Trilogie
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Eine Trilogie ist ein inhaltlich zusammengehörendes literarisches, musikalisches oder filmisches Werk, welches aus drei Teilen besteht. Die Einzelwerke einer Trilogie haben zwar einen gemeinsamen Rahmen, sind jedoch gleichzeitig selbstständig und in sich abgeschlossen.
Der Name kommt vom griechischen τριλογία (trilogía, τρεῖς treis „drei“ und λόγος lógos „Werk“) und bezeichnete die drei Tragödien, die bei dramatischen Wettkämpfen von einem Tragödiendichter hintereinander dargeboten wurden; mit dem nachfolgenden Satyrspiel ergab sich dann eine Tetralogie aus insgesamt vier (τέτταρες téttares „vier“) Stücken.
Auch einige bekannte Autobiographien wurden als Trilogie angelegt, z. B. die von Elias Canetti (Die gerettete Zunge, Die Fackel im Ohr, Das Augenspiel) und die von Maxim Gorki (Meine Kindheit, Unter fremden Menschen, Meine Universitäten).
[Bearbeiten] Trilogien (Beispiele)
- Orestie (Aischylos), die einzige erhaltene Trilogie aus der Griechischen Tragödie
- New-York-Trilogie (Paul Auster)
- Danziger Trilogie (Günter Grass)
- Alle Werke spielen in der Zeit während, kurz vor und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in der Stadt Danzig und befassen sich mit den nationalsozialistischen Verstrickungen der Protagonisten. Obwohl verschieden literarische Figuren in den Büchern wiederholt auftauchen, stellen sie keine Fortsetzungsromane dar.
In den drei Filmen werden die drei Farben der französischen Nationalflagge (Trikolore) - Blau, Weiß, Rot - als Filmtitel und die drei Bestandteile des französischen Wahlspruchs Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit als Leitmotiv des jeweiligen Films verwendet.
[Bearbeiten] „Falsche“ Trilogien
Es ist bemerkenswert, dass viele als Trilogie bekannte Werke eigentlich keine Trilogien sind.
- Der Herr der Ringe von J. R. R. Tolkien erschien in drei Bänden, was aber nur an der Editions- und Drucktechnik lag. Die drei Bücher sind wiederum in sechs „Unterbücher“ unterteilt. Siehe auch Der Herr der Ringe: Zum Werk.
- Den Opernzyklus Der Ring des Nibelungen bezeichnete Richard Wagner als „Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend“ (also eigentlich eine Tetralogie).
- Die Buchreihe Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams wurde scherzhafterweise vom Autor als „vierteilige Trilogie in fünf Bänden“ bezeichnet, da sie ursprünglich aus nur drei Bänden bestand, aber später auf vier und letztlich auf fünf Teile erweitert wurde.
- Die Star-Wars-Filme von George Lucas waren bis 1999 noch eine Trilogie, aber mit dem Erscheinen des vierten, fünften und sechsten Films wurde 2005 daraus eine Hexalogie. Die Episoden IV, V und VI mit Harrison Ford, die gut 20 Jahre vor den Episoden I, II und III produziert wurden, werden jedoch weiterhin als Star-Wars-Trilogie in einer digital überarbeiteten Version verkauft.
- Die ersten drei Bände der Wächter-Tetralogie von Sergej Lukianenko wurden 2008 vom Heyne-Verlag als "Wächter-Trilogie" auf den Markt gebracht.
- Die Germania-Trilogie von Heiner Müller hat nur einen ersten und einen dritten Teil.
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