Trittenheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Trittenheim
Trittenheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Trittenheim hervorgehoben
49.8258333333336.9005555555556110Koordinaten: 49° 50′ N, 6° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Schweich an der Römischen Weinstraße
Höhe: 110 m ü. NHN
Fläche: 10,1 km²
Einwohner: 1077 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 107 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54349
Vorwahl: 06507
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 207
Adresse der Verbandsverwaltung: Brückenstr. 26
54338 Schweich
Webpräsenz: www.trittenheim.de
Ortsbürgermeister: Franz-Josef Bollig
Lage der Ortsgemeinde Trittenheim im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild
Brückenkopf der alten Moselbrücke sowie nördlicher Fährturm

Trittenheim ist eine Ortsgemeinde an der Mittelmosel im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße an. Trittenheim ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Trittenheim liegt am flachen Hang einer Landzunge (Gleithang), die durch eine enge Moselschleife gebildet wird. Flussaufwärts befinden sich am linken Flussufer der Weinort Klüsserath, am rechten Moselufer der Weinort Leiwen, flussabwärts liegt der Weinort Neumagen-Dhron am rechten Moselufer.

Zu Trittenheim gehören auch die Wohnplätze Breitwiesermühle, Im Dhrönchen und Im Hof.[3]

Nächstgelegene Städte[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Ortsgeschichte[Bearbeiten]

Aus einer fränkischen Siedlung entstanden, wurde Trittenheim erstmals 893 im Prümer Urbar urkundlich erwähnt und war lange Zeit kurtrierisches Gebiet. Eine Erwähnung findet sich auch in einer Urkunde Papst Eugens III. von 1148, in der der Abtei St. Eucharius ein Gehöft und die Kirche nebst den zugehörigen Zehntrechten in Trittenheim zugesprochen wurden. Ab 1794 stand Trittenheim unter französischer Herrschaft, 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet.

Wechsel in die Verbandsgemeinde Schweich[Bearbeiten]

Aufgrund der geplanten Neustrukturierung der Verbandsgemeinden in Rheinland-Pfalz entschieden sich die Trittenheimer Bürger im März 2010 mit über 90 % zum Anschluss an die Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße und damit zum Wechsel in den Landkreis Trier-Saarburg. Der Gemeinderat folgte dem Wunsch und stimmte dem Votum einstimmig zu.[4]

Am 14. September 2011 stimmte die rheinland-pfälzische Landesregierung den Fusionsplänen zu, wodurch die Gemeinde am 1. Januar 2012 aus der aufzulösenden Verbandsgemeinde Neumagen-Dhron, die zum Landkreis Bernkastel-Wittlich gehörte, in die Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße und somit in den Landkreis Trier-Saarburg wechseln konnte.[5]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Trittenheim, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 761
1835 976
1871 1.026
1905 1.060
1939 1.275
1950 1.389
Jahr Einwohner
1961 1.481
1970 1.477
1987 1.203
1997 1.136
2005 1.111
2013 1.077

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Trittenheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Die 16 Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf zwei Wählergruppen.[6]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der zur Zeit amtierende Ortsbürgermeister heißt Franz-Josef Bollig.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt einen goldenen Abtstab. Er steht für den Trittenheimer Johannes Trithemius, der im 15. Jahrhundert Abt des Klosters Sponheim im Kreis Bad Kreuznach war. Das rote Balkenkreuz auf Silber ist das Wappen des Kurfürstentums Trier, das silberne T steht für Trittenheim.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Pfarrkirche St. Clemens
  • Spätbarocke Pfarrkirche St. Clemens mit frühklassizistischen Elementen
  • Fünfteiliger Bildstockzyklus zum Schmerzreichen Rosenkranz von 1654
  • Laurentius-Kapelle in den Weingärten (erweitert 1583)
  • Hinkelstein: (Lage→49.8408193958336.8870329855556[7]) Der Stein wurde am 16. März 2002 am Galgenberg (Galigsberg) in unmittelbarer Nähe des Treffpunktes der Gemarkungsgrenze von Klüsserath, Trittenheim und Köwerich entdeckt. Er ist 155 cm hoch, 110 cm breit und 40 cm dick.[8]
  • Die beiden alten Fährtürme an beiden Seiten der Moselbrücke sind das einzig noch erhaltene Fährturmpaar an der Mosel. Sie dienten als Fährleutewohnung und der Verankerung der Fährtaue, an denen die Fähre von Ufer zu Ufer geführt wurde, von der Moselströmung angetrieben.
  • Wanderweg Roemersteig vom Hinkelstein über Trittenheim, Neumagen und Piesport nach Minheim
  • Aussichtskanzel in der Weinlage Trittenheimer Apotheke

Siehe auch:

Wirtschaft[Bearbeiten]

Trittenheim ist erheblich geprägt vom Weinbau und mit 236 Hektar bestockter Rebfläche nach Piesport, Zell, Leiwen, Konz, Neumagen-Dhron, Mehring und Bernkastel-Kues die achtgrößte Weinbaugemeinde der Mosel. Es wird traditionell überwiegend Riesling angebaut. Bekannteste Weinlagen sind die „Trittenheimer Apotheke“ und „Trittenheimer Altärchen“. Der Weinbau bildet außerdem die Grundlage für den Tourismus, der ebenfalls einen bedeutenden Wirtschaftszweig darstellt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Trittenheim geboren sind[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die in Trittenheim gewirkt haben[Bearbeiten]

Foto der Moselschleife[Bearbeiten]

Moselschleife
rechts Trittenheim, links Leiwen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Trittenheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 57 (PDF; 2,3 MB)
  4. Trittenheimer Gemeinderat einstimmig für Wechsel in die Verbandsgemeinde Schweich, www.volksfreund.de am 23. März 2010
  5. Aus drei Verbandsgemeinden werden zwei, www.volksfreund.de am 14. September 2011
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Diese Koordinaten von der angegebenen Website des Roscheider Hofs stimmen mit den Angaben auf dem Kartenmaterial des Bundesamtes für den Naturschutz (BfN) nicht überein!
  8. Nähere Beschreibung auf der Website des Roscheider Hofs