Triangle – Die Angst kommt in Wellen

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Filmdaten
Deutscher Titel Triangle – Die Angst kommt in Wellen
Originaltitel Triangle
Produktionsland Australien
Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2009
Länge 95 Minuten
Altersfreigabe FSK 16[1]
Stab
Regie Christopher Smith
Drehbuch Christopher Smith
Produktion Jason Newmark
Julie Baines
Chris Brown
Musik Christian Henson
Kamera Robert Humphreys
Schnitt Stuart Gazzard
Besetzung

Triangle – Die Angst kommt in Wellen ist ein australisch-britischer Horrorfilm. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Mutter Jess, die nach einem Schiffbruch mit Freunden auf ein scheinbar verlassenes Geisterschiff gerät. Die Premiere fand am 27. August 2009 beim London FrightFest Film Festival statt. In Deutschland, den USA und einigen anderen Ländern wurde der Film als Direct-to-DVD-Produktion veröffentlicht.

Handlung[Bearbeiten]

Die alleinerziehende junge Mutter Jess, die durch ihren autistischen Sohn Tommy gestresst ist, nimmt zur Entspannung an einem Segeltörn mit ihrem Freund Greg teil. Sie wirkt verstört und erzählt davon, einen Albtraum gehabt zu haben, an dessen Inhalte sie sich jedoch nicht mehr erinnert. Als Victor sie fragt, wo Tommy ist, antwortet sie, dass er in der Schule sei. Die weiteren Passagiere auf der Yacht Triangle sind das Paar Downey und Sally, deren Freundin Heather und Gregs Kumpel Victor. Nachdem die Gruppe von einer plötzlichen Windstille überrascht wurde, gerät sie in ein verheerendes Unwetter, bei dem das Boot kentert und Heather über Bord geht. Die restlichen Schiffbrüchigen finden Zuflucht auf einem geheimnisvollen Kreuzfahrtschiff.

Während sie durch die Korridore laufen, um andere Menschen zu finden, erlebt Jess, die sich bisher müde und geistig abwesend präsentierte, ein Déjà-vu. Sie beteuert, das Schiff zu kennen, und Victor findet einen Schlüsselbund, den Jess als ihr Eigentum identifiziert. Anhand eines alten Fotos stellen die unfreiwilligen Gäste fest, dass die Aeolus schon seit 1932 auf den Meeren unterwegs ist. In einem Ballsaal glaubt Jess, einen Fremden gesehen zu haben. Während Victor die Verfolgung aufnimmt, entdecken Jess und Greg in Zimmer 237 einen Spiegel mit der blutigen Aufschrift „Go to theater“. Im Ballsaal begegnet Jess dem nun aggressiven Victor, der durch eine tiefe Wunde am Hinterkopf stirbt, und muss im Theater mit ansehen, wie Greg, Downey und Sally von einem maskierten Täter erschossen werden. Als einzige Überlebende kämpft sie gegen den Unbekannten, bis sie diesen vom Schiff werfen kann. Bevor ihr Gegner jedoch ins Meer stürzt, gibt er noch den rätselhaften Hinweis, dass Jess ihre Mitreisenden, die zurückkommen werden, töten müsse, um selbst das Geisterschiff verlassen zu können.

Wenige Augenblicke später wird die Musik eines alten Plattenspielers von Hilfeschreien übertönt und Jess sieht die zuvor gestorbenen Schiffbrüchigen auf dem Meer, inklusive einer Kopie ihrer eigenen Person. Die überlebende Jess beobachtet nun, wie sich die Handlungen der ersten Gruppe wiederholen, und versteht allmählich, dass sie sich in einer Zeitschleife befindet. Beim Versuch, dem neuen Victor die Situation zu erklären, stößt sie seinen Kopf versehentlich gegen einen Nagel an der Wand und merkt so, dass sie selbst an seinem Tod schuld war. Anschließend findet sie mehrere Zettel, auf denen in ihrer Handschrift die Warnung des Mörders wiederholt wird: „If they board, kill them all.“ (Wenn sie an Bord kommen, töte sie alle.) Als sie mit einem Gewehr in der Hand im Ballsaal Victor und ihrem Alter Ego begegnet und die Szene nicht so verläuft wie zuvor, erkennt sie die Chance, das Schicksal zu ändern, und versucht die neuen Downey und Sally zu überzeugen. Das Paar begegnet jedoch einer bösen Version von Jess, die Downey ersticht und Sally schwer verletzt. Die friedliche Jess hört den Funkspruch, den Greg vor dem Kentern der Yacht abgesetzt hatte, nachdem er den Funkspruch Sallys empfangen hatte, und folgt der verletzten Sally in eine Ecke des Schiffes, in der zahlreiche tote Kopien der Frau liegen. Auf dem unteren Deck sieht sie den Kampf der anderen Jess mit der Mörder-Jess. Wenige Augenblicke später stirbt die verwundete Sally und Jess sieht erneut die ankommenden Schiffbrüchigen.

