Trikot (Mode)

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Félicien Rops Das Trikot
Kontorsionistin in Trikot

Das Trikot (frz. tricot, zu: tricoter „stricken“) ist ein eng anliegendes Kleidungsstück aus hoch elastischer Maschenware, typischerweise in Trikotbindung. Ein Trikot bedeckt häufig den ganzen Körper (abgesehen von Kopf, Händen und Füßen). Heute meist rundgewirkt.

Fleischfarbene Trikots werden getragen, wenn der Träger nackt erscheinen soll. Daher wurden Trikots (vor allem früher) von Akrobaten, Voltigeuren, Artisten, Turnern, Tänzern und Schauspielern getragen. Als Erfinderin des fleischfarbenen Trikots im Ballett gilt die Wiener Tänzerin Maria Viganò, die es 1793 erstmals verwendete. Es wurde dadurch möglich, die Röcke zu kürzen und beim Tanz die Beine sehen zu lassen, was ungeheures Furore hervorrief. Für die dadurch bewirkte Umwälzung der Ballettkunst wurde sie hoch gefeiert.

Außerdem dienten Trikots als Unterkleidung für die transparenten Musselinkleider in der Mode à la Grecque um 1800.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ingrid Loschak: Reclams Mode- und Kostümlexikon. 5. Aufl., Reclam, Stuttgart 2005, ISBN 3-15-010577-3, S. 221
  • Trikot in: Bilderlexikon der Erotik, Bd. 1, Wien & Leipzig 1928, S. 852, 880