Treuchtlingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Treuchtlingen
Treuchtlingen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Treuchtlingen hervorgehoben
48.95527777777810.909444444444412Koordinaten: 48° 57′ N, 10° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Weißenburg-Gunzenhausen
Höhe: 412 m ü. NHN
Fläche: 103 km²
Einwohner: 12.496 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 121 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91757
Vorwahl: 09142
Kfz-Kennzeichen: WUG, GUN
Gemeindeschlüssel: 09 5 77 173
Stadtgliederung: 54 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 31
91757 Treuchtlingen
Webpräsenz: www.treuchtlingen.de
Bürgermeister: Werner Baum jun. (SPD)
Lage der Stadt Treuchtlingen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Gunzenhausen Absberg Alesheim Muhr am See Bergen (Mittelfranken) Burgsalach Dittenheim Ettenstatt Haundorf Heidenheim (Mittelfranken) Höttingen Langenaltheim Markt Berolzheim Meinheim Nennslingen Pappenheim Pfofeld Polsingen Solnhofen Theilenhofen Treuchtlingen Weißenburg in Bayern Westheim (Mittelfranken) Raitenbuch Pleinfeld Gnotzheim Ellingen Landkreis Donau-Ries Landkreis Roth Landkreis Ansbach Landkreis EichstättKarte
Über dieses Bild

Treuchtlingen ist eine Stadt im südlichen Teil des mittelfränkischen Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen in Bayern.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Treuchtlingen liegt im Naturpark Altmühltal am südlichen Ende des Hahnenkamms und wird von der Altmühl durchflossen. Es ist ein staatlich anerkannter Erholungsort mit Heilquellen-Kurbetrieb (Altmühltherme).

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Markt Berolzheim Weißenburg in Bayern
Hechlingen Nachbargemeinden Pappenheim
Verwaltungsgemeinschaft Wemding Langenaltheim Solnhofen

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Innerhalb des Gemeindegebietes von Treuchtlingen gibt es 54 Orte[2]:

Offizielle Ortsteile sind:[3]

