Triphenylarsin

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Strukturformel
Strukturformel von Triphenylarsin
Allgemeines
Name Triphenylarsin
Andere Namen

Arsintriphenyl

Summenformel C18H15As
CAS-Nummer 603-32-7
PubChem 11773
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 306,24 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,22 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

59–61 °C[1]

Siedepunkt

360 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit
  • unlöslich in Wasser[1]
  • löslich in Cyclohexan[2]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
06 – Giftig oder sehr giftig 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​331​‐​410
P: 273​‐​304+340 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Giftig Umweltgefährlich
Giftig Umwelt-
gefährlich
(T) (N)
R- und S-Sätze R: 23/25​‐​50/53
S: 20/21​‐​28​‐​45​‐​60​‐​61
Toxikologische Daten

> 500 mg·kg−1 (LD50Mausi.p.)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Triphenylarsin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der arsenorganischen Verbindungen.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Triphenylarsin kann durch Reaktion von Arsen(III)-chlorid mit Chlorbenzol und Natrium als Reduktionsmittel gewonnen werden.[4]

\mathrm{AsCl_3 + 3 \ PhCl + 6 \ Na \longrightarrow} \mathrm{AsPh_3 + 6 \ NaCl}

Es entsteht auch als Nebenprodukt bei der Herstellung von Diphenylarsinchlorid.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Triphenylarsin ist ein farbloser Feststoff, welcher unlöslich in Wasser ist. Es ist das Arsenanalogon von Triphenylphosphan. Er zersetzt sich ab einer Temperatur von 360 °C.[1] Die Verbindung besitzt eine pyramidale Kristallstruktur mit As–C-Abständen von 194,2–195,6 pm und C–As–C-Winkeln von 99,6–100,5°.[5]

Verwendung[Bearbeiten]

Triphenylarsin wird als Ligand für die Herstellung von Metallkomplexen und als Zwischenprodukt bei der Herstellung von organischen Verbindungen wie zum Beispiel Tetraphenylarsoniumchlorid, einer beliebten Fällungsreagenz, verwendet.[4] Es ist ein Bestandteil des chemischen Kampfstoffes Arsinöl.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i Datenblatt Triphenylarsin bei Merck, abgerufen am 12. Januar 2011.
  2. a b Datenblatt Triphenylarsin bei TCI Europe, abgerufen am 27. Juni 2011.
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. a b Shriner, R. L.; Wolf, C. N.: „Tetraphenylarsonium Chloride Hydrochloride“, Org. Synth. (1963), Coll. Vol. 4: 910
  5. Mazhar-ul-Haque, Hasan A. Tayim, Jamil Ahmed, and William Horne: „Crystal and molecular structure of triphenylarsine“, in: Journal of Chemical Crystallography, 1985, 15 (6), S. 561–571; doi:10.1007/BF01164771.