Tremsbüttel

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Tremsbüttel
Tremsbüttel
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Tremsbüttel hervorgehoben
53.74388888888910.31138888888938Koordinaten: 53° 45′ N, 10° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Stormarn
Amt: Bargteheide-Land
Höhe: 38 m ü. NHN
Fläche: 10,33 km²
Einwohner: 1968 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 191 Einwohner je km²
Postleitzahl: 22967
Vorwahlen: 04532 und 04531Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: OD
Gemeindeschlüssel: 01 0 62 081
Adresse der Amtsverwaltung: Eckhorst 34
22941 Bargteheide
Webpräsenz: www.bargteheide-land.eu
Bürgermeister: Norbert Hegenbart (KWG)
Lage der Gemeinde Tremsbüttel im Kreis Stormarn
Hamburg Kreis Herzogtum Lauenburg Kreis Ostholstein Kreis Segeberg Lübeck Ahrensburg Ahrensburg Ammersbek Bad Oldesloe Badendorf Bargfeld-Stegen Bargteheide Barnitz Barsbüttel Braak Brunsbek Delingsdorf Elmenhorst (Stormarn) Elmenhorst (Stormarn) Feldhorst Glinde Grabau (Stormarn) Grande Grönwohld Großensee (Holstein) Großhansdorf Hamberge Hamfelde (Stormarn) Hammoor Heidekamp Heilshoop Hohenfelde (Stormarn) Hoisdorf Jersbek Klein Wesenberg Köthel (Stormarn) Lasbek Lütjensee Meddewade Mönkhagen Neritz Nienwohld Oststeinbek Pölitz Rausdorf (Holstein) Rehhorst Reinbek Reinfeld (Holstein) Rethwisch (Stormarn) Rümpel Siek (Holstein) Stapelfeld Steinburg (Stormarn) Tangstedt (Stormarn) Todendorf Travenbrück Tremsbüttel Trittau Trittau Trittau Wesenberg (Holstein) Westerau Witzhave ZarpenKarte
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Tremsbüttel (niederdeutsch Tremsbüddel) liegt im Kreis Stormarn in Schleswig-Holstein. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Rehbrook, Sattenfelde, Tremsbüttel und Vorburg.

Geografie[Bearbeiten]

Tremsbüttel liegt im nördlichen Umland von Hamburg. Die Gewässer Groot Beek, Lütt Beek und Süderbeste fließen durch die Gemeinde. Nachbargemeinden sind (im Uhrzeigersinn) Rümpel, Lasbek, Hammoor, Bargteheide, Elmenhorst.

Geschichte[Bearbeiten]

1302 wird die Gemeinde erstmals als Tremetesbotle erwähnt. Der Name leitet sich wohl von dem damaligen Besitzer der Burg und des Gutes Johannes de Tremetesbotle ab, dessen Wasserburg und Stammhof in ihren Überresten heute als Kulturdenkmal gilt. Auch möglich ist ein Zusammenhang mit den Büttel-Ortschaften.

Sattenfelde[Bearbeiten]

Sattenfelde entstand als Ortsteil von Tremsbüttel und Vorburg nach der Niederlegung des Tremsbütteler Vorwerks 1767 auf der nur 42 Tonnen großen Parzelle Nr. 15. Durch Ansiedlung von Handwerkerfamilien war die Parzelle 1847 bereits in neun Erbpachtstellen zergliedert. Nach dem Bau der Eisenbahnlinie Hamburg-Lübeck 1865 und der nahegelegenen Haltestelle Kupfermühle um 1893 entwickelte sich in Sattenfelde Fremdenverkehr. Bedeutenden Bevölkerungszuwachs bekam der Ortsteil durch Ausweisung von Baugrundstücken ab 1959.

Tremsbüttel[Bearbeiten]

Schloss Tremsbüttel
Kupferstich des Amtes Tremsbüttel

Tremsbüttel war Verwaltungssitz der Vogtei und später des gottorfischen Amtes Tremsbüttel bis 1802. Danach wurde das Amt zusammen mit den Ämtern Reinbek und Trittau von einem gemeinsamen Amtmann mit Sitz in Reinbek verwaltet. Amtsschreibersitz war bis 1858 noch Tremsbüttel, dann Bargteheide. Um 1500 gehörten neben Tremsbüttel die Dörfer Bargteheide, Delingsdorf, Hammoor, Fischbek, Itzstedt, Tönningstedt, Neu-Rahlstedt, Hoisbüttel, Willstedt, Tangstedt, Duvenstedt, Mellingstedt und Lehmsal dazu, im 18. Jahrhundert auch Vorburg, Lasbek und Klein Hansdorf. 1670 erwarb der schleswig-holsteinische Politiker Magnus von Wedderkop das Gut Tremsbüttel. Die Bauern des Kernbereichs des Amtes Tremsbüttel waren bis 1839 Zwangsgäste der Lasbeker Mühle. 1767 wurde das Vorwerk in 21 Parzellen geteilt und in Erbpacht vergeben. Bereits 1840 waren daraus durch Unterteilungen 76 Grundstücke geworden (Sattenfelde). 1894 baute der Besitzer des Restgutes, Alfred Hasenclever, dort das Schloss Tremsbüttel im Stil des Historismus. 1955/56 wurde das Areal des Gutshofes bis auf verbleibende sieben Hektar aufgesiedelt und an Bauernfamilien aus dem Osten vergeben. 1928 wurde der Gemeinde Tremsbüttel die Nachbargemeinde Vorburg angegliedert. Eine gemeinsame Freiwillige Feuerwehr bestand schon seit 1890. Die seit dem frühen 18. Jahrhundert bestehende gemeinsame Schule wurde nach dem Anschluss an die Dörfergemeinschaftsschule in Bargteheide 1973 geschlossen.

Vorburg[Bearbeiten]

Vorburg war einst das zum Gut Tremsbüttel gehörige gutsuntertane Bauerndorf. 1924 hatte Vorburg 456 Einwohner. 1928 wurde die Gemeinde Vorburg der Gemeinde Tremsbüttel angegliedert.

Politik[Bearbeiten]

Von den 13 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft KWG seit der Kommunalwahl 2013 acht Sitze, die CDU hat drei und die SPD zwei Sitze.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Geteilt. Oben in Blau drei fächerförmig gestellte, an den Halmen verbundene, grannenlose goldene Getreideähren, unten in Silber eine durchgehende, gemauerte, oben gezinnte rote Brücke.“[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Tremsbüttel stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Verkehr[Bearbeiten]

Tremsbüttel liegt an der Bundesautobahn 21 (Abfahrt: Tremsbüttel). Im südlichen Gemeindeteil verläuft die Kreisstraße K12, im nördlichen die Kreisstraße K61.

Der Bahnhof Kupfermühle befindet sich im Ortsteil Sattenfelde (im Siedlungsgebiet Butz). Die Strecke soll bis Bad Oldesloe zur Hamburger S4 ausgebaut werden. Dabei gibt es Überlegungen, die Station in die Nähe des Hauptortes zu verlegen. Sowohl für die Beibehaltung als auch die Verlegung gibt es eine Bürgerinitiative.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

  • Georg Green (1636–1691), lutherischer Theologe, Poet und Historiker

Literatur[Bearbeiten]

  • Sylvia Träbing: Tremsbüttel. Lebendige Geschichte eines Stormarner Dorfes. Husum 1991

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tremsbüttel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein