Trevor Dunn

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‪Trevor Dunn, Moers Festival 2012

Trevor Roy Dunn (* 30. Januar 1968 in Eureka) ist ein US-amerikanischer Komponist und Bassist. Als einer der „vielseitigsten Innovatoren der Bay-Area-Szene“ in Kalifornien ist es für ihn „kein Widerspruch“, „gleichzeitig Heavy Metal und Free Jazz zu geniessen.“[1] Dunn wurde in den 1990er Jahren mit der experimentellen Jazzcoregruppe Mr. Bungle bekannt. Seither arbeitet er in diversen Projekten unterschiedlicher musikalischer Ausprägung.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Dunn begann im Alter von 13 Jahren das Bassspiel.[2] Als seine ersten Einflüsse benannte er die Beach Boys, Blondie, Cheap Trick, und Kiss aber auch Venom, The Swans und Slayer.[2][3] 1986 im Alter von 18 Jahren gründete er mit Mike Patton und Trey Spruance das Musikprojekt Mr. Bungle, welches in seiner Anfangszeit eine Mixtur aus Thrash Metal, Hard Rock und Funk produzierte. Derweil studierte Dunn Bass, Kontrabass und Musik. Das Studium schloss er 1990 im Alter von 22 Jahren erfolgreich ab. Zwei weitere Jahre später erschien mit dem selbstbetitelten Majordebüt der Band Mr. Bungle die erste überregionale und zugleich internationale Veröffentlichung bei Warner Bros. Records. Seither arbeitet Dunn für und mit diversen Musikern, Komponisten und Künstlern. Besonders hervorgehoben werden dabei seine Kooperationen mit dem Sänger und Labelgründer Mike Patton, dem Komponisten John Zorn, Curtis Hasselbring, der Gruppe Secret Chiefs 3.[3] Bob Ostertag holte ihn für seine Produktion Pantychrist.

Trevor Dunn live auf dem Saalfelden Jazz Festival 2009

In den Kammerjazz-Bands von Ben Goldberg und John Schott fiel er „als sensibler Improvisator“ auf. Des Weiteren arbeitete Dunn mit und für eine Vielzahl unterschiedlicher Musiker wie zum Beispiel Sean Lennon, The Melvins, Brian Welch oder David Krakauer. [4] Im Besonderen seine wiederholte Tätigkeit für John Zorn und Mike Patton trugen zu seiner Popularität als Studio- und Livemusiker bei. Für Zorn beteiligte er sich unter anderem an den Projekten Electric Masada und Moonchild Trio.

Auch schrieb er die Filmmusik für unterschiedliche Independentfilme.[3]

Bandprojekte[Bearbeiten]

Die 1986 gegründeten Mr. Bungle lösten sich 2000 auf. In der Zwischenzeit spielten sie vier Demobänder und drei Alben ein. Der Stil der Band variierte derweil mit jeder Veröffentlichung, jedoch spielten Elemente aus Jazz und Metal ebenso wie vulgäres und obszönes Verhalten sowie schwarzer Humor stets eine tragende Rolle in Musik, Text und Bühnenpräsenz der Band. [5] Neben diesem Projekt, das sich weitestgehend dem Punk und Metal entlehnte, spielte Dunn sowohl klassische Jazzsets als auch kommerzielle Loungeauftritte in und um San Francisco.[3] [2]
Mitte der 90er gründete Dunn mit den Mr. Bunglemitgliedern Danny Heifetz und Trey Spruance unter dessen kreativer Leitung die Secret Chiefs 3. Auch diese Band spielt ähnlich wie Mr. Bungle keinen klar zu benennenden Stil und mischt Surfrock mit orientalischer Musik, Death Metal und weiteren Einflüssen.[6]
1998 gründete Dunn sein eigenes eigenständiges Bandprojekt mit variierenden Mitmusikern unter dem Titel Trevor Dunn's Trio-Convulsant. Die Band, zu der Gitarrist Adam Levy und Schlagzeuger Kenny Wollessen gehörten, spielt eine Jazzvariante mit Einflüssen aus Doom Metal und Rock.[7]
Ein Jahr später initiierte Mike Patton die Supergroup Fantômas und lud Dunn hierzu ein. Die Band mit Buzz Osborne von The Melvins und Dave Lombardo von Slayer veröffentlichte seither vier Alben die sich weitestgehend dem Stil Jazz Metal zuordnen lassen, aber unter anderem auch Elemente aus Industrial und Ambient nutzen. [8]
Im Jahr 2008 gründete Dunn mit MadLove eine weitere Band. Entgegen seiner bisherigen Arbeiten spielen MadLove jedoch weder komplexen Jazz noch Metal sondern eine eingängige Mischung aus Blues, Rock- und Popmusik.[9]

Wichtige Beteiligungen[Bearbeiten]

  • The Rob Price Quartet
  • Tomahawk - OddfellowS
  • Trevor Dunn - Four Films
  • Trevor Dunn & Shelley Burgon
  • Trevor Dunn's Trio-Convulsant
  • Yuka Honda - Eucademix

Ausrüstung[10][Bearbeiten]

Bass

  • 1975er Fender P-Bass
  • 1950er Tschechischer Kontrabass
  • 1991er 5-seitiger Alembic Bass
  • 5-seitiger Bundloser Ken Lawrence Bass
  • Guild Ashbory Bass
  • 1966er Guild Guitar Company

Effekte

  • Line6 Delay Modeler
  • Line 6 Distortion Modeler
  • BOSS RV-3 Reverb/Delay
  • BOSS FV-50 Volume
  • Mid-Fi Glitch Computer
  • Digitech Echo Plus 8 Sec. Delay

Amplifter

Lexigraphische Einträge[Bearbeiten]

Trevor Dunn Mitte der 90er

Links[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. W. Kampmann Reclams Jazzlexikon, S. 154
  2. a b c Ipecac
  3. a b c d Dunn Biographie
  4. Discographie
  5. bunglefever.com
  6. secret chief
  7. trevor dunn discographie
  8. Fantômas auf Ipecac
  9. MadLove auf Ipecac
  10. trevordunn.net