlands mit einem Partnerland dienen.

Jahr der Chemie 2003[Bearbeiten]

Logo des Jahrs der Chemie

Das Jahr der Chemie fand 2003 im Jahr des zweihundertsten 200. Geburtstages des wohl bekanntesten deutschen Chemikers, Justus von Liebig, statt.

Das Jahr der Chemie war durch eine Mischung aus zentralen Großveranstaltungen und einer großen Anzahl von dezentralen Veranstaltungen geprägt. Zu den herausragenden Aktivitäten 2003 gehörte die Veranstaltungstrilogie „Der Kuss – Magie und Chemie“ vom 30.1. bis 7.2. in Berlin, „Der Stoff – Materie und Chemie“ vom 25.4. bis 1.5. in Bochum und „Die Quelle – Energie und Chemie“ vom 28.8. bis 7.9. in Halle a.d. Saale, der durch das Bundesministerium (BMBF) unterstützte Bildungsgipfel Chemie am 23. Mai in Frankfurt am Main, der Wissenschaftssommer Mainz-Wiesbaden vom 16. bis 21. September getragen durch die Initiative Wissenschaft im Dialog, der bundesweite Tag der Offenen Tür am 20. September vom Verband der Chemischen Industrie und die Woche der Chemie anlässlich der GDCh-Jahrestagung vom 6. bis 10. Oktober in München. Weitere Attraktionen waren der Truck „Justus“, der bundesweit insbes. an Schulen zum Experimentieren einlud, und das Motorschiff MS Chemie als Wanderausstellung Chemie an Rhein und Main. Mit mehr als 2000 Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet wurde einer breiten Öffentlichkeit das Thema Chemie in einer großen Vielfalt präsentiert. An vielen Orten begeisterten sich insbesondere Kinder und Schüler. Im Nachgang zum Jahr der Chemie stiegen die Studienanfängerzahlen auf ein Rekordniveau.

Am Jahr der Chemie beteiligen sich zusammen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Initiative „Wissenschaft im Dialog“ u. a. folgende Chemieorganisationen: die Berufsgenossenschaft Chemie (BG Chemie), der Bundesarbeitgeberverband (BAVC), die Deutsche Bunsengesellschaft für Physikalische Chemie (DGB), die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), die Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (DECHEMA), die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), der Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA) und der Verband der Chemischen Industrie (VCI) mit Fonds der Chemischen Industrie (FCI). Seitens der Chemieorganisationen war Holger Bengs Koordinator des Jahres der Chemie.

Informatikjahr 2006[Bearbeiten]

Das Wissenschaftsjahr 2006 in Deutschland steht im Zeichen der Informatik und ihrer Anwendungen. Ziel des Informatikjahres ist es, das Bewusstsein für die zahlreichen Möglichkeiten der Informatik zu schärfen und die Bedeutung der Informatik als Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands zu veranschaulichen.

Mit den Themen Mobilität, Sicherheit, Gesundheit, Wohnen, Sport, Kommunikation, Kultur und Entertainment soll im Informatikjahr beispielhaft gezeigt werden, wo und wie sehr die Informatik im Alltag präsent ist.

Das Informatikjahr wird gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) und der Gesellschaft für Informatik (GI) sowie zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur durchgeführt. Weitere Akteure sind: der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM), der Bundeswettbewerb Informatik, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG); der Fakultätentag Informatik; die Fraunhofer-Gruppe Informations- und Kommunikationstechnik (IuK); die IG Metall; die Initiative D21; das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit; die Max-Planck-Gesellschaft (MPG); der RoboCup 2006; der Verband der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik (VDE); der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und das Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe. Das Programm des Informatikjahres gestalten darüber hinaus zahlreiche weitere Partner: Schulen und Universitäten, Unternehmen, Verbände, Stiftungen und Medien.

Jahr der Geisteswissenschaften 2007[Bearbeiten]

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat das Wissenschaftsjahr 2007 erstmals den Geisteswissenschaften gewidmet. Unter dem Motto ABC der Menschheit. Die Geisteswissenschaften finden zahlreiche öffentliche Veranstaltungen statt.

