Trinh T. Minh-ha

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Trinh T. Minh-ha (* 1952 in Hanoi, Vietnam) ist eine postkolonialistische Differenz-Theoretikerin, Komponistin und Filmemacherin.

Leben[Bearbeiten]

Geboren in Vietnam, wanderte Trinh 1970 in die Vereinigten Staaten ein, nachdem sie in Vietnam und auf den Philippinen studiert hatte. Sie studierte Komposition, Musikethnologie und französische Literatur an der Universität von Illinois, Champaign-Urbana, an der sie den M.F.A. und Ph.D.-Grad erhielt. Zurzeit arbeitet sie als Chancellor’s Distinguished Professor of Women’s Studies an der University of California, Berkeley, und Associate Professor of Cinema an der San Francisco State University. Sie unterrichtete an der Harvard und der Smith Universität, an der Universität von Illinois und am Nationalen Konservatorium für Musik in Senegal.[1]

Forschung[Bearbeiten]

Als Differenz-Theoretikerin wurde sie u. a. mit ihrem Buch Women, Native, Other (1989) bekannt. Dort geht sie der „Frage nach Identität als Paradigma einer westlichen binären Herrschaftslogik“ nach. Danach werde „Identität auf der Grundlage einer Essentialisierung von Differenz gebildet“.[2]

Bücher[Bearbeiten]

  • Un art sans œuvre, ou, l’anonymat dans les arts contemporains (International Book Publishers, Inc., 1981)
  • African Spaces - Designs for Living in Upper Volta (Mit Jean-Paul Bourdier, Holmes & Meier 1985)
  • En minuscules (book of poems, Edition Le Meridien 1987)
  • Woman, Native, Other. Writing postcoloniality and feminism (Indiana University Press 1989)
  • Out There: Marginalisation in Contemporary Culture (Zusammen herausgegeben mit Cornel West, R. Ferguson und M. Gever. New York: New Museum of Contemporary Art and M.I.T. Press, 1990)
  • When the Moon Waxes Red. Representation, gender and cultural politics (Routledge 1991)
  • Framer Framed (Routledge 1992)
  • Texte, Filme, Gespräche. Hrsg. von Hedwig Saxenhuber, Madeleine Bernstorff. Kunstverein München u. a., München/Wien/Berlin 1995.
  • Drawn from African Dwellings (Indiana University Press 1996) mit Jean-Paul Bourdier
  • Die verabsolutierende Suche nach Bedeutung (1993). Übers. von Mo Beyerle, Eva Hohenberger. In: Bilder des Wirklichen. Texte zur Theorie des Dokumentarfilms. Hrsg. von Eva Hohenberger. Vorwerk 8, Berlin 1998, S. 304–326.
  • Cinema Interval (Routledge 1999)
  • The Digital Film Event (Routledge 2005)
  • Woman · Native · Other. Postkolonialität und Feminismus schreiben. Aus dem Amerikanischen von Kathrina Menke. Hrsg. und mit einer Einleitung versehen von Anna Babka, unter Mitarbeit von Matthias Schmidt. Turia & Kant, Wien 2010.

Literatur[Bearbeiten]

  • Anna Babka: Einleitung. In: Trinh T. Minh-ha: Woman · Native · Other. Postkolonialität und Feminismus schreiben. Übersetzt von Kathrina Menke. Hrsg. und mit einem Vorwort von Anna Babka, unter Mitarbeit von Matthias Schmidt. Turia & Kant, Wien/Berlin: 2010, S. 9–24.
  • Herman Rapaport: Deconstruction’s Other: Trinh T. Minh-ha and Jacques Derrida. In: Diacritics 25,2 (Summer 1995), S. 98–113.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Trinh T. Minh-ha-Seite auf Vietnamlit.org.
  2. Encarnación Gutiérrez Rodriguez: Repräsentation, Subalternität und postkoloniale Kritik. In: Hito Steyerl, Encarnación Gutiérrez Rodríguez (Hrsg.): Spricht die Subalterne deutsch? Migration und postkoloniale Kritik. Unrast, Münster 2003, ISBN 3-89771-425-6, S. 27.