Truncus arteriosus communis

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Klassifikation nach ICD-10
Q20.0 Truncus arteriosus communis
Persistierender Truncus arteriosus
ICD-10 online (WHO-Version 2011)

Der Truncus arteriosus communis (TAC) ist eine sehr seltene angeborene Herzfehlbildung, bei der Aorta (große Körperschlagader) und Arteria pulmonalis (Lungenschlagader) während der fetalen Entwicklung nicht vollständig getrennt wurden. Deshalb entspringen beide Arterien gemeinsam aus dem Herzen und es besteht zusätzlich ein Ventrikelseptumdefekt. Die Aortenklappe wird bei diesem Herzfehler "Truncusklappe" genannt. Sie ist in vielen Fällen fehlgebildet und daraus ergibt sich, dass sie zu weit oder zu eng sein kann. Es gibt verschiedene Ausprägungen dieses Herzfehlers.

Im Rahmen der Kreislaufumstellung nach der Geburt sinkt der Widerstand der Lungengefäße. Dadurch wird die Lunge verstärkt durchblutet (mit der daraus resultierenden Gefahr, dass sich eine pulmonale Hypertonie entwickelt), was zunächst zu Atembeschwerden beim Kind und schließlich durch die nicht richtig arbeitende Truncusklappe zu einer Herzinsuffizienz führen kann. Deshalb wird in der Regel schon im Säuglingsalter eine Operation mit Hilfe der Herz-Lungen-Maschine notwendig.

Zur Diagnostik wird die Echokardiografie und die Herzkatheteruntersuchung eingesetzt.

Lebenslange Kontrolluntersuchungen sind notwendig und auch auf die Endokarditisprophylaxe muss streng geachtet werden.

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