Bei den Wissenschaftsjahren geht es nicht nur um die „Präsentation, sondern ganz konkret um neue Förderinstrumente“, so Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) in einem Interview, befragt von Norbert Wallet, in der Kölnischen Rundschau Nr. 8 vom Mittwoch, 10. Januar 2007 Seite 4 Politik. „Dazu gehört die Einrichtung internationaler Forschungskollegs als Orte geisteswissenschaftlicher Spitzenforschung. Dazu gehört aber auch die Förderung von Forschungsprojekten jüngerer Wissenschaftler“. Für die geisteswissenschaftliche Forschung werden insgesamt rund 64 Millionen Euro bis 2009 zur Verfügung gestellt. „Ich will in diesem Jahr erreichen, dass vieles von dem, was in den vergangenen Jahren analysiert wurde, nun auch strukturell umgesetzt wird“, so Annette Schavan. „Schon in der zweiten Runde der Exzellenz-Initiative der Bundesregierung wird ein deutlich gestiegener Anteil der Geisteswissenschaften erkennbar werden“, so Schavan weiter. In der ersten Runde wurde kein geisteswissenschaftliches Projekt berücksichtigt. „Es ist wichtig, dass wir die kleinen geisteswissenschaftlichen Fächer vor dem Ausdünnen bewahren. Gerade in Zeiten, da die Globalisierung auch die akademischen Debatten prägt ist es falsch, vor allem die Institute zu schließen, die wesentlich zum Verständnis anderer Kulturen und Welten beitragen. Wir müssen begreifen, dass die Globalisierung eben nicht nur eine ökonomische Angelegenheit ist. Nehmen Sie als Beispiel Fächer wie Sinologie, Indologie, Ägyptologie, Islamwissenschaft: Was wir ‚kleine Fächer‘ nennen sind Disziplinen mit großen Themenfeldern. Sie betreffen ganze Kontinente und sehr relevante Kulturen, deren Bedeutung im internationalen Zusammenspiel dramatisch wächst. Wenn wir uns der Möglichkeit berauben, die Kenntnis der Werte und des Selbstverständnisses dieser Kulturen zu verstehen, hat das erhebliche Folgen – übrigens auch im ökonomischen Dialog“.[2]

Jahr der Mathematik 2008[Bearbeiten]

Logo zum Jahr der Mathematik

Mathematik ist Basis aller Naturwissenschaften und fast jeder technischen Entwicklung. Das Jahr der Mathematik hatte das Motto „Alles, was zählt“, es wurde am 23. Januar 2008 von der damaligen Bundesforschungsministerin Annette Schavan mit einer Auftaktveranstaltung in Berlin eröffnet. Ein Video-Podcast der Bundeskanzlerin Angela Merkel machte das Jahr der Mathematik zum Thema (siehe unter Weblinks). Prominente Botschafter des Jahres sind der mehrfache Kopfrechenweltmeister Gert Mittring, die Mathematikstudentin und Germany’s Next Topmodel 2007, Barbara Meier, der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, und der ehemalige Trainer des FC Schalke 04, Mirko Slomka.

Träger des Wissenschaftsjahrs 2008 sind neben dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Wissenschaft im Dialog (WiD) die Deutsche Telekom Stiftung sowie die Deutsche Mathematiker-Vereinigung (DMV). Koordiniert durch DMV-Präsident Prof. Günter M. Ziegler von der TU Berlin sind die mathematischen Fachgesellschaften in Deutschland aktiv beteiligt, neben der DMV insbesondere die Gesellschaft für Angewandte Mathematik und Mechanik (GAMM), die Gesellschaft für Didaktik der Mathematik (GDM) und der Deutsche Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts (MNU). Unterstützt werden die Träger des Jahres von einem Koordinierungskreis bestehend aus Vertretern der großen Wissenschaftsorganisationen, der Hochschulen und der Länder.

Ein Ziel des Jahres ist eine breite Einbindung von individuellen Akteuren als Mathemacher (siehe Weblinks): Seit September 2007 läuft dazu eine Aktivierungskampagne, die dazu einlädt, sich im Jahr der Mathematik zu engagieren. Lehrende an Schulen und Hochschulen, Studierende, Eltern, Mathematikerinnen und Mathematiker in Forschungszentren, Betrieben oder Verbänden – die Botschafter vermitteln die Begeisterung für die Mathematik, gerade auch an den Nachwuchs. Die Aktionen der Mathemacher im Wissenschaftsjahr 2008 reichen von Mathematik-AGs über individuelle Mathe-Workshops bis hin zu (kleinen) Veranstaltungen oder Vorträgen zum Thema Mathematik.

Mit dem Mathematikjahr 2008 sollen insbesondere die Schulen erreicht werden: Der Imagefilm des Jahres (siehe Weblinks), verschiedene Postermotive „Du kannst mehr Mathe als du denkst“ sowie die Webseite http://www.du-kannst-mathe.de wenden sich besonders an Jugendliche. Zahlreiche Ausstellungen und Aktionen sowie unterschiedliche Mathematikwettbewerbe wenden sich an Schüler und Schülerinnen verschiedener Altersstufen. Zusätzlich wird zum Mathematikjahr ein „Mathekoffer“ mit Schulmaterialien vorgestellt. Dieser, wie auch Projekte zum Lehramtsstudium und zur Lehrerfortbildung, werden von der Deutsche Telekom Stiftung gefördert. Die Deutsche Mathematiker-Vereinigung verleiht ab 2008 ihren „Abiturpreis Mathematik“ für alle Gymnasien in Deutschland.

Forschungsexpedition Deutschland 2009[Bearbeiten]

Treffpunkt der Wissenschaft[Bearbeiten]

Im Jahre 2009 wurde zehn deutschen Städten der Titel Treffpunkt der Wissenschaft verliehen. Jeder der zehn Treffpunkte stand für ein Forschungsthema von überregionaler Bedeutung. Anhand einer Forschungsfrage sollten die Leistungen, ungelösten Probleme und Perspektiven der jeweiligen Disziplin den Bürgern vermittelt werden. Drei verschiedene (Alters- bzw. Ziel-)Gruppen suchten vor Ort nach einer Antwort auf die jeweilige Forschungsfrage: Schüler im Rahmen eines Rechercheprojekts, Studierende gingen auf Expedition durch die zehn Treffpunkte und hielten ihre Entdeckungen in einem Weblog mit Texten und Videos fest[3] und Experten diskutierten die Forschungsfrage in einer öffentlichen Debatte.[4][5]

Stadt Veranstaltungspartner Thema Weblinks
Aachen RWTH Aachen und Stadt Aachen Energie Leben – Genug LebensEnergie für alle? [6] [7]
Bremen Haus der Wissenschaft Bremen und Stadt Bremen System Erde – Muss Bremen umziehen? [8]
Darmstadt IHK Darmstadt und Stadt Darmstadt Unternehmen Wissenschaft – Wohin wandert Wissen? [9]
Dresden Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden, Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung Vielfalt Leben – Welchen Naturraum braucht der Mensch? [10]
Göttingen Georg-August-Universität Göttingen und Stadt Göttingen Perspektive Sprache – Wie schafft Kommunikation Wirklichkeiten? [11]
Heidelberg Universitätsklinikum Heidelberg und Stadt Heidelberg Wunder Mensch – Hat Gesundheit Zukunft? [12]
Jena Optonet e. V. und Stadt Jena Zukunft Licht – Wie wird aus Licht Zukunft? [13]
Karlsruhe ZKM/HfG und Stadt Karlsruhe Herausforderung Demokratie – Ist Demokratie gerecht? [14]
Mainz Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Stadt Mainz Zeit Reise – Wie wird man ein Volk? [15]
Nürnberg/Fürth/Erlangen Kulturidee GmbH und die Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen Werkstoff Zukunft – Welche neuen Materialien braucht der Mensch? [16]

Projekt Science Express[Bearbeiten]

Der Science Express auf Deutschlandtour

Der Ausstellungszug Science Express war ein Hauptprojekt des Wissenschaftsjahres 2009. Idee und Konzept wurden im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von einem Projektteam der Max-Planck-Gesellschaft entwickelt, Exponate und Inhalte von vielen namhaften Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft bereitgestellt. Die „Expedition Zukunft“ bot in zwölf Wagen genug Platz für eine ganzheitliche Präsentation. Ziel war es, möglichst viele Bürger und Jugendliche flächendeckend und in kurzer Zeit zu erreichen und über neueste, meist naturwissenschaftliche Forschungsprojekte und wissenschaftliche Arbeitsmethoden zu informieren. Das Ergebnis: 260.000 Besucher, 62 Stationen und über 15.000 zurückgelegte Kilometer.[17]

Wissenschaftsjahr Gesundheitsforschung 2011[Bearbeiten]

Logo vom Wissenschaftsjahr Gesundheitsforschung

Das Wissenschaftsjahr 2011 richtet die Aufmerksamkeit auf die gesellschaftliche und interdisziplinäre Debatte über die Ziele, Herausforderungen und Aktionsfelder moderner Gesundheitsforschung.

