TuS Köln rrh. 1874

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TuS Köln rrh. 1874
TUS Schild klein.jpg
Voller Name Turn- und Sportverein Köln
rechtsrheinisch 1874
Ort Köln, Deutschland
Gegründet 1874
Stadion Sportpark Höhenberg
Plätze 1000
Vorstand Christian Kempe
Roland Gogol
Eva Lahr
Robert Krämer
Thomas Marx
Max Bröhl
Homepage www.tuskoeln.de
Liga Kreisliga C Köln
2011/12 2° (Kreisliga D Staffel 11) ↑
Heim
Auswärts
Eingang der Vereinsanlage

Der Turn- und Sportverein Köln rechtsrheinisch 1874 e.V. (kurz TuS Köln rrh. 1874) ist ein deutscher Sportverein aus Köln. Als Sportarten betreibt der Verein Leichtathletik, Fußball, Tennis, Schwimmen, Fitness und Turnen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der TuS Köln rrh ist 1946 aus dem Zusammenschluss des Turnvereins Kalk 1874 e.V. und des Turnvereins Köln-Höhenberg e.V. hervorgegangen. Seit 1919 ist der Verein auf der vereinseigenen Sportanlage an der Merheimer Heide in Köln-Höhenberg beheimatet und hat aktuell ca. 1000 Mitglieder. Der Verein widmet sich vor allem dem Kinder- und Jugendsport und engagiert sich, neben einem Breitensportangebot, im Leistungssport. Hier vor allem in der Leichtathletik. Aus diesem Bereich sind in den vergangenen Jahren einige deutsche Jugend- und Juniorenmeister hervorgegangen. Der größte sportliche Erfolg war der 7. Platz der TuS-Läuferin und Olympia-Teilnehmerin Akosua Serwaa bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2003. Die Damen-Fußballmannschaft des TuS Köln rrh platzierte sich in den Jahren 2005 bis 2008 im oberen Drittel der 2. Fußball Bundesliga der Frauen und erreichte 2008 das DFB-Pokal Halbfinale.

Frauenfußball[Bearbeiten]

1996 nahm der TuS Köln rrh die Frauen-Fußballabteilung des Deutschen Rekordmeisters im Frauenfußball SSG 09 Bergisch Gladbach in die eigene Frauen-Fußballabteilung auf und spielte in der damals zweitklassigen Regionalliga. Nach einem Abstieg in die Verbandsliga 1999 und dem direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga gelang 2004 die sportliche Qualifikation für die 2. Bundesliga (Frauen): Aus organisatorischen Gründen konnte der Platz jedoch nicht in Anspruch genommen werden. 2005 gelang die erneute Qualifikation als Meister der Regionalliga West und die erste Zweitliga-Saison beendete die Mannschaft 2006 auf Platz vier. Der Mittelrhein-Pokal wurde 1998, 1999, 2000, 2004 und 2005 gewonnen und das DFB-Pokal-Viertelfinale 1999, 2005 und 2007 erreicht. Im Jahr 2008 wurde sogar das DFB-Pokal-Halbfinale erreicht. Im Juli 2008 wurde die Lizenz für die 2. Bundesliga an Bayer Leverkusen übertragen. Die Frauen-Fußballmannschaften wechselten in diesem Zug zu Bayer 04 Leverkusen. Kurze Zeit später begann der Neu-Aufbau der Frauen-Fußballabteilung im Kinder und Jugendbereich. Die Abteilung erfreut sich eines regen Mitglieder-Zuwachses und in der Saison 2010/11 nahm erstmals wieder eine Frauen-Mannschaft den Spielbetrieb auf.

Leichtathletik[Bearbeiten]

Die Leichtathletikabteilung ist auf die Nachwuchsarbeit konzentriert und bringt seit vielen Jahren immer wieder überregional erfolgreiche Athleten hervor. Deutsche Jugend- und Juniorenmeister waren in der Vergangenheit unter anderem H. Krudwig, G. Karge, L. Bömmelburg, Kopp, Hamacher, Langmann, Andreas Kunz, Robert Krämer, O. Maychzrak, Lars Jucken und Stefan Wieser. Aus der von Günter Kuxdorf († 13. Mai 2013) trainierten Mittel- und Langstrecken Trainingsgruppe und der von Georgi Kamenezki geleiteten Sprint- und Sprung-Trainingsgruppe erreichen regelmäßig Athleten die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften. 2012 wurde die 400m Hürden-Läuferin Christine Salterberg Deutsche Meisterin in der U20 und erreichte bei den U20 Weltmeisterschaften den 9. Platz. Der größte internationale Erfolg gelang der 800 m TuS-Läuferin Akosua Serwaa, die bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2003 den 7. Platz errang und 2004 an den Olympischen Sommerspielen 2004 teilnahm. Darüber hinaus ist der TuS Köln rrh traditionell einer der deutschlandweit erfolgreichsten Vereine im Altersklassenbereich. Viele Deutsche Meistertitel wurden in den letzten Jahren im Seniorensport erreicht. Vor allem sind die Welt- und Europameister-Titel von Winfried Schmidt zu erwähnen, der in der Altersklasse der über 60-jährigen unter anderem den deutschen Rekord über 10.000 m in 34:05 min hält.

Stadion[Bearbeiten]

Das Vereinsgelände befindet sich im Höhenberger Sportpark an der Frankfurter Straße in Köln-Höhenberg und beheimatet auf ca. 15.000 m² eine Kunststoff-Laufbahn, einen Rasen-Fußballplatz (Stadion der ehemaligen 2. Fußball-Bundesligamannschaft der Damen) sowie einen Fußball-Hartplatz und fünf Tennis-Plätze. Außerdem befindet sich auf dem Gelände eine Vereinsgaststätte mit einem unter altem Baumbestand gelegenen Biergarten. Auf der Anlage trainieren Leichtathleten, Fußballer und Tennisspieler und es finden hier regelmäßig überregionale Leichtathletik-Wettkämpfe statt.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]