Trippstadt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Trippstadt
Trippstadt
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Trippstadt hervorgehoben
49.3597222222227.7747222222222406Koordinaten: 49° 22′ N, 7° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Kaiserslautern-Süd
Höhe: 406 m ü. NHN
Fläche: 43,74 km²
Einwohner: 3028 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67705
Vorwahl: 06306
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 047
Gemeindegliederung: 20 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Pirmasenser Straße 62–64
67655 Kaiserslautern
Webpräsenz: www.trippstadt.de
Ortsbürgermeister: Manfred Stahl (FWG)
Lage der Ortsgemeinde Trippstadt im Landkreis Kaiserslautern
Karte

Trippstadt ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kaiserslautern-Süd an. Trippstadt ist ein staatlich anerkannter Luftkurort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Trippstadt liegt im Herzen des Pfälzerwaldes 15 Straßenkilometer südlich von Kaiserslautern im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord. Der Ort selbst liegt auf einer Höhe von etwa 406 m ü. NHN, der höchste Punkt der Gemarkung ist der Steinberg mit 528 m. Im Tal südwestlich des Hauptortes fließt die Moosalb.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zum Hauptort gehören über 20 Ortsteile, die zum Teil nur aus einzelnen Häusern bestehen:

Antonihof, Aschbacherhof, Bartelsberg, Bergfeld, Gutenbrunnen, Hasenberg, Heidenkopf, Johanniskreuz, Karlstalhaus, Langensohl, Lauberhof, Meiserspring, Meisertal, Mittelhammer, Neuhof, Oberhammer, Sägmühle, Tiefenteich, Unterhammer, Weiherfelderhof, Wilensteinerhof, Wilensteinermühle.

Klima[Bearbeiten]

Der Jahresniederschlag beträgt 941 mm. Die Niederschläge sind hoch. Sie liegen im oberen Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 81 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der April, die meisten Niederschläge fallen im Dezember, 1,6-mal mehr als im April. Die Niederschläge sind recht gleichmäßig übers Jahr verteilt. An 28 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Geschichte[Bearbeiten]

Barockes Grabdenkmal der Freiherren von Hacke in der katholischen Schlosskirche St. Joseph (1783)

Trippstadt wurde 1293 als Driebescheit erstmals urkundlich erwähnt. Es gehörte zur Herrschaft Wilenstein der Grafschaft Falkenstein, gelangte an die Kurpfalz und wurde 1716, zusammen mit den Ortschaften Mölschbach und Stelzenberg, dem Kurpfälzer Oberstjägermeister bzw. Oberstforstmeister Freiherr Ludwig Anton von Hacke (1682–1752) zu Lehen aufgetragen. Die Familie von Hacke machte Trippstadt zu ihrer Residenz und ließ dort ihr Schloss mit der katholischen Schlosskirche St. Joseph errichten, die auch ihre Grablege wurde.[3] Nach Ende der Feudalzeit fiel das Dorf an Frankreich, 1816 an das Königreich Bayern und 1946 an das Land Rheinland-Pfalz.[4]

Religion[Bearbeiten]

2012 waren 38,9 Prozent der Einwohner evangelisch und 31,8 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[5] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Trippstadt besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei den Kommunalwahlen in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 5 4 11 20 Sitze
2009 6 4 10 20 Sitze
2004 7 6 7 20 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Geteilt und oben gespalten, oben rechts in Gold ein rotes Schräggitter, oben links von Blau und Silber und Rot geteilt, unten in Silber zwei aufgerichtete, gegeneinander gewölbte, von Rot und Gold und Blau gestreifte Regenbogen“.

Es wurde 1927 vom Bayerischen Staatsministerium des Innern genehmigt.[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss Trippstadt
Burg Wilenstein
Karlstal

In Trippstadt existiert ein Eisenhüttenmuseum, in dem gezeigt wird, wie Schmiede vor 2000 Jahren gearbeitet haben. Das Museum ist in einer renovierten früheren Schmiede untergebracht. Des Weiteren gibt es einen Skulpturenweg. In Unterhammer im Karlstal werden aktuell Ausstellungen gezeigt und Konzerte durchgeführt. Außerdem gibt es im Park umfangreiche Informationstafeln über die Industriegeschichte der Region.

Erwähnenswerte Bauwerke in Trippstadt sind das Trippstadter Schloss, die katholische Schlosskirche mit dem barocken Grabdenkmal der Freiherrn von Hacke, die Burg Wilenstein, die Klug’sche Mühle, der Brunnenstollen, das ehemalige Kurbad Gutenbrunnen, das ehemalige Eisenhammerwerk und heutige Industriedenkmal Unterhammer (im Karlstal) und die Evangelische Kirche dar. Sehenswert sind weiterhin der Schlossgarten mit ehemaligem Arboretum, das Karlstal mit der Moosalb und die Amseldell oberhalb des Karlstales.

Bei drei internationalen Bildhauersymposien entstand zwischen 1990 und 1996 der Skulpturenweg Trippstadt-Stelzenberg. Wie auch der Skulpturenweg Karlstal entlang der Moosalb und des Karlstals ist er Teilstück des Skulpturenwegs Rheinland-Pfalz.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

An jedem ersten September-Wochenende findet das Kohlenbrennerfest statt, an jedem zweiten Samstag im Oktober wird in der Karlstalhalle das Oktoberfest der Musikkapelle Trippstadt veranstaltet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Im Trippstadter Schloss ist die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft des Landes Rheinland-Pfalz untergebracht. Nächstgelegener Bahnhof ist Schopp an der Biebermühlbahn.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Trippstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Trippstadt – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Website zur St.-Joseph-Kirche Trippstadt
  4. Peter Gärtner: Geschichte der bayerisch-rheinpfälzischen Schlösser, Band 1, S. 140 u. 141, Speyer; 1854; (Digitalscan)
  5. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3