Auernheim
  • Auernheim liegt auf dem Hahnenkamm (634 m ü. NN) und hat ca. 700 Einwohner. Entstanden dürfte dieses ehemalige Freibauerndorf im 6. bis 8. Jahrhundert sein, die Ersterwähnung erfolgte allerdings erst 1057/75. Auernheim ist der höchstgelegene Ort Mittelfrankens. Die evangelisch-lutherische Kirche St. Georg auf dem Kirchberg – der eine Weitsicht zur Weißenburger Bucht, zur Altmühlalb, zum Ries und an Föhntagen bis zu den Alpen bietet – gilt als eine der schönsten Kirchen der Gegend. Sie weist u. a. außergewöhnliche bäuerlich-barocke Emporenmalereien mit Szenen aus dem Leben Jesu auf, die der Maler Johann Jakob Brenner 1680 geschaffen hat.
  • Bubenheim liegt unmittelbar an der Altmühl (420 bis 440 m ü. NN) und zieht sich um den Bubenheimer Berg, auf dem Gesteinsarten aus dem Riesauswurf (Meteoriteneinschlag vor fünfzehn Millionen Jahren) zu finden sind. Der Ort hat ca. 410 Einwohner. Er wird bereits im 8. Jahrhundert erwähnt, denn 792 besuchte Karl der Große Bubenheim anlässlich des Baus der Fossa Carolina. In der Nähe des Dorfes befindet sich ein Fluggelände.
  • Dietfurt i.MFr. hat ca. 450 Einwohner, bildet den Eingang zum Altmühltal und liegt 400 m ü. NN. Der Ort wird bereits 802 erstmals erwähnt, als Reginsind – die Tochter eines fränkischen Adeligen – ihre Besitzungen dem Kloster St. Gallen übergibt. Im Mittelalter zählten zu den wichtigsten Grundherren u. a. die Marschälle von Pappenheim.
  • Falbenthal liegt 520 m ü. NN und wird erstmals 1250 als Walwental im Besitz des Klosters Wülzburg erwähnt. Da sich die Ortsbezeichnung als Flurname („Siedlung ifdasm fahlen Tal“) erklären lässt, dürfte die Gründung nicht vor dem 12. Jahrhundert erfolgt sein. Mit dem Kloster Wülzburg gelangte der Ort Ende des 14. Jahrhunderts auch in die Hände der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach. 1608 belehnten diese Hans von Buchholz zu Helfenberg mit Falbenthal. 1642 wurde das Gut vom Obristen Johann von Leubelfing erworben. Heute dient das einstige Gutsschloss nur noch als Wohngebäude.
  • Graben: Das kleine (ca. 200 Einwohner), 410 m ü. NN gelegene Dorf trägt seinen Namen vom Karlsgraben (Fossa Carolina), von dem hier noch heute Erdwälle und Bodenaushebungen zeugen. Dazu ist in der Hüttinger Scheune eine Karlsgrabenausstellung untergebracht, die den Bau vor über 1200 Jahren anschaulich rekonstruiert. Sehenswert ist auch die evangelisch-lutherische Kirche St. Kunigund, die u. a. gut erhaltene spätgotische Fresken birgt. Das Dorf liegt am Fuße des Nagelberges, auf dessen Plateau sich ein so genannter Hexentanzplatz befindet.
  • Grönhart liegt 425 m ü. NN und befindet sich auf einer Schwemmsandhöhe, wovon der Ort auch seinen Namen (Siedlung am sandigen Wald) herleitet. Da es sich auch dabei um einen Flurnamen handelt, dürfte der Ortes wohl erst im 11. oder 12. Jahrhundert entstanden sein. Urkundlich wird er erstmals 1251 genannt. Das ortsansässige Rittergeschlecht starb wohl im 13. Jahrhundert aus. In den darauffolgenden Jahrhunderten sind das Kloster Wülzburg, die Wiriche von Treuchtlingen und die Marschälle von Pappenheim hier begütert. In unmittelbarer Nähe des Dorfes befindet sich die europäische Wasserscheide. Hier wurde 1984 ein Brunnen aufgestellt, der sein Wasser in zwei Rinnsale entlässt. Der eine fließt über die Altmühl der Donau zu, der andere über die Rezat dem Main und Rhein entgegen.
Gundelsheim
  • Gundelsheim hat ca. 500 Einwohner und liegt im Möhrenbachtal (460 bis 480 m ü. NN). Der Ort wurde erstmals 1065 genannt und besitzt eine kleine Kirche mit barocker Ausstattung. Geologisch interessant ist der Marmorsteinbruch. Hier liegt Auswurfgestein des Rieses sichtbar auf dem Kalkstein, was seinerzeit US-amerikanische Astronauten veranlasste, während ihres geologischen Trainings im Nördlinger Ries im August 1970 Gundelsheim einen Besuch abzustatten. Verwendet wurde dieser Marmor beispielsweise im Berliner Flughafen Tempelhof.
  • Haag
    liegt 515 m ü. NN und wurde erstmals 1214 als Besitz des Marschalls von Pappenheim erwähnt. Da 1360 die Güter jedoch dem Kloster St. Walburg in Eichstätt gehören und die Marschälle lediglich das Vogteirecht ausüben, ist es wegen dieser Besitzverhältnisse wahrscheinlich, dass der Ort im 12. Jahrhundert vom Kloster St. Walburg gegründet wurde. Der Name bedeutet „bei der eingehegten Stelle“. Auf einem Geländevorsprung liegen die Überreste einer Burg, die 1263 von Ludwig dem Strengen zerstört worden sein soll.
Möhren
  • Möhren liegt im Möhrenbachtal (455 m ü. NN) und hat ca. 580 Einwohner. Sehenswert sind das ehemalige Schloss der Pappenheimer Grafen und die römisch-katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit ihrer reichhaltigen Barockausstattung.
  • Oberheumödern liegt 500 m ü. NN. Urkundlich wird der Ort 1403 erwähnt, als Wirich und Jobst von Treuchtlingen ihn verpfänden. 1596 waren die Marschälle von Pappenheim-Treuchtlingen die Besitzer, von denen der Ort an die Markgrafen von Brandenburg-Ansbach überging. Sehenswert ist das Schulhaus von 1813, in dem bis 1932 unterrichtet wurde.
Schambach bei Treuchtlingen, Willibaldskirche
  • Schambach liegt nahe Treuchtlingen am Eingang des landschaftlich reizvollen Schambachtals (411 bis 520 m ü. NN) und hat ca. 700 Einwohner. Ausgrabungen ergaben, dass an diesem verkehrsgünstig gelegenen Ort von jeher Menschen gesiedelt haben. Urkundlich wird Scammaha zum ersten Mal 802 erwähnt. Die Kirche geht auf eine bereits im 8. Jahrhundert bestehende Willibaldskirche zurück. Ihr gedrungener Bau überragt kaum die Häuser des Ortskerns.
  • Schlittenhart wurde erstmals 1306 erwähnt, als Graf Ulrich von Truhendingen dem Ritter Konrad von Rechenberg den Ort Slitenhart verkaufte. Seit 1486 gehörte der Weiler zum Kloster Heidenheim und mit diesem später den Markgrafen von Brandenburg-Ansbach.
  • Unterheumödern, wohl im 12. Jahrhundert entstanden, wird 1286 erstmals erwähnt, als das Kloster Wülzburg Ulrich von Mittelburg Einkünfte aus den Gütern Möhrenberg, Wolfhausen und haemedern, die es zuvor von diesem erhalten hatte, zubilligt. Später gehörte es u. a. dem Deutschen Orden in Ellingen, danach Wirich und Ulrich von Treuchtlingen. Im 15. Jahrhundert wurde der Weiler an das Kloster St. Klara in Nürnberg verpfändet. 1596 gehörten dem Marschall von Pappenheim-Treuchtlingen zwei Höfe und ein Haus zu Vndterheumödern, später den Markgrafen von Brandenburg-Ansbach. Heute sind im Ort nur noch zwei Vollerwerbsbetriebe ansässig.
Wettelsheim
  • Wettelsheim liegt am Fuße der Hahnenkammberge Patrich und Vierstein (450 m ü. NN) und hat ca. 1500 Einwohner. Der Ort ist wohl bereits im 5./6. Jahrhundert entstanden. Ältestes Gotteshaus im Ort ist die Martinskirche am Fuße des Patrichberges. Sie wurde im 13. Jahrhundert dem Kloster Wülzburg zugeteilt. Bei der Renovierung von 1958 traten Fresken aus der Zeit um 1058 zu Tage. Sehenswert ist der Schreinaltar von 1515.
Windischhausen-Heumoedern
  • Windischhausen ist in das reizvolle östliche Rohrbachtal eingebettet (480 m ü. NN) und hat ca. 150 Einwohner. Urkundlich wird es erstmals 1057 erwähnt, als die erste Kirche geweiht wurde. Im Laufe der Zeit waren hier die Grafen von Treuchtlingen, das Kloster Wülzburg, Kloster Rebdorf und Heidenheim begütert. Die Herkunft des Ortsnamens leitet sich vermutlich von der Volksgruppe der Slawen (windisch = slawisch) ab.

Dialektgeographie[Bearbeiten]

Treuchtlingen liegt in einem Gebiet, in dem sich fränkische und bairische Dialektmerkmale mischen. Westlich von Treuchtlingen begegnen die fränkischen und bairischen Mundarten zudem dem Schwäbischen, weshalb auch oft vom "Dreistammesecke" die Rede ist. Westlich von Treuchtlingen trafen sich "allmählich in die Wälder hineinrodende Verkehrsgemeinschaften", deren sprachliche Eigenheiten waren im Prinzip erst nach der sogenannten Völkerwanderung, in Mittelalter und Frühneuzeit entstanden.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ortschaft zählt zu den ältesten Siedlungen im Treuchtlinger Raum. Kelten, Römer und Franken haben ihre kulturellen Spuren hinterlassen. Eine interdisziplinäre Forschung der Technischen Universität Berlin aus dem Jahr 2010 sieht das bei Claudius Ptolemäus historisch belegte Setuacotum als Vorgängerort Treuchtlingens[5]. Unter karolingischer Herrschaft entstand 793 nördlich der Stadtmitte im Ortsteil Graben der Karlsgraben als erster Wasserweg zwischen Rhein / Main und Donau. Die Stadt selbst wurde zum ersten Mal im Jahre 899 (als Drutelinga) urkundlich erwähnt. 1044 wurde der Ort als Heiratsgut von Agnes mit Kaiser Heinrich III. erwähnt. Um die Mitte des 12. Jahrhunderts wurde die erste Burg errichtet, auch Obere Veste genannt. Die erhaltene Burgruine wird seit Mitte der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts durch die Fördergemeinschaft Burg Treuchtlingen e. V. betreut. Um das Jahr 1400 wurde Treuchtlingen zum Markt erhoben, 1495 durch einen Großbrand weitgehend zerstört. Nach dem Tod Gottfried Heinrichs Graf zu Pappenheim in der Schlacht bei Lützen 1632 und dem Erlöschen der Treuchtlinger Linie (1647) fiel Treuchtlingen an die Markgrafen von Ansbach, nach der Mediatisierung 1809 wurde es Teil des Königreichs Bayern. Durch den Bau der ersten Bahnstrecke Treuchtlingen–Gunzenhausen im Jahre 1869 wurde Treuchtlingen zur Eisenbahnstadt. 1898 erhielt Treuchtlingen das Stadtrecht.

Wrackteile einer Dampflokomotive, die beim zweiten Bombenangriff zerstört wurde

Am 23. Februar 1945 erfolgte gegen 11:00 Uhr ein Luftangriff auf den Bahnhof Treuchtlingen (Operation Clarion), in dem gerade der Fronturlauberzug SF 2046 anhielt. Die Reisenden des Zuges flüchteten in die Bahnsteigunterführung, die einen Volltreffer erhielt. In der Bahnsteigunterführung starben 300 Menschen, insgesamt wurden im Bahnhof und der Umgebung fast 600 Menschen getötet und weitere 900 verletzt. Die meisten der Bombenopfer sind in der Gedenkstätte der Kriegsgräberfürsorge auf dem Nagelberg beigesetzt. In der Unterführung, die seit einem Bahnhofsumbau 2004 die Gleise jedoch an anderer Stelle untertunnelt, erinnert eine Marmortafel an die Opfer. Bei einem zweiten Angriff am 11. April wurden keine Menschen getötet, aber unter anderem eine Dampflokomotive vom Typ Bayerische G 3/4 H zerstört. Ein Teil des Wracks wurde im Verlauf des Umbaus gefunden und befindet sich mittlerweile im Bayerischen Eisenbahnmuseum in Nördlingen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Bubenheim und Graben eingegliedert. Am 1. Juli 1971 kamen Grönhart und Schambach hinzu. Ein Teil der aufgelösten Gemeinde Haag bei Treuchtlingen folgte am 1. Januar 1972. Aus dem aufgelösten Landkreis Gunzenhausen kamen schließlich am 1. Juli 1972 noch Auernheim, Wettelsheim und Windischhausen sowie aus dem aufgelösten Landkreis Donauwörth Gundelsheim und Möhren hinzu.[6] Dietfurt schloss die Reihe der Eingemeindungen am 1. Mai 1978 ab.[7]

Zur Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten]

Nach einer älteren These steckt im Ortsnamen Treuchtlingen der Personenname Truhtilo. Die Grundschüler durften daher früher das Verslein lernen: „Von Truhtilo dem Alemannen (oder auch Alamannen) hat Treuchtlingen seinen Namen.“ Die Sage berichtet, dass sich nach dem Limes-Durchbruch der Alamannen um 233 n.Chr. alamannische Gruppen an einer Furt der Altmühl niedergelassen haben. Daraus wurde später „Das Dorf des Truhtilo“, Truhtiolingen und schließlich Treuchtlingen.

Dieser Personenname ist aber nirgends belegt. Nach Joachim Grzega ist vielmehr davon auszugehen, dass die ursprüngliche unbekannte Namensform schon früh an das Wort *truht ‘Bündnis’ und später an das Wort triu ‘treu’ angelehnt worden ist (derartige Formen von Volksetymologie finden sich auch bei anderen Ortsnamen)[8].

Die jüdische Gemeinde[Bearbeiten]

Jüdischer Friedhof in Treuchtlingen, 2011

In Treuchtlingen lebten Juden vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert (1939). Eine erste Erwähnung erfolgt im Zusammenhang mit der Verfolgung in der Pestzeit 1348/49, von der auch die hiesigen Juden betroffen waren. Die Entstehung der neuzeitlichen Gemeinde geht in die Zeit des 17./18. Jahrhunderts zurück. Im Laufe des 18. Jahrhunderts entstand in Treuchtlingen eine der bedeutendsten jüdischen Gemeinden in Bayern. Die Zahl der jüdischen Einwohner erreichte 1837 mit 282 Personen (17,7 % von insgesamt 1.590 Einwohnern) einen Höhepunkt. Um 1925 wurden noch 115 Gemeindeglieder gezählt. Mehrere jüdische Vereine prägten das Gemeindeleben. Den jüdischen Familien gehörten zahlreiche Handels- und Gewerbebetriebe mit einer erheblichen wirtschaftlichen Bedeutung für die Stadt. Durch die zunehmende Entrechtung nach 1933 und zahlreiche gewaltsame und entwürdigende Aktionen gegen die Juden der Stadt verzogen immer mehr in andere Städte oder wanderten aus Deutschland aus. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die 1730 erbaute und 1819 neu gebaute Synagoge niedergebrannt. Bis Ende Dezember 1938 verließen mit zwei Ausnahmen alle jüdischen Einwohner die Stadt. Zehn konnten noch auswandern, 62 verzogen innerhalb von Deutschland. Viele von ihnen wurden nach den Deportationen ermordet. Die Beteiligten des Pogroms wurden beim Weißenburger Pogromprozess zu bis zu vier Jahren Zuchthaus bestraft, darunter der damalige Treuchtlinger Bürgermeister Andreas Günter.[9] Heute erinnert fast nur noch der jüdische Friedhof an die jahrhundertelange jüdische Geschichte in der Stadt, vor allem der seit 1990 dort aufgestellte Gedenkstein, der an die jüdischen Opfer der Shoa aus dem Ort erinnert[10]. Seit 2009 erinnert eine Gedenkstele neben dem ehemaligen "Judenstadel", der heutigen Stadtbibliothek, an alle jüdischen Familien, die einst in Treuchtlingen lebten.

Politik[Bearbeiten]

Das Rathaus, 2011

Stadtrat[Bearbeiten]

Die 24 Sitze des Stadtrates verteilen sich wie folgt:

CSU SPD FDP FW Treuchtlinger Bürgerliste Junge Gemeindebürger Gesamt
2002 10 9 1 2 2 24 Sitze
2008 10 9 3 2 24 Sitze
2014 8 9 3 2 2 24 Sitze

Bürgermeister nach 1945[Bearbeiten]

  • Friedrich Korn, 1946–1956
  • Hans Döbler, 1956–1984
  • Wolfgang Herrmann (CSU), 1984–2008
  • Werner Baum jun. (SPD), ab 1. Mai 2008, nachdem er sich bei den Kommunalwahlen 2008 in einer Stichwahl mit 3102 zu 3000 Stimmen gegen Herrmann durchsetzen konnte.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Treuchtlingen unterhält Partnerschaften mit dem italienischen Ponsacco (seit 2003) und mit dem ungarischen Bonyhád (seit 2011).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Obere Veste
  • Das Stadtschloss aus dem 16. Jahrhundert. Im ehemaligen Stadtschloss in Treuchtlingen wurde am 29. Mai 1594 der spätere Marschall des Dreißigjährigen Krieges, Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim geboren. Er fiel in der Schlacht von Lützen 1632. Auf ihn wird das Zitat aus dem Drama Wallensteins Tod von Friedrich von Schiller gemünzt: „Daran erkenn´ ich meine Pappenheimer“. Im Stadtpark von Treuchtlingen steht eine Replik eines Marterkreuzes, das der Graf am früheren westlichen Zugang zum damaligen Marktflecken errichten ließ.
  • Die Burgruine Obere Veste, Burg Treuchtlingen, aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde von der Fördergemeinschaft Burg Treuchtlingen e. V. seit 1974 in zahlreichen Aktionen saniert. Die bei Ausgrabungen freigelegten Fundstücke sind im Heimatmuseum zu besichtigen. Die Burgruine ist frei begehbar, an Wochenenden, zu denen die Burgstube geöffnet ist, kann auch der Bergfried erklommen werden. Von dort hat man einen guten Überblick über die Stadt.
  • Das Volkskundemuseum Treuchtlingen ist eine ehemalige Posamenten-Fabrik und gegenüber dem ehemaligen Schloss untergebracht. Hier sind eine Dauerausstellung über die Burgruine Treuchtlingen sowie interessante Fundstücke von Ausgrabungen zurück bis in die keltische Geschichte zu sehen.
  • Villa Rustica. Am südöstlichen Hang des Nagelbergs, in unmittelbarer Nähe des Weinberghofes, befinden sich die Überreste eines Gutshofes aus römischer Zeit.
  • Lambertuskapelle (katholisch). Sie wurde im 9. oder 10. Jahrhundert erstmals erbaut, jedoch mehrmals zerstört. Der heutige Bau stammt aus den Jahren 1733/1734.
  • Marienkirche (katholisch), 1933/34 aus einheimischen Jurabruchsteinen errichtet.
  • Markgrafenkirche. Nach dem Tod des letzten Pappenheimers Gottfried Heinrich fiel der Markt Treuchtlingen an die Markgrafen von Brandenburg-Ansbach, später Brandenburg-Ansbach-Bayreuth, die der Reformation anhingen. 1757 ließ der Markgraf von Ansbach die protestantische Kirche nahe der Altmühl errichten. Das Gotteshaus wurde 1998–2002 renoviert.
  • Kriegsgräberstätte am Nagelberg. Hier sind die rund 400 Toten des Bombenangriffes auf den Bahnhof von Treuchtlingen am 23. Februar 1945 sowie rund 2100 andere gefallene Soldaten und zivile Opfer des Zweiten Weltkrieges bestattet.[11]
  • Jüdischer Friedhof. Der 1773 angelegte und heute geschlossene Friedhof erinnert an die jüdische Gemeinde, die in Treuchtlingen über Jahrhunderte bestand und zu den bedeutendsten der Region zählte. Von Außen einzusehen sind das erhaltene Taharahaus, einige der teils aufwendig gestalteten Grabsteine sowie ein Mahnmal des einheimischen Künstlers Franz Peter Burger, das an die jüdischen Opfer der Gewaltherrschaft 1933 bis 1945 erinnert.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Burgfest
Am dritten Wochenende im Juni findet alljährlich auf dem Platz unterhalb der Burgruine das Burgfest statt. Zu besonderen Anlässen, 1998 (100 Jahre Stadterhebung - 1000 Jahre Treuchtlingen), 2000 (25 Jahre Burgverein), präsentiert sich das Burgfest in historischem Gewand. Am 23. und 24. Juni 2007 fand ein Historisches Burgfest statt; Anlass war das 30. Burgfest.
  • Treuchtlinger Volksfest
Beginn ist jeweils am zweiten Freitag im Juli. Das Fest dauert zehn Tage. Veranstaltungsort ist der Festplatz.

