Triethylboran

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Strukturformel
Strukturformel von Triethylboran
Allgemeines
Name Triethylboran
Andere Namen
  • Bortriethyl
  • TEB
Summenformel C6H15B
CAS-Nummer 97-94-9
PubChem 7357
Kurzbeschreibung

selbstentzündliche, farblose Flüssigkeit[1]

Eigenschaften
Molare Masse 98,00 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,696 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−93 °C[1]

Siedepunkt

95 °C[1]

Dampfdruck

15 mbar (0 °C)[1]

Löslichkeit

Hydrolyse in Wasser[1]

Brechungsindex

1,397 bei 20 °C[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [3]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 250​‐​314
P: 222​‐​231​‐​280​‐​301+310​‐​305+351+338​‐​422Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [3]
Leichtentzündlich Ätzend
Leicht-
entzündlich
Ätzend
(F) (C)
R- und S-Sätze R: 17​‐​34
S: (1/2)​‐​7​‐​23​‐​26​‐​36/37/39​‐​43Vorlage:S-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze​‐​45
Toxikologische Daten

235 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Triethylboran ist eine chemische Verbindung aus der Stoffklasse der bororganischen Verbindungen.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Triethylboran kann durch Reaktion von Boran mit Ethen gewonnen werden. Als Quelle für das Boran dient Diboran oder ein Tetrahydrofuran-Boran-Additionsprodukt.[5]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Triethylboran ist eine selbstentzündliche, leicht flüchtige, farblose Flüssigkeit, bei welcher die Hydrolyse mit Wasser erfolgt. Sie zersetzt sich bei Erhitzung.[1] Das technische Produkt wird auch als Lösung mit Tetrahydrofuran, Hexan oder Diethylether ausgeliefert.[6][2]

Verwendung[Bearbeiten]

Triethylboran wird in der Lackindustrie und bei organischen Synthesen verwendet.[1] Es wird zusammen mit Lithium-tert-butoxyaluminiumhydrid für die reduktive Spaltung von Ethern oder Epoxiden eingesetzt. Es desoxydiert zudem primäre und sekundäre Alkohole.[7] Es wird auch zur Zündung des JP-7 Treibstoffes im Triebwerk sowie des Nachbrenners bei der Lockheed SR-71[8] sowie zur Zündung des Merlin 1B Triebwerkes bei der Falcon 9 Rakete verwendet.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i Eintrag zu CAS-Nr. 97-94-9 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 9. August 2011 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c Datenblatt Triethylborane, ≥ 95 % bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 9. August 2011 (PDF).
  3. a b Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 97-94-9 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich).
  4. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5.  Joachim Buddrus: Grundlagen Der Organischen Chemie. von Gruyter, 2011, ISBN 978-3110248944, S. 172.
  6. BASF: Alkylborane
  7.  Erwin Riedel, Ralf Alsfasser, Christoph Janiak und Thomas M. Klapötke: Moderne Anorganische Chemie. von Gruyter, 2007, ISBN 978-3110190601 (Seite 593 in der Google-Buchsuche).
  8. Lockheed SR-71 Blackbird. March Field Air Museum. Abgerufen am 5. Mai 2009.
  9. Falcon 9