Das Gesundheitsverständnis des Wissenschaftsjahres Gesundheitsforschung bezieht sich dabei auf die Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Nicht das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen allein macht Gesundsein aus, sondern eine persönliche Verfassung körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens. Im Wissenschaftsjahr Gesundheitsforschung stehen deshalb nicht allein Diagnose, Behandlung und Heilung von Krankheiten im Mittelpunkt, sondern auch die ethische und gesellschaftliche Dimension von Gesundheit. Zu diesen Themen initiiert das Wissenschaftsjahr Gesundheitsforschung einen Dialog zwischen Zukunft und Gegenwart, Wissenschaft und Gesellschaft, Individuum und Fachwelt.

Ausgerichtet wird das zwölfte Wissenschaftsjahr gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) sowie mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur.

Zu den thematischen Schwerpunkten des Wissenschaftsjahres gehören:

Dabei setzt das Wissenschaftsjahr Gesundheitsforschung auf einen breiten Dialog, der Bürgerveranstaltungen, öffentliche Diskussionen und das Internet einbezieht. Dabei kommen unterschiedlichste Formate zum Einsatz: Etwa die Tour der MS Wissenschaft, dem Ausstellungsschiff von WiD, das in 35 Städten vor Anker geht. Die ScienceStation 2011, die Wissenschaft in deutsche Bahnhöfe trägt und dort mit interaktiven Exponaten die Besucherinnen und Besucher selbst zu Gesundheitsforschern werden lässt. Wie gesundheitspolitische Entscheidungsprozesse in einer Stadt funktionieren, können Schülerinnen und Schüler im Planspiel „Gesunde Stadt“ erkunden. Und die Forschungsbörse vermittelt Forscherinnen und Wissenschaftler in Schulen. Die Wanderausstellung „Es betrifft DICH!“ zeigt in vier deutschen Science Centern praktische Aspekte der Gesundheitsforschung in Deutschland.

Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt Erde[Bearbeiten]

Logo zum Wissenschaftsjahr 2012

Das Wissenschaftsjahr 2012 steht im Zeichen der Forschung für nachhaltige Entwicklungen auf wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Ebene. Im Zentrum werden Themen wie Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Biodiversitätsverlust, Bionik, Urban Farming, Megacities, Biodiversität oder Lichtverschmutzung stehen, wobei Ansätze aus der Umwelt- und Energieforschung, ebenso wie der Wirtschafts- und Geisteswissenschaften berücksichtigt werden sollen.

Das Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt Erde wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) und weiteren Institutionen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur ausgerichtet.[18] Inhaltlich kooperiert das Wissenschaftsjahr mit dem Rahmenprogramm „Forschung für nachhaltige Entwicklungen“ (FONA).[19] Unter anderem greift das Wissenschaftsjahr die neusten Ergebnisse aus der Forschung für nachhaltige Entwicklungen auf und stellte einzelne FONA-Projekte vor. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert im Sinne nachhaltiger Entwicklungen gegenwärtig mehr als 500 internationale Projekte in 62 Ländern auf fünf Kontinenten.[20]

Wissenschaftsjahr 2013 – Die demografische Chance[Bearbeiten]

Logo zum Wissenschaftsjahr 2013
Prognostizierte Altersverteilung für Deutschland im Jahr 2050

Im Fokus des Wissenschaftsjahres 2013 stehen drei Aspekte des demografischen Wandels:

  • Steigendes Durchschnittsalter
  • Rückläufige Geburtenzahl
  • Wachsende kulturelle Vielfalt

Die Kernfrage des Wissenschaftsjahres lautet: Wie wird bei dieser demografischen Entwicklung die Innovationsfähigkeit erhalten?

Zu den thematischen Schwerpunkten gehören folgende Fragestellungen[21]:

  • Alter: Was heißt „älter“? Wie alt ist „alt“? Wie kann Lernen im hohen Alter ermöglicht werden?
  • Gesundheit: Unter welchen Voraussetzungen ist Gesundheit bis ins hohe Alter möglich? Welche Rolle spielen dabei technische Unterstützungssysteme?
  • Gesundheits- und Krankenpflege: Wie wird die Pflege künftig gestaltet? Wie lassen sich Pflegekonzepte in vertrauter Umgebung realisieren?
  • Bevölkerungsentwicklung: Stimmen die Prognosemodelle[22] der Forschung und Wissenschaft? Wie wird Wohlstand und Lebensqualität gemessen? Ist eine niedrige Geburtenrate problematisch, wenn alle Bildungspotenziale gehoben werden?
  • Innovationsfähigkeit: Wie wird lebenslanges Lernen in den Unternehmen gesichert? Wie muss sich die Arbeitswelt an die demografischen Entwicklungen anpassen? Wie wird die Innovationskraft Deutschlands[23] gestärkt?
  • Lebensführung: Welche Lebensphasen wird es künftig geben? Wie wirkt sich mehr kulturelle Vielfalt auf die Gesellschaft aus?

Das Wissenschaftsjahr 2013 steht im Kontext der von der Bundesregierung beschlossenen Demografiestrategie „Jedes Alter zählt“.[24] Eng verknüpft mit dem Wissenschaftsjahr sind auch die vom BMBF erarbeitete Forschungsagenda „Das Alter hat Zukunft“ sowie der Bürgerdialog „Demografischer Wandel“.

Wissenschaftsjahr 2014 – Die digitale Gesellschaft[Bearbeiten]

Logo zum Wissenschaftsjahr 2014

Das Wissenschaftsjahr 2014 – Die digitale Gesellschaft zeigt die Rolle von Wissenschaft und Forschung im digitalen Wandel auf und widmet sich den Auswirkungen der digitalen Revolution. Wie sich die Gesellschaft durch die Digitalisierung verändern wird, ist eine zentrale Fragestellung im Wissenschaftsjahr 2014. Dabei werden inhaltlich drei Schwerpunkte gesetzt:

  • Das digitale Wir: Wie verändert sich unsere Identität? Wie sichern wir unsere Privatsphäre? Wie gehen wir miteinander um?
  • Die digitale Wirtschaft: Wie verändert sich die Wirtschaft? Wie machen wir uns fit für die Arbeitswelt? Wie machen wir digital Karriere?
  • Das digitale Wissen: Wie lernen wir in Zukunft? Wie gehen wir mit der Informationsflut um? Wie verändert sich unser Wissen?

Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt[Bearbeiten]

Logo zum Wissenschaftsjahr 2015

Das Wissenschaftsjahr 2015 steht im Zeichen der Zukunftsstadt: Städte sind der zentrale Ort für die Entwicklung einer nachhaltigen Lebensweise. Hier leben in Deutschland bereits zwei von drei Menschen, werden drei Viertel der Energie verbraucht und 70 Prozent der anthropogenen Treibhausgase emittiert. Bürgerinnen und Bürger sind für die Umsetzung einer nachhaltigen Stadtentwicklung die entscheidenden Akteure, die Stadt ist ihr Lebensmittelpunkt.[25]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bundesministerium für Bildung und Forschung: Bundesbericht Forschung und Innovation 2012 [1] (PDF-Datei; 25,91 MB)
  2. Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) in einem Interview, befragt von Norbert Wallet, in der Kölnischen Rundschau Nr. 8 vom Mittwoch, 10. Januar 2007 Seite 4 Politik
  3. www.staedte-im-wissenschaftsjahr.de [2]; zuletzt eingesehen am 21. Mai 2013
  4. forschungsexpedition.de: Expedition vor Ort: Treffpunkte der Wissenschaft, [3]; zuletzt eingesehen am 21. Mai 2013
  5. Presse-Information zur Festlegung der zehn Treffpunkte, pdf; zuletzt eingesehen am 21. Mai 2013
  6. Aachen
  7. Stadt Aachen
  8. Bremen
  9. Darmstadt
  10. Dresden
  11. Göttingen: Wie schafft Kommunikation Wirklichkeiten?
  12. Heidelberg
  13. Jena
  14. Karlsruhe
  15. Mainz: Wissenschaftsallianz
  16. Nürnberg-Fürth-Erlangen
  17. Projektseite mit Informationen und Bilanzen zum Science Express
  18. http://www.fona.de/de/14450
  19. http://www.fona.de Webseite des FONA-Rahmenprogramms des BMBF
  20. http://www.dlr.de/pt/desktopdefault.aspx/tabid-7277/12188_read-7150/ Büro Wissenschaftsjahre: Der Schlüssel für die Zukunft
  21. Pressemitteilung Redaktionsbüro Wissenschaftsjahr 2012[4]
  22. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatPrognosemodelle. Abgerufen am 5. Dezember 2012 (englisch).
  23. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung: Innovationsindikator Deutschland 2009 (PDF-Datei; 2,14 MB)
  24. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung | [5]
  25. Redaktionsbüro Wissenschaftsjahr | [6]