Triebisch
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Die Triebisch ist ein 37 km langer, linker Nebenfluss der Elbe in Sachsen.
Der Fluss entspringt im Weißeritzkreis. Die Quelle der Triebisch befindet sich im Tharandter Wald südlich von Mohorn. Sie nimmt bei Rothschönberg durch den Rothschönberger Stolln die Bergbauwässer des Freiberger Bergbaureviers auf und mündet nach Durchfließen des Triebischtals, nach dem auch die gleichnamige Gemeinde benannt ist, in Meißen in die Elbe.
Die Triebisch ist nicht schiffbar, größter Zufluss ist die oberhalb von Garsebach einmündende Kleine Triebisch. Am linken Ufer des Flusses erstreckt sich zwischen Garsebach und dem Buschbad der dreieinhalb Kilometer lange Obsidianfelszug von der Garsebacher Schweiz, den Götterfelsen bis zur Hohen Eifer.
Die Länge der Triebisch wird entweder mit 33,4 km angegeben, oder mit 37 km. Die 37 km entsprechen der eigentlichen Referenzlänge des Flusses, nämlich vom entferntesten Quellgebiet bis zur Mündung in die Elbe. Dies betrifft das Kroatenwasser und liegt NWW-lich von Klingenberg. Die 33,4 km entsprechen dem Zusammenfluss der „Alten Triebisch“ und der „Neuen Triebisch“. Ein genauer Quellstandort ist historisch nicht benannt, jedoch in dem Buch „Die große Wassernot in Sachsen 1897“ steht geschrieben: Die Quelle der Triebisch befindet sich bei Klingenberg.
Mit dem Bau der Schlossanlage und der Anlage der das Schloss umgebender Teiche wurden die örtlichen Verhältnisse stark geändert. Man benötigte einen kontinuierlichen Wasserzufluss, aber auch Schutz vor Hochwasser, möglicherweise auch Wasser für einen Mühlenantrieb. Dafür schuf man an dem natürlichen Teich „Faule Pfütze“, etwa 1 km südlich vom Schloss gelegen, zwei kontrollierbare Abflüsse. Einer führt zu den Schlossteichen, der andere in und durch den Ort Grillenburg, allgemein als Triebisch benannt. Hierbei handelt es sich aber um die „Neue Triebisch“, welche sich hinter dem Ort Grillenburg, etwa zwischen dem Kroatenstein und Zigeunerplatz, mit „Alten Triebisch“ – auch Kroatenwasser genannt – vereinigt.
Das Kroatenwasser führte man als „Alte Triebisch“ um den Ort Grillenburg östlich über die „Hofewiesen“ herum, mit dem Ziel, über einen Kanal Wasser im Bedarfsfall zu den Schlossteichen geleiten zu können, andererseits wieder die Schlossanlage und den Ort vor Hochwasser zu schützen. Ein weiterer Kanal, östlich in den Wald führend und heute noch sichtbar, lenkte Wasser zu den Seerenteichen zur Unterstützung des Floßbetriebes an der „Wilden Weißeritz“. (Flößbetrieb hier 1828–1872)
Der Waldumbau im Tharandter Wald und der Bedarf an Trinkwasser für Grillenburg und Kurort Hartha veränderte die Verhältnisse des Oberflächen- und Grundwassers des Gebietes ständig. So wird auch die stärkste Quelle des Tharandter Waldes, welche über den Warnsbach in die Triebisch fließt, seit langem angezapft. Seit Mai 2003 versorgt sie die Erweiterung des Tharandter Forstgartens, den Nordamerikawald, mit Wasser für die geschaffenen „Nordamerika-Seen“. (Neuanlage etwa 15 ha, seit 2002 im Aufbau)
[Bearbeiten] Literatur
- Die große Wassernot in Sachsen 1897. Sächsischer Volksschriftenverlag, Leipzig 1898.
Siehe auch: Liste der Gewässer in Sachsen

