Troskotovice

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Troskotovice
Wappen von ????
Troskotovice (Tschechien)
DEC
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Jihomoravský kraj
Bezirk: Brno-venkov
Fläche: 1812 ha
Geographische Lage: 48° 55′ N, 16° 26′ O48.91944444444416.440555555556193Koordinaten: 48° 55′ 10″ N, 16° 26′ 26″ O
Höhe: 193 m n.m.
Einwohner: 626 (28. August 2006)
Postleitzahl: 671 78
Struktur
Status: Městys
Ortsteile: 1
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Michal Ordoš
Adresse: Troskotovice 18
671 78 Jiřice u Miroslavi
Website: www.troskotovice.cz

Troskotovice (deutsch Treskowitz) ist ein Městys im Jihomoravský kraj, Okres Brno-venkov in der Tschechischen Republik.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Troskotovice befindet sich Nahe bei Znaim (Znojmo) an der Grenze zu Niederösterreich, ca. 50 km südwestlich von Brünn (Brno) und etwa 75 km nordwestlich von Wien. Im Norden liegen der Haidenberg (228 m), der Gugenberg (212 m) und der Klausenberg (210 m)

[Bearbeiten] Geschichte

Zentrum von Treskowitz mit Schule, Rathaus und Kirche, ca. 1935

Obwohl zu den ältesten Orten Südmährens zählend, erwiesen sich die auf 1046 und 1052 datierten Urkunden mit der Nennung von „Troskovicz“ als Fälschungen aus dem 12. Jahrhundert. „Droscowicz“ wurde urkundlich 1252 genannt, ebenso 1268 und 1323, wobei die lateinische Urkunde „Droscowicz sive Stetendorf“ hinzufügt. Seit mindestens 1361 ist die Namensform „Treskowitz“ unverändert erhalten und gelangte als Schenkung an Alt-Bunzlau im 13. Jahrhundert in weltlicher Hand. 1537 verleihte Kaiser Ferdinand I. dem Ort das Marktrecht und 1585 erhält der Markt eine Bergrechtsordnung.

1619 wurde Troskowitz niedergebrannt, und nach der Schlacht am Weißen Berg kam eine Mission der Jesuiten. Durch diese kehrten 511 Personen im Jahre 1627 zum alten Glauben zurück. 1649 erscheint wieder ein katholischer Pfarrer. Nach mehreren Besitzwechseln ging der Ort 1637 an Rudolf von Teuffenbach und damit zur Herrschaft Dürnholz. 1785 wird ein herrschaftlicher Meierhof aufgelöst und dessen Gründe an Ansiedler verteilt. 1796 brannte fast der ganze Ort ab. 1805 und 1809 verursachen die Franzosen beträchtlichen Schaden. Siegelrecht hat das Dorf seit 1535, Matriken seit 1638, und ein Grundbuch seit 1825. Im Zweiten Weltkrieg fielen 67 Mann, 38 bleiben vermisst. 1945/46 werden die deutschen Bewohner entschädigungslos enteignet und vertrieben. Seit 2007 besitzt der Ort wieder den Status eines Městys.

[Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung

Volkszählung Häuser Einwohner insgesamt Volkszugehörigkeit der Einwohner
Jahr Deutsche Tschechen Andere
1793 177 813
1836 210 1155
1869 217 1076
1880 228 1151 1149 2 0
1890 235 1131 1128 2 1
1900 245 1181 1154 27 0
1910 259 1253 1252 1 0
1921 263 1227 1207 6 14
1930 313 1359 1332 12 15
1939 1378

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche Hl. Wenzel, (Pfarre 1260 erwähnt), wegen Baufälligkeit Neubau 1840/41 klassizistisch; Hauptaltar von Leopold Kupelwieser; 5 Glocken; davor Kirche mit 1704 angebauter Dreifaltigkeitskapelle, 1840 abgerissen. Friedhof außerhalb.
  • H1. Johannes von Nepomuk 1738,
  • Herrenhof aus dem 17. Jahrhundert,

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Michael Siebert (1724–1788), Kupferstecher, Priester des Paulanerklosters, Mährisch Kromau.
  • Josef Ahmon (1822–1910), Konzertmeister bei Johann Strauß in Wien.
  • Hans Stefan Zechmeister (1922–1979), Graphiker und Zeichner, Südmährischer Kulturpreis 1976.

[Bearbeiten] Literatur

  • Frodl: Geschichte der Marktgemeinde Dürnholz und der ehem. Herrschaftsgebiete. … (1927)
  • Flassak, Franz / Freising, Josef: Treskowitz im 30jährigen Krieg und in der Gegenwart. 1937
  • Kaukal Bruno: Die Wappen und Siegel der südmährischen Gemeinden. 1992
  • Frodl Gerald, Blaschka Walfried: Der Kreis Nikolsburg von A-Z. 2006

[Bearbeiten] Weblinks

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