Nachdem Jess die Szene zwischen ihrem Alter Ego und Victor auf dem Außendeck beobachtet hat, wirft sie die Leichen von Downey aus Zimmer 237 und von Greg aus dem Theater über Bord. Mit Gewehr und Maske geht sie auf die Empore des Theaters, wo Greg sie am Schuh erkennt. Sie erklärt ihm, dass sie alle töten müsse und anschließend die wieder kenternde Gruppe nicht auf das Geisterschiff lassen wolle. Deshalb erschießt sie ihn und die anderen aus der Gruppe. Nach dem folgenden Kampf gegen ihre Kopie stürzt Jess über Bord und wird vom Meer an den Strand getrieben. Von dort geht sie zurück zu ihrer Wohnung.

Durch das Fenster erlebt sie sich selbst, als aggressive, überforderte Mutter. Sie erschlägt ihr negatives Ebenbild mit einem Hammer und erklärt Tommy, der diesen Vorfall mitangesehen hatte, dass er nur schlecht geträumt habe. Mit Tommy auf der Rückbank und der Leiche im Kofferraum fährt sie davon. Dabei kracht eine Möwe gegen die Windschutzscheibe, die Jess wegwirft, und dabei andere weggeworfene tote Möwen entdeckt. Sie fährt weiter, versucht ihren durch die Situation verwirrten Sohn zu beruhigen, achtet währenddessen nicht auf die Fahrbahn und es kommt zu einem schweren Zusammenprall mit einem Lastwagen, bei dem Tommy stirbt. Jess lässt sich von einem Taxifahrer zum Hafen bringen. Dort sagt sie zu Victor, dass ihr Kind in der Schule sei. Sie geht an Bord, und ein weiterer Zyklus scheint zu beginnen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Handlung spielt an der Küste von Miami, aber die Dreharbeiten fanden im australischen Queensland statt. Drehorte waren die Städte Brisbane und Gold Coast.[2] Die Aufnahmen auf dem Geisterschiff entstanden an einem künstlichen Pier in der Nähe von Southport.[3]

Der Filmtitel Triangle (engl.: Dreieck) verwies ursprünglich auf das Bermudadreieck, in dem das Geschehen geplant war. Nach einer Änderung des Drehbuchs erhielt das kenternde Segelboot diesen Namen.[4] Als wichtige Inspiration diente dem Regisseur der Film Shining. Die Parallelen zu Stanley Kubricks Werk sind an der Gestaltung der Korridore, an der Zimmernummer 237 und dem leeren Ballsaal zu erkennen.[4]

Kritik[Bearbeiten]

Die Rezensenten bewerten Triangle mehrheitlich positiv, weil er sich durch die komplexe Struktur von üblichen Horror- und Splatterfilmen unterscheidet.

Renatus Töpke betont die überraschenden Wendungen: „Die Twists sind grandios, lassen keine Langweile zu. Vielmehr gibt es mehr als einen Moment, in dem sich der Zuschauer vornimmt, den Film ein zweites Mal zu schauen.“ Zum Erfolg tragen seiner Meinung nach neben „der originellen Story […] eine schöne Kameraarbeit, eine dichte Inszenierung und erstklassige Schauspielerleistungen“ bei.[5]

Der Rezensent bei „Wie ist der Film?“ hatte am Anfang der Geschichte selbst ein Déjà-vu: „Alles beginnt wie schon zigmal gesehen – und wird schließlich zum Mindfuck des Jahres.“ Er sieht eine „nicht ganz neue aber mit viel Köpfchen umgesetzte Idee, inspirierte Kameraarbeit, beklemmende Musik, solide Spezialeffekte und kaum bekannte aber fähige Darsteller“.[6]

René Loch lobt bei filmszene.de neben der angenehmen Ungewissheit vor allem die Hauptdarstellerin Melissa George, in der er „zweifelsfrei das emotionale Zentrum des Films“ sieht. „Dass ihre Filmfigur Jess diejenige ist, die dem Zuschauer Halt in einer verworrenen Handlung geben muss, lässt ihre authentische Leistung noch ein gutes Stück stärker erscheinen.“[7]

Michael Drewniok von filmbesprechungen.de bewertet eine Rezension dieses Films, der „selbst eine Endlos-Schleife“ ist, als „eine echte Herausforderung“. Die vermeintlich lückenhafte Handlung, die „zunächst die Fehler eines schlampigen Drehbuchautors bloßzustellen scheint, erweist sich als Erinnerung einer verwirrten Seele.“ Melissa George beeindrucke durch ihre Wandlungsfähigkeit: „Obwohl sie in ihren unterschiedlichen Identitäten manchmal mehrfach gleichzeitig zu sehen ist, legt sie jede Jess ein wenig anders an, sodass wir klar differenzieren können.“[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. FSK-Karte zum Film (PDF; 79 kB)
  2. IMDB-Eintrag Drehorte
  3. a b Michael Drewniok: Triangle – Die Angst kommt in Wellen. filmbesprechungen.de, 30. April 2010, abgerufen am 7. November 2010.
  4. a b IMDB-Eintrag FAQ zum Film (englisch)
  5. Renatus Töpke: Triangle. kino-zeit.de, abgerufen am 7. November 2010.
  6. Triangle – Die Angst kommt in Wellen. wieistderfilm.de, abgerufen am 7. November 2010.
  7. René Loch: DVD-Tipp: Triangle - Die Angst kommt in Wellen. filmszene.de, abgerufen am 7. November 2010.