Parks[Bearbeiten]

Im Kurpark sind Skulpturen und Plastiken zu sehen.

Fotogalerie[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Treuchtlingen (2005)

Die Bundesstraße 2 läuft östlich in ca. 2 km Entfernung an Treuchtlingen vorbei. Die Staatsstraßen St 2216, St 2217 und St 2230 verbinden die Stadt mit den umliegenden Gemeinden.

Der Bahnhof Treuchtlingen ist ein wichtiger Eisenbahnknoten in Bayern. Hier kreuzen sich die Strecken von Treuchtlingen nach Würzburg und Ingolstadt–München (Altmühlbahn) mit der Strecke Nürnberg–Treuchtlingen–Augsburg. Nach der Eröffnung der Neubaustrecke Nürnberg–Ingolstadt hat er an Bedeutung für den Personenfernverkehr verloren, bildet jedoch immer noch ein Nadelöhr für den überregionalen Güterverkehr. Der Bahnhof gehört dem Verkehrsverbund Großraum Nürnberg an. Er wurde in den letzten Jahren umfassend modernisiert und wird aktuell von Regionalzügen im BayernTakt wie auch von einzelnen InterCity- und InterCityExpress-Zügen bedient (Stand Juli 2011). Im lokalen Güterverkehr hat der Bahnhof seine ursprüngliche Bedeutung verloren, er dient seit Jahren nur noch zur Abstellung von Ganzzügen, hauptsächlich Autotransport- und Kesselwagen, die bei Bedarf aus Ingolstadt (Audiwerke und Raffinerien) abgerufen werden. In Treuchtlingen wird derzeit nur noch unregelmäßig Schotter verladen.

Der Flughafen Nürnberg ist ca. 75 Kilometer entfernt; außerdem gibt es einen Landeplatz in Treuchtlingen-Bubenheim.

