Tricastin (Landschaft)

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Blick auf das Rhônetal und das Tricastin

Der Tricastin ist eine französische Landschaft an der Ostseite des Rhonetals im Südwesten des Départements Drôme und Nordwesten des Département Vaucluse.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Tricastin ist die Heimat des gallischen Stammes des Tricastini in der Provinz Gallia Narbonensis, deren Hauptstadt Augusta Tricastini von Plinius dem Älteren in seinem dritten Buch erwähnt wird. Aus Augusta Tricastini wurde später Saint-Paul-Trois-Châteaux, dessen mittelalterlicher Name Saint-Paul-en-Tricastin lautete, und das aufgrund einer Fehlinterpretation seinen aktuellen Namen erhielt. Nachdem das Weinbaugebiet Côteaux du Tricastin in Grignan-les-Adhémar umbenannt wurde, ist der Begriff Tricastin heute vor allem durch die Nuklearanlage Tricastin und das dazugehörende Kernkraftwerk Tricastin bekannt, die durch den Canal de Donzère-Mondragon von Saint-Paul-Trois-Châteaux getrennt sind.

Geographie[Bearbeiten]

Der Tricastin wird auch „Land des weißen Steins“ (pays de la pierre blanche) genannt, da er aus geologischer Sicht eine der seltenen Regionen im Rhonetal ist, deren Stein relativ hell ist. In zahlreichen Steinbrüchen vor allem in Saint-Paul-Trois-Châteaux und Saint-Restitut wurde der Stein noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts abgebaut.

Klima[Bearbeiten]

Der Tricastin hat ein mediterranes Klima mit trockenen Sommern und starkem Mistral im Winter. Trotzdem sind die Winter milder als im Norden des Départements Drôme oder im Département Ardèche, aber etwa drei Grad kühler als in der Provence.

Orte[Bearbeiten]

Die wichtigsten Orte des Tricastin sind:

von denen nur Grignan nicht in der Nähe des Flusses Rhône liegt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tricastin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien