Tsuyoshi Yamaguchi

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Politiker Tsuyoshi () Yamaguchi. Für den Curler Tsuyoshi (剛史) Yamaguchi, siehe Tsuyoshi Yamaguchi (Curler).

Tsuyoshi Yamaguchi (jap. 山口 壯, Yamaguchi Tsuyoshi; * 3. Oktober 1954 in Aioi, Präfektur Hyōgo) ist ein parteiloser japanischer Politiker und Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments für den 12. Wahlkreis Hyōgo. Als Mitglied der Demokratischen Partei (Gemba-Gruppe)[1] war er 2011 und 20112 Staatssekretär im Kabinettsbüro sowie im Außenministerium.

Yamaguchi absolvierte die rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Tokio. Er erwarb danach einen Doktor an der Paul H. Nitze School of Advanced International Studies der Johns Hopkins University und wurde Beamter im Außenministerium, für das er unter anderem in der Volksrepublik China, in Pakistan, dem Vereinigten Königreich und in der Verteidigungsbehörde eingesetzt wurde.

Der Politik wandte sich Yamaguchi bei der Shūgiin-Wahl 1996 zu, als er im 12. Wahlkreis Hyōgo für die Neue Fortschrittspartei kandidierte, aber Saburō Kōmoto (LDP, der Sohn von Toshio Kōmoto) unterlag. Vier Jahre später, im Jahr 2000, kandidierte er als Unabhängiger erneut und konnte Kōmoto um rund 5.000 Stimmen übertreffen. Er schloss sich später dem Mushozoku no Kai („Versammlung der Unabhängigen“) von Motoo Shiina und Masami Tanabu an, für das er aber 2003 seinen Wahlkreis erneut an Kōmoto verlor. 2005 kandidierte er dann für die Demokratische Partei, verlor zwar den Wahlkreis erneut, gewann aber über den Verhältniswahlblock Kinki ein Mandat, beim demokratischen Erdrutschsieg 2009 konnte er Kōmoto in seinem Wahlkreis klar schlagen. Bei der demokratischen Erdrutschniederlage 2012 verteidigte Yamaguchi seinen Sitz mit 44.2% der Stimmen und klarem Vorsprung auf seine drei Gegenkandidaten.

In der Demokratischen Partei war Yamaguchi 2006 im zweiten Schattenkabinett („nächstes Kabinett“) von Ichirō Ozawa Schattenaußenminister, später unter anderem Vizevorsitzender des politischen Forschungsrates. Im Juli 2011 wurde er zum Staatssekretär im Kabinettsbüro berufen, um den zum Minister beförderten Tatsuo Hirano im Kabinett Kan zu ersetzen. Von 2011 bis 2012 war er Staatssekretär im Außenministerium für das Kabinett Noda.

Im Dezember 2013 verließ Yamaguchi die Demokratische Partei und nahm zunächst parteilos als „Sondermitglied“ (tokubetsu kaiin) an Sitzungen der Nikai-Faktion der LDP teil.[2] Die Demokratische Partei beantworte sein Austrittsgesuch mit Parteiausschluss.[3]

Yamaguchis Frau ist eine Nichte von Ex-Justizminister Shōzaburō Nakamura, Enkelin des Abgeordneten Yōichirō Nakamura und Urenkelin des Präsidenten von Kōshū Denryoku (später Teil von Tōkyō Denryoku) und Abgeordneten Kunizō Mori.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 玄葉氏支持議員35人が勉強会、グループ発足か. In: Yomiuri Shimbun. 10. März 2011, archiviert vom Original am 30. November 2012, abgerufen am 7. Juni 2011 (englisch).
  2. 民主離党の山口氏、自民・二階派へ. In: MSN/Sankei News. 19. Dezember 2013, abgerufen am 16. Februar 2014 (japanisch).
  3. 民主、自民入党の山口氏を除名. In: Nihon Keizai Shimbun News. 21. Januar 2014, abgerufen am 16. Februar 2014 (japanisch).
  4. kingendaikeizu.net: Yamaguchi Tsuyoshi