Tschahbahar

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Küste Tschahbahars (2005)

Tschahbahar (persisch ‏چاه‌بهار‎, DMG Čāhbahār), auch Tschabahar (‏چابهار‎, Čābahār), ist eine Hafenstadt am Golf von Oman im Iran. Sie liegt in der Provinz Sistan und Belutschistan[1] und hatte nach Berechnungen 2012 253.348 Einwohner[2]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Tschahbahar ist eine Freihandelszone und der bedeutendste zivile Zugang des Iran zum indischen Ozean.[3] In Konkurrenz zu Gwadar in Pakistan, verfügt Tschahbahar über einen der für die Region strategisch bedeutendsten Tiefwasserhäfen. Es gibt Projekte, ausgehend vom Hafen mehrere Eisenbahnlinien durch den Ost-Iran zu bauen, die bis nach Zentralasien und Afghanistan führen sollen, so dass dann beispielsweise Bodenschätze aus Afghanistan über den Hafen von Tschahbahar verschifft werden können.

Geschichte[Bearbeiten]

Vor der Imam-Husain-Moschee sprengte sich am 15. Dezember 2010, am Tag des Aschura-Festes, ein Selbstmordattentäter in die Luft. Dabei starben 15 Menschen (nach anderen Angaben 39[4]) und mindestens 50 wurden verletzt. Zur Tat bekannte sich die Gruppe Dschundollah, die als Grund die Hinrichtung ihres früheren Anführers Abdolmalek Rigi im Juni 2010 angab.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Astrid Frefel: Tödliches Fest. In: Frankfurter Rundschau. 15. Dezember 2010, abgerufen am 16. Dezember 2010 (deutsch).
  2. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/bevoelkerungsstatistik.deWorld Gezatteer Bevölkerungsdaten 2012
  3. Reuters India, China's rivalry and a tale of two ports. 25. März 2011, abgerufen am 12. Mai 2011 (englisch).
  4. Viele Tote bei Anschlag auf Moschee. In: Spiegel Online. 15. Dezember 2010, abgerufen am 16. Dezember 2010 (deutsch).

25.29555555555660.633888888889Koordinaten: 25° 18′ N, 60° 38′ O