Trisha Brown

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Trisha Brown (* 25. November 1936 in Aberdeen, Washington) ist eine US-amerikanische Choreographin und Tänzerin.

Leben[Bearbeiten]

Trisha Brown studierte Tanz am kalifornischen Mills College, einem renommierten Frauencollege; sie schloss ihr Studium 1958 mit dem B.A. ab. Brown nahm mehrmals am American Dance Festival teil, welches damals jeden Sommer für sechs Wochen am Connecticut College stattfand. Dort studierte sie bei Louis Horst.

1961 zog Trisha Brown nach New York, wo sie mit der Tänzerin Anna Halprin probte und 1962 Gründungsmitglied des Avantgarde-Ensembles Judson Dance Theater wurde. In diesem Ensemble arbeitete sie zusammen mit den Tänzern Steve Paxton und Yvonne Rainer. 1970 gründete sie die Trisha Brown Company, welche bald als eine der führenden Ensembles für modernen Tanz angesehen wurde. 2007 nahm sie mit einer Arbeit an der documenta 12 teil.

Browns Stil, der sich in den von ihr choreographierten Arbeiten ausdrückt, basiert auf einer Vertiefung und Verfeinerung alltäglicher Bewegungen. Aus sorgfältig ausgeführten repetitiven Gesten entsteht ein virtuoser Gesamteindruck.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1988 Verleihung des Ordre des Arts et des Lettres in der Stufe Chevalier, später auch Verleihung der höheren Stufen Officier (2000) und Commandeur (2004).
  • 1991 erhielt Brown den Genius Grant der MacArthur Foundation
  • 2000 Verleihung des Ehrentitels Doctor of Fine Arts (D.F.A.) durch das Bates College
  • 2003 Verleihung der National Medal of Arts, der höchsten staatlichen Auszeichnung für einzelne Künstler in den USA
  • 2005 erhielt sie den Benois de la Danse Preis für ihr Lebenswerk
  • 2011 Sonderpreis zum Roswitha Haftmann-Preis
  • 2013 Erste Preisträgerin des Robert Rauschenberg Awards der Foundation for Contamporary Arts, New York

Werk (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Accumulation (1971)
  • Walking on the Wall (1971) and Roof Piece (1973)
  • Glacial Decoy (1979)
  • Set and Reset (1983)
  • Lateral Pass (1988)
  • Astral Convertible (1989)
  • M.O. (1995)
  • Orfeo (1998)
  • Winterreise (2002)
  • O Zlozony/O Composite (2004)
  • Floor of the Forest (2007)
  • Untitled (2007)
  • Hypolyte et Aricie und Pygmalion, basierend jeweils auf Jean-Philippe Rameau, 2010 in Amsterdam

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1978: Water Motor (Kurzfilm, Darstellerin)
  • 1998: L’orfeo, favola in musica (Fernsehfilm, Choreographie und Inspizientin)

Weblinks[Bearbeiten]