Bildung und Forschung[Bearbeiten]

Die Senefelder-Schule in Treuchtlingen, welche den Namen zu Ehren von Alois Senefelder trägt, ist eine staatliche kooperative Gesamtschule mit Mittelschule, Realschule und Gymnasium. Sie beherbergt rund 1300 Schüler aus dem gesamten Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Im Oktober 2010 hat zudem die Fachhochschule für angewandtes Management den Betrieb aufgenommen. Erster Studiengang ist Sportmanagement.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Altmühltaler Mineralbrunnen, Mineralwasser-Abfüller
  • VC Limonadenfabrik Pledl
  • Stark. Lackiererei, Zulieferer der Automobilindustrie
  • Treuchtlinger Marmorwerke, Ortsteil Haag. Steinbruch
  • Alfmeier Präzision AG, Zulieferer der Automobilindustrie
  • KB-Kunststoffbeschichtung, Oberflächenbeschichtung und Formenbau
  • Franken-Schotter, Ortsteile Dietfurt und Möhren. Steinbruch
  • Jura Marmorwerk Teich, Ortsteil Gundelsheim. Steinbruch
  • Hans Hirschmann KG Bauunternehmung GmbH & Co, Straßen-, Kanal- und Hochbau
  • KraussMaffei Technologies GmbH, Hersteller für Kunststoffmaschinen

Medien[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Friedrich Grahl (1846–1907), Erster Bürgermeister der Stadt
  • Elkan Naumburg (1835–1924), Stipendiat der Stadt. Baute in den USA das Bankhaus E. Naumburg & Co. an der Wall Street auf. Mit einer seiner Stiftungen wurde das Konzertpavillons (Bandshell) im New Yorker Central Park errichtet, wo heute immer noch Sommerkonzerten stattfindenden. Gründete einen Kindergarten in Treuchtlingen und spendete regelmäßig hohe Summen.
  • Heinrich Aurnhammer (1856–1926), Fabrikant. Gründer einer Stiftung, die der Grundstein für die Errichtung eines Altersheims nach dem Zweiten Weltkrieg wurde.
  • Johann Lindner (1873–1952), Heimatforscher
  • Johann Ott (1879–1968), geb. in Windsbach, gest. 1968 Treuchtlingen; nach dem Ersten Weltkrieg bis März 1933 SPD-Stadtrat und Fraktionsvorsitzender; Gründer der Baugenossenschaft; Mitbegründer von Alpenverein und Naturfreunden; Nach 1945 Förderer der Bauvorhaben des Evangelischen Siedlungswerkes (z.B. Bau des Patrich-Gemeindehauses 1963); 1958 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes; 1960 erneute Wahl in den Stadtrat und den Kreistag; 1965 Ernennung zum Ehrenbürger; 1969 Umbenennung des Viersteinbergwegs in Johann-Ott-Weg;
  • Julius Kelber (1900–1987), Pfarrer, Initiator der Gründung des „Vereins für Innere Mission Pappenheim und Weißenburg mit dem Sitz in Treuchtlingen“, Träger des Bundesverdienstkreuzes[12]
  • Josef Lidl (1911–1999), Heimatforscher, Er war Initatior und Motor beim Aufbau des Heimatmuseums in Treuchtlingen, das als größtes Volkskundemuseum nach dem 2. Weltkrieg in Bayern entstanden ist. Im Rahmen der Eröfffnugnsfeier des Heimatmuseums (1973) überreichte Bürgermeister Hans Döbler ihm die Ehrenbürgerurkunde.
  • Hans Döbler (1915-1999), Sohn eines Treuchtlinger Eisenbahners. Nach dem Krieg fing der gelernte Sparkassenbeamte klein im Treuchtlinger Rathaus an; 1951 folgte er Geude als Stadtkämmerer nach. 1956 kandidierte er für die SPD zur Wahl des Bürgermeisters. Mit seinem Wahlprogramm, das die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, Förderung des Wohnungsbaus, des Straßenbauprogramm, die Beseitigung der Schulraumnot, Freibad, Spiel- und Sportplätze, den Bau eines Altenheimes, die Verschönerung der Stadt und der Ausbau des Fremdenverkehrs enthielt, wurde er am 18. März 1956 mit 78 Prozent der Stimmen gewählt. Eine seiner ersten Amtshandlungen war die Wiedereröffnung der im Krieg zerbombten "großen" Bahnunterführung bei der katholischen Kirche. In seiner 28-jährigen Dienstzeit (1956 bis 1984) als Bürgermeister hat er die Entwicklung Treuchtlingens zu einem modernen Gemeindewesen maßgeblich geprägt. Anlässlich seines 70. Geburtstages ernannte ihn der Stadtrat am 22. Februar 1985 zum Ehrenbürger der Stadt Treuchtlingen.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Gottfried Heinrich zu Pappenheim (1594–1632), während des Dreißigjährigen Krieges Befehlshaber eines Reiterregimentes in Diensten der Liga und des habsburgischen Kaisers.
  • Georg Burckhardt (1539–1607), geboren in Wettelsheim, Professor für Rhetorik und Logik an der Universität Tübingen
  • Albert Stöckl (1823–1895), geboren in Möhren, Professor und Reichstagsabgeordneter (Zentrum)
  • Ernst Vogtherr (1902-1966), 1946 Mitglied des Beratenden Landesausschusses (Vorparlament), 1947-1948 Mitglied des Bayerischen Landtags (1. Legislaturperiode)
  • Rainer Messerer MdL a.D. (* 1943), Oberstudienrat und Politiker (SPD)
  • Ludwig Fels (* 1946), Schriftsteller

