Tschynadijowo

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Tschynadijowo
(Чинадійово)
Wappen von Tschynadijowo
Tschynadijowo (Ukraine)
Tschynadijowo
Tschynadijowo
Basisdaten
Oblast: Oblast Transkarpatien
Rajon: Rajon Mukatschewe
Höhe: 148 m
Fläche: 6,82 km²
Einwohner: 6.823 (Dezember 2004)
Bevölkerungsdichte: 1.000 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 89640
Vorwahl: +380 3131
Geographische Lage: 48° 29′ N, 22° 50′ O48.48555555555622.830833333333148Koordinaten: 48° 29′ 8″ N, 22° 49′ 51″ O
KOATUU: 2122755500
Verwaltungsgliederung: 1 Siedlung städtischen Typs, 2 Dörfer
Bürgermeister: Iwan Moschak
Adresse: вул. Волошина 41
89640 смт. Чинадієво
Statistische Informationen
Tschynadijowo (Oblast Transkarpatien)
Tschynadijowo
Tschynadijowo
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Tschynadijowo (ukrainisch Чинадійово; russisch Чинадиево/Tschinadijewo, slowakisch Čiňaďovo, ungarisch Szentmiklós) ist eine Siedlung städtischen Typs in der westlichen Ukraine (Oblast Transkarpatien, Rajon Mukatschewe) nordöstlich der Stadt Mukatschewe.

Der etwa 6800 Einwohner zählende Ort liegt im Tal der Latoryzja an der Verbindungsstrecke zwischen Mukatschewe und Swaljawa. Durch den Ort verläuft die Staatsstraße M06 (E 50/E 471) sowie die Eisenbahnstrecke von Tschop nach Lemberg. Seit 1959 ist er eine Siedlung städtischen Typs.

Zu dem eigentlichen Ort gehören auch noch die ehemals selbstständigen Orte Nischnja Hrabiwnizja (Ніжня Грабівніця, deutsch Unterhrabonitz, Unterhrabownitz, Unterrechendorf, ungarisch Alsógereben) und Hlinjanez (Глінянець, ungarisch Pásztorlak) sowie die zur Gemeinde zählenden aber eigenständigen Orte Karpaty und Synjak.

Péter Perényi, der im frühen 15. Jhd. Szentmiklós besaß, begann mit dem Bau eines Schlosses. Unter den Truppen Jerzy Sebastian Lubomirskis wurde es 1657 erheblich beschädigt. Franz I. Rákóczi, Prinz von Siebenbürgen (1645–1676), baute es wieder auf. Nachdem er in seinem Unabhängigkeitsbestreben durch Kaiser Karl VI. besiegt wurde, gab dieser Mukatschewe (mit der Burg Palanok) und Tschynadijowo an Lothar Franz von Schönborn. Ein Jahr später fiel es an dessen Neffen Friedrich Karl von Schönborn-Buchheim. Der Besitz zählte zu den größten in Osteuropa und bestand 1731 aus 4 Städten und 200 Dörfern mit einer Gesamtfläche von 2.400 Quadratkilometern. Er blieb bis ins 20. Jhd. im Besitz der Grafen von Schönborn.

1928 kaufte der Steinkohlenunternehmer Eduard Šebela die hölzerne Kirche des Erzengels Michael des Dorfes Hliňanec und ließ sie nach Velké Kunčice pod Radhoštěm umsetzen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tschynadijowo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien