Trierischer Volksfreund

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Trierischer Volksfreund
Traditioneller Schriftzug
Beschreibung Abonnement-Tageszeitung
Verlag Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH
Erstausgabe 25. September 1875
Erscheinungsweise täglich
Verkaufte Auflage
(IVW 1/2014, Mo–Sa)
85.963 Exemplare
Reichweite (MA  2009) 0,266 Mio. Leser
Chefredakteurin Isabell Funk
Weblink volksfreund.de

Der Trierische Volksfreund ist eine Tageszeitung aus Trier. Im Volksmund wird die Zeitung häufig als „TV“ oder „Volksfreund“ bezeichnet.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Zeitung wurde 1875 von Nikolaus Koch und Nikolaus Philippi gegründet. Ursprünglich als Trierisches Anzeigenblatt verlegt, erschien die Zeitung zunächst dreimal wöchentlich, später dann täglich. Am 25. September 1878 erschien die Zeitung erstmals unter dem Titel Trierischer Volksfreund, ab 1903 sogar zweimal täglich. Sie stand politisch der Zentrumspartei nahe.

Am 30. April 1938 wurde das Blatt von den Nationalsozialisten verboten. Ab 1946 wurde die Zeitung wieder neu aufgelegt, zunächst unter dem Titel Trierische Volkszeitung, seit 1949 aber wieder unter dem noch heute bestehenden Titel.

Seitdem die Trierische Landeszeitung ihren Betrieb 1974 eingestellt hatte, ist der „TV“ die einzige Tageszeitung im Bereich des ehemaligen Regierungsbezirkes Trier. Im Jahr 2003 erhielt die Zeitung den begehrten Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung. Chefredakteurin ist seit dem 1. Oktober 2009 Isabell Funk.

Verlag[Bearbeiten]

Verlegt wird die Zeitung seit 1. Januar 2013 von der Rheinische Post Mediengruppe, die über die Saarbrücker Zeitung die Mehrheit an der Zeitung übernommen hat.[1] Zuvor gehörte das Blatt zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, die seit 1974 eine 15-Prozent-Beteiligung am Trierischen Volksfreund gehalten hatte. Nach dem Tod der Verlegerin Luise Koch 1993 kamen die Gesellschaftsanteile des Unternehmens schließlich ganz zur Saarbrücker Zeitung und somit in die Hand des Holtzbrinck-Verlages, der einen Mehrheitsanteil von 52,33 Prozent am Verlag der Saarbrücker Zeitung hielt. Dieser Anteil wurde im Laufe des Jahres 2012 an den Mitgesellschafter GSB übertragen und anschließend an die Rheinische Post Mediengruppe verkauft. Redaktionell und operativ wird der Volksfreund dennoch selbstständig weitergeführt. Die Zeitung besitzt weiterhin eine Vollredaktion.

Seit 1996 hält der „TV“ außerdem Anteile am lokalen Anzeigenblatt Wochenspiegel. Das Bundeskartellamt hat von diesem Erwerb im Rahmen eines anderen Verfahrens im Sommer 2004 Kenntnis erlangt und ein Fusionskontrollverfahren eingeleitet. Der Zusammenschluss habe zur Verstärkung der marktbeherrschenden Stellung der Volksfreund-Druckerei auf dem regionalen Anzeigenmarkt – dem Gesamtverbreitungsgebiet des Trierischen Volksfreunds – geführt und damit auch zur Absicherung der marktbeherrschenden Stellung der Volksfreund-Druckerei auf dem relevanten Lesermarkt. Das Bundeskartellamt hat den Zusammenschluss zwischen der zum Holtzbrinck-Konzern gehörenden Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH und der Wochenspiegel GmbH & Co. KG daher im Mai 2005 untersagt.

Auflagenentwicklung[Bearbeiten]

Der Trierische Volksfreund hat ebenso wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage verloren. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 14,1 Prozent gesunken.[2] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei rund 95 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[3]


Ausgaben[Bearbeiten]

Seit Februar 2006 erscheinen zwölf verschiedene Lokalausgaben mit einer verkauften Gesamtauflage von 85.963 Stück:[4]

Chefredakteure[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gunther Franz: 250 Jahre Trierer Zeitungen. Ausstellungskatalog. Stadtbibliothek, Trier 1995 (Ausstellungskataloge Trierer Bibliotheken 26, ISSN 0942-7031).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Informationen auf der Website der Rheinische Post Mediengruppe
  2. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  3. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  4. laut IVW, erstes Quartal 2014, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)