Sonstiges[Bearbeiten]

Im Jahr 2001 stellte die Stadtverwaltung Treuchtlingen mit Heinz-Markus Gräsing als IT-Leiter als bundesweit erste Stadt ihre Infrastruktur auf freie Software um. Zu diesem Zeitpunkt fiel der Umstieg zum Teil noch sehr schwer, da die IT-Branche darauf nicht vorbereitet war. Drei Jahre später, am 24. November 2004, feierte man mit den beteiligten Firmen das dreijährige Bestehen der neuen Infrastruktur unter dem Titel 1000 Tage Tux. Zu diesem Zeitpunkt gestand der Bürgermeister als einer der größten Kritiker erstmals ein, dass er den Schritt wieder tun und ab sofort die Migration unterstützen würde. Aus den Migrationsbemühungen der Stadt Treuchtlingen und der daraus entstandenen Plattform Open-Government entwickelten sich viele Kooperationen, mit denen weitere Stadtverwaltungen bei diesem Schritt unterstützt werden konnten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Josef Lidl; "Heimatbuch Treuchtlingen"; Hrsg.: Heimat- u. Bäderverein Treuchtlingen e.V. Gesamtbearb.: Josef Lidl; Universitäts Bibliothek Eichstätt - Ingolstadt, Signatur: 15/NZ 56513 L714 H4
  • Daniel Burger/Birgit Friedel: Burgen und Schlösser in Mittelfranken; ars vivendi verlag: Cadolzburg 2003; S. 125–128; ISBN 3-89716-379-9.
  • Werner Somplatzki: Kirchen in Altmühlfranken; (Reihe Gelbe Taschenbuch-Führer); wek-Verlag: Treuchtlingen 1990; ISBN 978-3-924828-34-9; hier: S. 70–73 u. 76–85.
  • Walter E. Keller: Treuchtlingen; (Reihe Gelbe Taschenbuch-Führer); wek-Verlag: Treuchtlingen/Berlin 2006; ISBN 978-3-934145-31-3.
  • Walter E. Keller (Hrsg.): Das Dorf Schambach; wek-Verlag: Treuchtlingen 2002; ISBN 978-3-934145-15-3.
  • Gotthard Kießling: Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. (Denkmäler in Bayern, V 70/1); München 2000; ISBN 3-87490-581-0.
  • Jörg und Rolf Frank; Eisenbahnkreuz Treuchtlingen; BUFE Verlag München;
  • Arthur Rosenbauer; "Vergessene Geheimnisse, wiederentdeckt....."; wek-Verlag: Treuchtlingen/Berlin 2010; ISBN 978-3-934145-81-8

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Treuchtlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1522&attr=OBJ&modus=automat&tempus=20111025/225346&hodie=20111025/225350
  3. Website der Stadt Treuchtlingen
  4. König/Renn, Kleiner Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben, Augsburg 2007, S. 25 und 30.
  5.  Christian Marx, Dieter Lelgemann, Eberhard Knobloch, Andreas Kleineberg: Germania und die Insel Thule. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2010, ISBN 3-534-23757-9.
  6.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 593.
  7.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 731.
  8. Joachim Grzega: „Zur Geschichte des Ortsnamens Treuchtlingen in Mittelfranken“, Jahrbuch für fränkische Landesforschung 66 (2001): 1–8.
  9. Weißenburger Pogromprozess von 1946: www.wugwiki.de; Abgerufen am 18. März 2013
  10. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 195
  11. Treuchtlinger Kurier vom 10. Oktober 2011
  12. Notizen des Diakonischen Werkes über Pfarrer Kelber