Trier-Tarforst

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49.7413888888896.6997222222222293Koordinaten: 49° 44′ 29″ N, 6° 41′ 59″ O

Tarforst
Stadtteil von Trier
Höhe: 293 m
Fläche: 4,18 km²
Einwohner: 6605 (31. Dez. 2009)
Eingemeindung: 7. Juni 1969
Vorwahl: 0651
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Lage in der Stadt Trier

Tarforst ist ein Stadtteil von Trier mit ca. 6.605 Einwohnern[1], bestehend aus dem Ort Tarforst (Alt-Tarforst), der bis heute seinen dörflichen Charakter bewahrt hat, und dem Neubaugebiet Trimmelter Hof auf der sogenannten Tarforster Höhe unterhalb des älteren Dorfes.

Geschichte[Bearbeiten]

Maximiner Hof und katholische Pfarrkirche

Tarforst und seine Umgebung sind alter geschichtlicher Boden. Die archäologischen Funde, die bei Ausgrabungen zutage kamen, werden früheren römischen Besiedlungen zugeordnet. Auch der Name „Tarforst“ deutet auf die Römerzeit hin: Centarburs (lat.: „100 Bäume“). Im Mittelpunkt der Ortschaft stand das Zehnthaus der Abtei St. Maximin, und um diesen Gutshof herum vergrößerte sich der Ort im Laufe der Zeit. Das ältestes Gebäude in Tarforst ist der Maximiner Hof aus dem Jahr 1586.

1933 hatte Tarforst 458 Einwohner. Am 7. Juni 1969 wurde der alte Ortsteil im Rahmen einer kommunalen Gebietsreform in die Stadt Trier eingemeindet.[2] Einen rasanten Anstieg der Einwohnerzahlen verzeichnete Tarforst seit den 1970er Jahren, als die Gemeinde neuer Standort der Universität Trier wurde. Das Campusgelände und angrenzende Studentenwohnheime wurden seitdem mehrfach erweitert. In den 1980er und Ende der 1990er Jahre entstanden zudem die Neubausiedlungen am Trimmelter Berg und Trimmelter Hof sowie der Tarforster Höhe.

Lage[Bearbeiten]

Tarforst liegt auf dem Plateau des Petrisbergs oberhalb der Trierer Innenstadt und gehört zusammen mit Filsch, Kernscheid und Irsch zu den Höhenstadtteilen. Angrenzend an Neu-Kürenz und Olewig befindet sich die Universität Trier. Zu Tarforst gehört das Neubaugebiet Trimmelter Hof (von lat. tremuletum "Espenwald"), das durch die Kohlenstraße von Tarforst getrennt wird. Dort befindet sich ebenfalls das Einkaufszentrum Tarforster Höhe. Im äußersten Osten der Gemarkung befindet sich der Naumeter Kopf in der Nähe des Schellberges.

Namensgleich zu dem Neubaugebiet ist auch die Reitanlage Trimmelter Hof im Trierer Stadtteil Olewig benannt.

Vereine[Bearbeiten]

Die größten Ortsvereine sind der FSV (Fußball- und Sportverein) Tarforst 1946, dessen erste Herrenmannschaft 2010 den Aufstieg in die Rheinlandliga schaffte, der Trimmelter Sportverein[3] und der Musikverein Tarforst.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wohnberechtige Bevölkerung in der Stadt Trier 2009. Stadt Trier / Amt für Stadtentwicklung und Statistik, 15. Juli 2010, S. 1, abgerufen am 7. März 2011 (PDF).
  2. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 198 (PDF; 2,6 MB)
  3. Trimmelter SV Trier