Trenta

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Dieser Artikel behandelt den Ort Trenta in Slowenien, für den Ort in Kalabrien siehe Trenta (Kalabrien)
Trenta am Soča-Oberlauf
Altarrelief Mariä Verkündigung in der Kirche von Trenta
Soča-Flussbett in Trenta
Hängebrücke über die Soča in Trenta

Trenta (it.: Trenta, dt.: Trentathal) ist ein Ort im Nordwesten Sloweniens und liegt am Oberlauf der Soča, südlich des Vršič-Passes (1611 m. i. J.), der das Dorf mit Kranjska Gora (Kronau) mit der Westseite des Nationalpark Triglav verbindet. Das Dorf gehört zur Gemeinde Bovec.

Geschichte[Bearbeiten]

Überlieferungen geben Kunde einer ersten Besiedlung der Trenta bereits im 14. Jahrhundert. In der Nähe der heutigen Kirche wurde 1579 eine Eisenschmelzhütte errichtet, deren Abbruchmaterial für den Kirchturmbau im Jahre 1908 herhalten musste. Trenta bildete bis zum Ende des Ersten Weltkriegs eine eigene Gemeinde, die zum Gerichtsbezirk Flitsch gehörte. Dieser war wiederum Teil des Bezirks Tolmein und der Gefürsteten Grafschaft Görz und Gradisca.

Die Kirche der Heiligen Madonna von Loreto[Bearbeiten]

Der Baron Heinrich Attems Heiligenkreuz ließ die Kirche der Heiligen Madonna von Loreto um das Jahr 1690 für seine Bergleute bauen. Der Name des dritten Priesters in Trenta war Francisek Venceslav Lucenperger, auch als „Rajnki Trentar“ bekannt. In den Jahren von 1720 bis 1781 war er der Seelsorger für die sechs Familien von Trenta. Wie seine Gläubigen widmete auch er sich der Schafzucht. Er besaß eine Herde von 100 Tieren. In der Erinnerung der Einwohner lebt er noch heute als großartiger Wundertäter und Weissager fort. Es kann davon ausgegangen werden, dass er deshalb in der Mitte der Kirche die letzte Ruhestätte fand; sein Grabstein liegt an jener Stelle eingelassen in den Steinboden.

Besonders sehenswert sind das Marmorrelief mit Darstellung der Verkündigung und die schwarze Statue der Madonna von Loreto.

Nach einem abgelegten Gelübde bemalte der große slowenische Künstler Tone Kralj die Kirche im Jahr 1945. Dem Wunsch des Metropoliten Kredarica zufolge sollten jeden Sonntag Heilige Messen nicht nur auf dem höchsten Berg der Julischen Alpen, dem Triglav, sondern auch im Gotteshaus und Pilgerheiligtum dieses wunderschönen Tales gelesen werden.

Hängebrücken über die Soča[Bearbeiten]

Ins Auge fallend sind die vielen Stahlseil-Hängebrücken mit Eichen-Bohlen-Besatz über die Soča. Diese besonderen Flussüberquerungen sind ein Hauptanziehungspunkt im Triglav-Nationalpark. Viele davon sind nur für den Personenübergang vorgesehen, andere wiederum sind dermaßen konstruiert, dass sie auch von leichteren Fahrzeugen überquert werden können. Die Brücken fügen sich harmonisch in die Landschaftskulisse ein und haben auf den Betrachter einen besonderen ästhetisch-romantischen Reiz.

Bildstock in Trenta[Bearbeiten]

Am Ortsanfang - vom Vršič-Pass her kommend - gibt es einen Bildstock mit der traurigen Darstellung des tödlichen Unfalls von Anton Tožbar anläßlich von Forstarbeiten. Aber Erlösung ist schon zur Stelle: Der über dem Szenario schwebende gekreuzigte Heiland wacht über den Toten.

46.37755833333313.740344444444Koordinaten: 46° 23′ N, 13° 44′ O