Çoruh

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Çoruh – Tschorochi
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Çoruh River.jpg
DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Türkei, Georgien
Flusssystem Çoruh
Quelle in den Mescit-Bergen von Erzurum
40° 33′ 28″ N, 41° 44′ 28″ O40.55777341.741033225
Quellhöhe 3225 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung südlich Batumi ins Schwarze Meer41.60466108823141.5741539001460Koordinaten: 41° 36′ 17″ N, 41° 34′ 27″ O
41° 36′ 17″ N, 41° 34′ 27″ O41.60466108823141.5741539001460
Mündungshöhe mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 3225 m
Länge 376 km[1] (nach anderen Quellen: 438 km)
Einzugsgebiet 22.100 km²[1]
Abfluss[1] MQ
285 m³/s
Linke Nebenflüsse Barhal Çayı, Tortum Çayı
Rechte Nebenflüsse Oltu Çayı, Merehevi Suyu, Matschachliszqali, Adschariszqali
Durchflossene Stauseen Muratli-Talsperre, Borçka-Talsperre, Deriner-Talsperre
Mittelstädte Bayburt
Kleinstädte Artvin, Borçka
Gemeinden Pazaryolu, İspir
2007-06 Çoruh rafting.jpg
Unterlauf des Çoruh im Pontischen Gebirge

Unterlauf des Çoruh im Pontischen Gebirge

Der Çoruh (türkisch) oder Tschorochi (georgisch – ჭოროხი) ist ein 376 km langer Fluss, der am Mescit Dağ (3225 m) bei Erzurum in der nordöstlichen Türkei entspringt.

Der Fluss fließt westwärts nach İspir und Bayburt. Danach macht er einen Bogen nach Osten und verläuft durch die Provinz Artvin nach Georgien, wo er südlich von Batumi in das Schwarze Meer mündet. Ein wichtiger Nebenfluss ist der Merehevi Suyu, der bei Artvin in den Çoruh mündet.

Geschichte[Bearbeiten]

Miroj Salvini lokalisiert das eisenzeitliche Königreich Diaueḫe im oberen Çoruh-Tal[2], dafür gibt es aber keine archäologischen Belege.

Der antike Name des Çoruh ist Acampsis[3]. Nach Diakonov und Kaškai[4] entspricht der Çoruh dem antiken Τάοχοι/Τάοι. Prokopios von Caesarea kennt den Çoruh als Boas. Er verwechselt ihn jedoch im Bereich der Mündung mit dem Phasis, der 70 km weiter nördlich liegt[5]. Er berichtet weiter, dass der Çoruh ab Artvin schiffbar ist (wasserreicher Nebenfluss Merehevi Suyu).

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Im Flusstal wachsen viele seltene Pflanzen[6][7] und leben seltene Vögel[8][9]. Es soll zu einem Naturschutzgebiet ernannt werden.

Staudämme[Bearbeiten]

Das Tal ist durch Pläne zum Bau von Staudämmen bedroht[10]:

Damm Phase
Tortum-Talsperre (am Tortum Çayı) in Betrieb
Muratli-Talsperre in Betrieb
Borçka-Talsperre in Betrieb
Deriner-Talsperre in Betrieb
Artvin-Talsperre im Bau
Yusufeli-Talsperre im Bau
Ayvali-Talsperre geplant
Olur-Talsperre geplant
Arkun-Talsperre im Bau
Aksu-Talsperre geplant
Gullubag-Talsperre in Betrieb
Ispir-Talsperre geplant
Laleli-Dam im Bau

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Çoruh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Artikel Çoruh in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)
  2. M. Salvini, The historical geography of the Sevan Region in the Urartian period. In: Raffaele Biscione et al. (Hrsg.), The North-Eastern Frontier Urartians and non-Urartians in the Sevan Lake Basin. I. The Southern shores. Documenta Asiana 7 (Rom 2002), 38
  3. Arrian
  4. Igorʹ Mikhaĭlovich Diakonov/S. M. Kashkai, Geographical names according to Urartian texts. Répertoire géographique des textes cunéiformes 9. Wiesbaden: Reichert , 1981, 26
  5. Robert W. Edwards, The Vale of Kola: A Final Preliminary Report on the Marchlands of Northeast Turkey. Dumbarton Oaks Papers 42, 1988
  6. Ozhatay N, Byfield A & Atay S 2005, 122 Important Plant Areas of Turkey, for WWF Turkey, Istanbul, Turkey.
  7. Conservation International Biodiversity Hotspots
  8. Magnin G & Yarar M 1989, Important Bird Area in Turkey, Dogal Hayati Koruma Dernegi, Turkey.
  9. Eken G, Bozdogan M, I˙sfendiyaroglu S, Kılıç DT & Lise Y, (editörler) 2006, Key biodiversity areas in Turkey, Doga Dernegi, Ankara, Turkey.
  10. ENCON 2006, ‘Yusufeli Dam and Hydroelectric Power Project Environmental Impact Assessment’, Ankara, Turkey.