Tschulyschman

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Tschulyschman
Чулышман
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Katu-Jaryk-Pass am Tschulyschman

Katu-Jaryk-Pass am Tschulyschman

Daten
Gewässerkennzahl RU13010100112115100001524
Lage Republik Altai (Russland)
Flusssystem Ob
Abfluss über Bija → Ob → Arktischer Ozean
Quelle Östlicher Altai
50° 27′ 3″ N, 89° 49′ 49″ O50.45083333333389.8302777777782300
Quellhöhe ca. 2300 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung Telezker See51.36416666666787.762777777778434Koordinaten: 51° 21′ 51″ N, 87° 45′ 46″ O
51° 21′ 51″ N, 87° 45′ 46″ O51.36416666666787.762777777778434
Mündungshöhe 434 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 1866 m
Länge 241 km[1]
Einzugsgebiet 16.800 km²[1]
Abfluss am Pegel Balyktscha[2]
AEo: 16.600 km²
Lage: 9,8 km oberhalb der Mündung
MQ 1930/2000
Mq 1930/2000
160 m³/s
9,6 l/(s km²)
Linke Nebenflüsse Bogojasch, Baschkaus
Rechte Nebenflüsse Usunojuk, Schawla, Tschultscha
Durchflossene Seen Dschulukul
Einzugsgebiete von Katun und Bija, darunter auch der Tschulyschman

Einzugsgebiete von Katun und Bija, darunter auch der Tschulyschman

Der 241 km lange Tschulyschman (russisch Чулышман) ist der größte Zufluss des Telezker Sees im Altai (Russland, Asien). Da die den See verlassende Bija zusammen mit dem Katun den Ob bildet, kann der Tschulyschman als Quellfluss des Ob gelten.

Verlauf[Bearbeiten]

Der Tschulyschman entspringt im Osten des Altai, in der Senke zwischen dem hier über 3500 m hohen Schapschalkamm und dem Tschulyschmanhochland (Чулышманское нагорье/ Tschulyschmanskoje nagorje;[3] auch Tschulyschmanbergland, Tschulyschmanskoje ploskogorje)[4] in der Nähe der Grenze zu Tuwa bei etwa 2300 m. In Quellnähe durchfließt er den 29,5 km² großen See Dschulukul (Джулукуль), durchquert dann das Tschulyschmanhochland in westlicher Richtung. Danach wendet sich der Fluss in nordwestliche Richtung und durchfließt – auf seiner gesamten Länge auf dem Territorium der Republik Altai – ein enges, tiefes Tal zwischen Tschulyschmanhochland und Ulaganplateau (Улаганское плато/ Ulaganskoje plato), um schließlich etwa 10 Kilometer unterhalb der einzigen Siedlung am Fluss, Balyktscha, in den Telezker See (434 m) zu münden.

Hydrographie[Bearbeiten]

Das Einzugsgebiet des Tschulyschman umfasst 16.800 km².[5] Bei Balyktscha beträgt die mittlere Wasserführung 160 m³/s (Minimum im März mit 15,9 m³/s, Maximum im Juni mit 564 m³/s).[6] Der Tschulyschman liefert damit 70 % der Wasserzufuhr des Telezker Sees. Im Unterlauf ist der Fluss etwa 140 m breit, 3 m tief, die Fließgeschwindigkeit beträgt 0,5 m/s.[7] Wichtigster Nebenfluss ist der 20 Kilometer oberhalb des Telezker Sees von links einmündende Baschkaus. Andere bedeutende Nebenflüsse sind von links Bogojasch (Богояш), von rechts Usunojuk (Узуноюк), Schawla (Шавла; nicht zu verwechseln mit dem rechten Nebenfluss Schawla des Argut im zentralen Altai) und Tschultscha (Чульча).

Der Tschulyschman friert zwischen Ende Oktober und Anfang Dezember zu, und wird zwischen Ende März und Anfang Mai eisfrei. Von Mai bis September führt er Hochwasser.

Touristische Bedeutung[Bearbeiten]

Mit der großen Zahl von fast über seine gesamte Länge von mehr als 200 Kilometern verteilten Stromschnellen und Wasserfälle gilt der Tschulyschman als einer der schwierigsten mit Kanu oder Schlauchboot befahrbaren Flüsse Russlands. Er ist, wie auch sein Nebenfluss Baschkaus, auf weiten Strecken des Mittellaufs in die höchste russische Schwierigkeitskategorie VI (nach internationaler Klassifikation V, stellenweise VI) eingeordnet.[8] Trotz seines wegen der Entfernung zu bewohnten Gebieten schwer zugänglichen Oberlaufes ist er deshalb insbesondere unter russischen Kanusportlern beliebt.[9]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tschulyschman – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Tschulyschman im Staatlichen Gewässerverzeichnis der Russischen Föderation (russisch)
  2. Tschulyschman am Pegel Balyktscha – hydrographische Daten bei R-ArcticNET
  3. Sowjetische topographische Karte 1:200.000 M-45-18
  4. Artikel Tschulyschmanbergland in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)
  5. Artikel Tschulyschman in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)
  6. Tschulyschman am Pegel Balyktscha – hydrographische Daten bei R-ArcticNET
  7. Sowjetische topographische Karte 1:200.000 M-45-10
  8. kayak.ru (russisch)
  9. Tour auf dem Tschulyschman (russisch, Fotos)