Tricking

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Kurze Tricking-Demonstration

Tricking (auch Martial Arts Tricking) ist eine Sportart, die in den 1990er-Jahren in den Vereinigten Staaten von Amerika entstanden ist. Tricking ist aus verschieden Kampfsportarten wie Capoeira, Karate, Taekwondo und Kung-Fu, aber auch aus Breakdance und Gymnastik entstanden.

Entstehung[Bearbeiten]

Erst vor einigen Jahren nahm Tricking seine heutige Form an, obwohl viele seiner Bewegungen bereits seit langem existieren.

Tricking entwickelte sich in den 1990er-Jahren in den Vereinigten Staaten von Amerika, als einzelne Kampfsportler für Wettkämpfe immer spektakulärere und extremere Bewegungen aus dem Turnen und Breakdance in ihre Katas einbauten, um deren Schwierigkeitsgrad zu erhöhen und somit die Jury zu beeindrucken. Während dieser Zeit begannen einige Andere in den Vereinigten Staaten, Kampfsport als eine Form der Unterhaltung zu nutzen. Wobei sie auch akrobatische Bewegungen wie Schrauben und Saltos in ihren Kampfsportauftritten einbauten. Zu den Kampfsportlern gehörten sowohl die Mitglieder des Ernie-Reye-West-Coast-Demo-Teams als auch einige andere, wie Mike Chat und Anthony Aktins. Diese extremen und spektakulären Bewegungen, die eigentlich gedacht waren um den Schwierigkeitsgrad der Katas zu erhöhen, spalteten sich mit der Zeit von den traditionellen Kampfsportarten ab. Unter Hervorhebung der extremen Bewegungen vor die ursprünglichen Katas entstand so Tricking. Wie Tricking aber zu seinem Namen kam, ist ungeklärt. Das Ziel dabei ist nicht, wie bei Kampfsportarten üblich, die Selbstverteidigung oder der Kampf, sondern die visuell beeindruckende Darstellung von Bewegungen mit dem eigenen Körper.

Kampfsportler wie Steve Terada, Chris Devera und Anis Cheurfa entwickelten Tricking in den kommenden Jahren weiter, indem sie noch kreativere Bewegungen einbauten. Wo zum Beispiel früher ein Tritt in der Luft nach einer 360-Grad-Körperdrehung ausgeführt wurde, wurden Tritte später nach 720 oder sogar nach einer 1440 Grad Drehung in der Luft durchgeführt. Die Bewegungen wurden immer einfallsreicher und komplexer.

Mit der Internet-Revolution zu Beginn des 21. Jahrhunderts erreichte Tricking ein breiteres Publikum. Gegen Ende des Jahres 2003 entwickelte sich eine Online-Community zu Tricking, wodurch Tricker aus der ganzen Welt zusammenkamen. Mit dem Aufstieg von YouTube waren Tricker in der Lage, ihre Videos mit anderen auf der Welt zu teilen. Damit erfuhr Tricking einen massiven Anstieg an Interesse und Popularität. Das Resultat war eine neue Generation von Kampfkünstlern.

Wettkämpfe[Bearbeiten]

Seit einigen Jahren gibt es beim Tricking sogenannte „Gatherings“. Diese gibt es mittlerweile auf der ganzen Welt. Dort treffen sich Tricker weltweit, um den anderen zu zeigen, was man selber kann und gelernt hat, aber auch, um andere Sportler zu unterstützen. Bekannte Events sind zum Beispiel das Loopkicks-Gathering in den USA, aber auch das Big-Trick-Gathering in Köln/Deutschland. Diese gehen meist über ein Wochenende oder länger. Es gibt sowohl Wettbewerbe, wie zum Beispiel das Singlebattle und das Teambattle, aber auch Kategorien wie biggest trick oder biggest combo (mehrere Tricks aneinander gereiht). Außerdem gibt es mittlerweile populäre Events die von Red Bull gesponsert werden. Dazu gehören das „RedBull Throwdown“ in Georgia/ Atlanta, aber auch das „RedBull KickIt“ in Korea. Man kann zwar oft Preise gewinnen, aber trotzdem steht für fast alle Tricker der Spaß am Sport im Vordergrund.

Training[Bearbeiten]

Da Tricking sehr jung ist, gibt es kaum ausgebildete Trainer. Die meisten, die Tricking betreiben, haben einen Kampfsport- oder Gymnastik-Hintergrund. Das Training findet daher meistens auf Basis dieses Hintergrundes, aber ohne Trainer statt. Die Mehrheit der Tricker lernt von fortgeschrittenen Freunden oder schauen sie sich ihre Tricks von Internetvideos ab. Sie laden diese herunter, analysieren sie und trainieren das so Erlernte zusammen mit Freunden. Ansonsten wird trainiert und sich gegenseitig ausgetauscht, um mögliche Fehler auszumerzen und den Moves seinen eigenen Style zu verleihen. Wer aber etwas Geld und Zeit hat, kann dabei auch die sogenannten „Gatherings“ besuchen. Das sind Treffen, die in verschiedenen Ländern stattfinden und die von Trickern organisiert werden. Bei diesen Treffen kommen meistens viele Profis aus allen Teilen der Welt zusammen.

Philosophie[Bearbeiten]

Im Tricking gibt es keine offiziellen Regeln oder Vorschriften. Jeder Tricker kann eine spektakuläre Bewegung ausführen und sie einen Trick nennen. Einen Kanon an vordefinierten Bewegungsabläufen, wie beispielsweise in den Budō-Sportarten gibt es daher nicht. Das Ziel dabei ist, immer schwierigere Tricks zu erlernen und sie in einer Kombination mit anderen Tricks auszuführen, um einen möglichst beeindruckenden Bewegungsablauf vorführen zu können.

Literatur[Bearbeiten]

Hartnack, Florian (2014). Trendsport Tricking. Turnen, Kampfsport und Breakdance in der Schule. In M. Pott- Klindworth & T. Pilz (Hrsg.), Turnen eine Bewegungskultur im Wandel (Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 231, S. 41–48). Hamburg: Czwalina.