Trzebiel

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Trzebiel
Wappen von Trzebiel
Trzebiel (Polen)
Trzebiel
Trzebiel
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Lebus
Landkreis: Żary
Geographische Lage: 51° 39′ N, 14° 50′ O51.6514.833333333333Koordinaten: 51° 39′ 0″ N, 14° 50′ 0″ O
Einwohner: 1400 (2004)
Postleitzahl: 68-212
Telefonvorwahl: (+48) 68
Kfz-Kennzeichen: FZA
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Droga krajowa 12
Nächster int. Flughafen: Poznań
Breslau
Gemeinde
Gemeindeart: Landgemeinde
Gemeindegliederung: 1 Ortschaft
27 Schulzenämter
Fläche: 166,59 km²
Einwohner: 5752
(31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 0811082
Verwaltung (Stand: 2010)
Gemeindevorsteher: Eugeniusz Olejniczak
Adresse: ul. Żarska 41
68-212 Trzebiel
Webpräsenz: www.trzebiel.pl

Trzebiel [ˈtʂɛbjɛl] (deutsch Triebel, obersorbisch Trjebule) ist eine Gemeinde in der polnischen Woiwodschaft Lebus im Landkreis Żary mit knapp 6000 Einwohnern, von denen rund 1400 im gleichnamigen Hauptort wohnen. Der größte Teil der Gemeinde gehört zum polnischen Teil der Niederlausitz.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Euroregion Neiße am nordöstlichen Ende der geologisch bemerkenswerten Hügelkette Muskauer Faltenbogen. Die Europastraße 36 (BerlinCottbusBreslau) führt nördlich an Trzebiel vorbei.

Wappen[Bearbeiten]

Beschreibung: In Gold eine fünfendige rote Hirschstange mit Grind.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahre 1301. Zu dieser Zeit gehörte er noch zum Siedlungsgebiet der Sorben. Nach der Reformation wurden in der Kirche von Triebel Gottesdienste in sorbischer Sprache abgehalten. Mit der preußischen Germanisierungspolitik des 18. Jahrhunderts wurde die Sprache jedoch immer mehr zurückgedrängt. Ab 1808 gab es keine sorbischen Predigten mehr in Triebel.[2]

Am 15. Juni 1898 wurde Triebel mit Eröffnung der Strecke Muskau–Sommerfeld an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

Bis 1945 gehörte Triebel zum brandenburgischen Landkreis Sorau (Lausitz); die Grenze zum schlesisch verwalteten Teil der Oberlausitz verlief vier Kilometer südlich in Richtung Zibelle. 1945 wurde die Stadt größtenteils zerstört. Nach der Übernahme durch die polnische Verwaltung verlor sie die Stadtrechte.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Dorf Buczyny befindet sich ein Freilichtmuseum, das die sorbische Vergangenheit der Region bewahrt. Neben sieben Baudenkmälern in typischer Bauweise gibt es eine Lausitzer Bibliothek, ein sorbisches Gasthaus und ein kleines Privatmuseum.

Gmina[Bearbeiten]

Die Gemeinde Trzebiel besteht aus den Orten Bogaczów (Reichersdorf), Bronowice (Braunsdorf), Buczyny (Buckoka), Bukowina (Buchholz), Chudzowice (Bernsdorf), Chwaliszowice (Quolsdorf b. Tschöpeln), Czaple (Tschöpeln), Dębinka (Tzschecheln, 1937-1945 Eichenrode), Gniewoszyce (Gebersdorf), Jasionów (Jeßmenau), Jędrzychowice (Groß Hennersdorf), Jędrzychowiczki (Klein Hennersdorf), Kałki (Kalke), Kamienica nad Nysą Łużycką (Kemnitz), Karsówka (Mühlbach), Królów (Krohle), Łuków (Bogendorf), Marcinów (Merzdorf b. Priebus), Mieszków (Beinsdorf), Niwica (Zibelle), Nowe Czaple (Neu Tschöpeln), Olszyna (Erlenholz), Przewoźniki (Hermsdorf b. Priebus), Pustków (Gut Tschöpeln), Rytwiny (Rinkendorf), Siedlec (Zelz), Siemiradz (Neudorf), Stare Czaple (Alt Tschöpeln), Strzeszowice (Tzschacksdorf), Trzebiel (Triebel), Wierzbięcin (Kochsdorf), Włostowice (Roßnitz), Żarki Małe (Klein Särchen) und Żarki Wielkie (Groß Särchen).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 3. Juli 2014.
  2. Peter Kunze: Sorbische Reminiszenzen aus Forst und Umgebung. In: Lětopis. 53, 1, 2006, ISSN 0943-2787, S. 35–51.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gmina Trzebiel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien