Trogone

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Trogone
Sumatra-Trogon (Apalharpactes mackloti)

Sumatra-Trogon (Apalharpactes mackloti)

Systematik
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Trogone
Familie: Trogone
Wissenschaftlicher Name der Ordnung
Trogoniformes
AOU, 1886
Wissenschaftlicher Name der Familie
Trogonidae
Lesson, 1828

Die Trogone (Trogonidae), auch Nageschnäbler genannt, sind die einzige rezente Familie in der Ordnung der Trogoniformes. In dieser Familie gibt es sechs Gattungen und 39 Arten. Sie bewohnen die tropischen Waldgebiete in Afrika, Indien, Südostasien und in Mittel- und Südamerika und verbringen den größten Teil des Tages auf Bäumen. Auf dem Boden halten sie sich selten auf. Mit ihren kurzen, schwachen Beinen sind sie keine guten Läufer. Einige Arten der Trogone sind durch die Zerstörung ihres Lebensraumes stark gefährdet, so unter anderem der Quetzal, der Nationalvogel von Guatemala.

Merkmale[Bearbeiten]

Trogone gehören zu den farbenprächtigsten Vögeln. Sie sind jedoch kaum in den Bäumen auszumachen. Vor allem die Männchen zeigen sich in einem Prachtkleid, die Weibchen sind weniger auffällig gefärbt. In der dünnen, leicht reißenden Haut sitzen die Federn sehr locker. Das Gefieder hat auf der Oberseite meist eine leuchtende, metallisch schimmernde, smaragdgrüne, grüne oder blaue Farbe, gelegentlich auch braun. Auf der Unterseite ist das Gefieder oft rot, blau, gelb oder weiß. Sie besitzen abgerundete Flügel und lange Schwanzfedern. An ihren Kletterfüßen sind je zwei Zehen nach vorne gerichtet und zwei nach hinten. Im Gegensatz zu anderen baumbewohnenden Vögeln, bei denen die erste und vierte Zehe nach hinten gerichtet sind (sog. zygodaktyle Füße), weisen bei den Trogonen die erste und die zweite nach hinten (sog. heterodaktyle Füße). Diese Zehenstellung brachte ihnen auch den Beinamen „Verkehrtfüßler“ ein und ist eine besondere Anpassung an das Leben in den Bäumen. Sie ernähren sich von Insekten, anderen Wirbellosen, Beeren und Früchten. An ihren kurzen, breiten und kräftigen Schnäbeln befinden sich auf jeder Seite der Schnabelwurzel steife Borsten, die eine Art Fanggerät für fliegende Beutetiere bilden.

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Trogone sind Höhlenbrüter. Mit dem Schnabel und den Füßen wird in einem morschen Baum oder in einem Termitenhügel eine Höhle gegraben oder sie nehmen eine verlassene Nisthöhle ein. Das Gelege, das aus zwei bis vier Eiern besteht, wird von beiden Altvögeln ausgebrütet. Die Eier sind je nach Art weiß, grünlich, bläulich oder gelblich gefärbt. Bei der Aufzucht beteiligen sich beide Elternvögel.

Gattungen und Arten[Bearbeiten]

Bergtrogon
(Apaloderma vittatum)
Schwarzkopftrogon
(Trogon melanocephalus)
Weißschwanztrogon
(Trogon viridis)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Trogone – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien