Trzebielino
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| Trzebielino | ||||
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| Basisdaten | ||||
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| Staat: | Polen | |||
| Woiwodschaft: | Pommern | |||
| Landkreis: | Bytów | |||
| Gmina: | Trzebielino | |||
| Geographische Lage: | 54° 12′ N, 17° 5′ O54.217.083333333333Koordinaten: 54° 12′ 0″ N, 17° 5′ 0″ O | |||
| Einwohner: | 780 | |||
| Postleitzahl: | 77-235 | |||
| Telefonvorwahl: | (+48) 59 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | GBY | |||
| Wirtschaft und Verkehr | ||||
| Straße: | DK 21: Miastko - Słupsk - Ustka | |||
| Schienenweg: | Korzybie - Bytów - Lipusz, Bahnstation: Zielin Miastecki | |||
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |||
| Gemeinde | ||||
| Gemeindeart: | Landgemeinde | |||
| Gemeindegliederung: | 11 Ortsteile, 31 Ortschaften | |||
| Fläche: | 225,45 km² | |||
| Einwohner: | 3.748 (30. Juni 2008[1]) | |||
| Verwaltung (Stand: 2007) | ||||
| Gemeindevorsteher: | Tomasz Czechowski | |||
| Adresse: | Trzebielino 7 77-235 Trzebielino |
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| Webpräsenz: | www.trzebielino.pl | |||
Trzebielino (deutsch Treblin, kaschubisch Trzebielënò) ist ein polnisches Dorf und Sitz der gleichnamigen Landgemeinde (Gmina) im Kreis (Powiat) Bytowski. Östlich des Ortes befindet sich der Jezioro Trzebielińskie (Trebliner See).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Dorf Trzebielino (Treblin)
[Bearbeiten] Geschichte
Der Ort trug bis 1945 den deutschen Namen Treblin. Er hatte seinen Ursprung in einem Gut der Familie Puttkamer, die in der Region seit dem 14. Jahrhundert wirtschaftete. Ende des 16. Jahrhunderts war Nikolaus Puttkamer erster Gutsbesitzer in Treblin. Durch Erbteilungen entstanden im 17. Jahrhundert der „Anseimshof“ und der „Antonshof“. Nach zahlreichen Verpfändungen gehörte Treblin 1717 der Familie von Massow. Um 1750 gelang es Anselm Friedrich von Puttkamer, den gesamten Trebliner Grundbesitz wieder als Familieneigentum zu erwerben. Die Puttkamers waren danach bis 1945 Gutsherren in Treblin.
Die Landesherrschaft übten bis 1637 die pommerschen Herzöge aus. Nach deren Aussterben kam das Land bis 1657 unter polnische Herrschaft, ehe es danach in die Hände Brandenburgs kam. Im Zuge der preußischen Verwaltungsreform wurde der Ort 1816 in den Kreis Rummelsburg eingegliedert. 1905 gehörten zum Amtsbezirk Treblin die Landgemeinden Treblin und Altschäferei sowie die Gutsbezirke Treblin, Altschäferei, Neuhof und Wussowke mit zusammen 1.388 Einwohnern. Nach der Auflösung der Gutsbezirke 1929 hatte die Landgemeinde Treblin 1933 1.209 Einwohner.
Am 6. März 1945 wurde Treblin von der Roten Armee eingenommen. Im Sommer 1945 wurde Treblin unter polnische Verwaltung gestellt. Der Ortsname wurde in Trzebielino abgeändert. In den Jahren 1946 und 1947 wurde die angestammte deutsche Bevölkerung ausgewiesen und der Ort durch Polen neu besiedelt.
[Bearbeiten] Kirche
[Bearbeiten] Dorfkirche
Mit dem Bau der Trebliner Kirche begann Generalfeldmarschall Joachim Rüdiger von der Goltz im Jahre 1688. Seine Witwe Eva Elisabeth von Massow und sein Sohn Georg Kaspar Freiherr von der Goltz vollendeten sie 1691.
Der Turm wurde an der Westseite der Kirche mit rundbogig geöffneter Vorhalle errichtet. In der Mitte des 18. Jahrhunderts erhielt er ein geschweiftes Dach und eine schlanke zwiebelförmige Spitze.
Altar, Kanzel und Herrschaftsgestühl stammen aus der Bauzeit und wurden von eigens dafür berufenen städtischen Handwerkern geschnitzt. Im 18. Jahrhundert setzte man Altar und Kanzel zusammen.
[Bearbeiten] Kirchengemeinde
Vor 1945 war der überwiegende Teil der Trebliner Bevölkerung evangelischer Konfession. Bis 1900 war Treblin eine Tochtergemeinde im Kirchspiel Zettin (heute polnisch: Cetyń), doch wurde bereits 1894 in Treblin ein eigenes Pfarrvikariat errichtet. Zwischen 1900 und 1945 war Treblin eine selbständige evangelische Kirchengemeinde im Kirchenkreis Bütow (Bytów) in der Kirchenprovinz Pommern der Kirche der Altpreußischen Union. Zum Kirchspiel Treblin gehörten damals neben dem Pfarrort noch die Orte, Altschäferei (Bąkowo), Gumenz (Gumieniec) (mit eigener Kapelle), Neuhof (Szczyciec) und Wussowke (Osówka). Das Kirchenpatronat hatte die Rittergutsbesitzerfamilie von Puttkamer inne.
Nach 1945 wurde das evangelische Gotteshaus zugunsten der Katholischen Kirche in Polen enteignet. Die neuangesiedelte Bevölkerung war überwiegend katholischer Konfession. Trzebielino gehört zum Dekanat Miastko (Rummelsburg) im Bistum Köslin-Kolberg. Hier lebende evangelische Kirchenglieder werden vom Pfarramt in Słupsk (Stolp) in der Diözese Pommern-Großpolen der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen betreut.
[Bearbeiten] Pfarrer 1894-1945
Zwischen 1894 und 1945 amtierten in Treblin als evangelische Geistliche:
- Hermann David Johannes Mierendorf (Pfarrvikar), 1894-1900
- Karl Sigismund Albert Wegener, 1901-1910
- Alfred Willy Leo Zillmer, 1910-1926
- Heinrich Runkel, 1926-1936
- Kurt Rhode, 1936-1945
[Bearbeiten] Gmina Trzebielino
[Bearbeiten] Allgemeines
Die heutige Landgemeinde umfasst 225,45 km² und hat etwa 3.700 Einwohner. Sie wird in einem nördlichen Bogen von der Pokrzywna (Krummbach) durchzogen, die an der Westgrenze der Gmina in die Wieprza (Wipper) mündet. Im Nordosten grenzt die Landgemeinde an den Park Krajobrazowy Dolina Słupi (Landschaftsschutzpark Stolpetal), im Westen an die Puszcza Słupska (Stolper Heide).
Nachbargemeinden der Gmina Trzebielino sind:
- Dębnica Kaszubska (Rathsdamnitz)
- Kępice (Hammermühle)
- Kobylnica (Kublitz)
- Kołczygłowy (Alt Kolziglow) und
- Miastko (Rummelsburg).
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die Gmina Trzebielino setzt sich aus 31 Ortschaften zusammen (die 11 "Ortsteile/Schulzenämter" sind fett gedruckt):
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1kaschubisch, 2deutsch
[Bearbeiten] Verkehr
[Bearbeiten] Straßen
In der nördlichen Gmina Trzebielino begegnen sich im Ortsteil Suchorze (Zuckers) die polnische Landesstraße 21 (es ist hier die ehemalige deutsche Reichsstraße 125) und die Woiwodschaftsstraße 209. Während die DK 21 die Gemeinde von Norden nach Süden durchzieht und sie durch ihre Straßenführung mit Ustka (Stolpmünde - 45 km), Słupsk (Stolp - 26 km) und auch Miastko (Rummelsburg - 35 km) verbindet, verläuft die DW 209 nur im nördlichen Gemeindegebiet und stellt die Verbindung nach Sławno (Schlawe - 28 km, bereits in der Woiwodschaft Westpommern gelegen) und Bytów (Bütow - 26 km) her.
[Bearbeiten] Schienen
Im Nordteil der Gemeinde verläuft die Bahnlinie Nr. 212 der Polnischen Staatsbahn (PKP), die den Bahnknotenpunkt Korzybie (Zollbrück) mit Bytów und Lipusz (Lippusch, im ehemaligen Westpreußen) verbindet. Zwei Bahnstationen an dieser Linie gehören zur Gmina Trzebielino: Gumieniec (Gumenz) und Zielin Miastecki (Sellin).
[Bearbeiten] Verweise
[Bearbeiten] Literatur
- Hans-Ulrich Kuchenbäcker: Der Kreis Rummelsburg. Ein Schicksalsbuch. Pommerscher Zentralverband, Lübeck 1985, S. 258-261.
- Johannes Hinz, Pommern. Wegweiser durch ein unvergessenes Land, Augsburg, 1996
- Ernst Müller, Die Evangelischen Geistlichen Pommerns von der Reformation bis zur Gegenwart, 2. Teil, Stettin, 1912
[Bearbeiten] Weblinks
- Website der Gemeinde (polnisch)
[Bearbeiten] Fußnoten
- ↑ Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2008 (WebCite)
Städte: Bytów (Bütow) | Miastko (Rummelsburg)
Landgemeinden: Borzytuchom (Borntuchen) | Bytów - Gmina (Bütow - Land) | Czarna Dąbrówka (Schwarzdamerkow) | Kołczygłowy (Alt Kolziglow) | Lipnica (Liepnitz) | Miastko - Gmina (Rummelsburg - Land) | Parchowo (Parchau) | Studzienice (Stüdnitz) | Trzebielino (Treblin) | Tuchomie (Groß Tuchen)


