Tubanten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Tubanten oder Tubanti (lateinisch: Tubantes, griechisch Τούβαντοι Toubantoi) waren ein germanischer Stamm, der gegen Ende der Völkerwanderung im Osten der heutigen Niederlande in der heutigen Region Twente im Kreis Borken / Gronau, Kreis Steinfurt und Kreis Grafschaft Bentheim lebte.

In den Berichten des Geschichtsschreibers Publius Cornelius Tacitus über die Expedition des Germanicus im Jahre 14 n. Chr. nach Norddeutschland und ins Gebiet der heutigen Niederlande werden die Tubanten als "Tubanti" erwähnt. Zusammen mit den Usipetern und den Brukterern kamen sie den Marsern gegen die römischen Truppen zu Hilfe und stellten dem Germanicus in einer Waldschlucht einen Hinterhalt.

Auch im Jahre 308 n. Chr. gab es eine Konfrontation mit den römischen Truppen, die unter Kaiser Konstantin die Brukterer angriffen. In der germanischen Koalition, die den Brukterern zu Hilfe kam, waren auch die Tubanten vertreten.

Der Name Twente für die heutige niederländische Region im ehemaligen Siedlungsgebiet dieser Volksgruppe ist vom Begriff "Tubanti" abgeleitet. Es gibt eine niederländische Tageszeitung in Enschede mit dem Namen Tubantia (De Twentsche Courant Tubantia). In der Bezeichnung dieser Tageszeitung sowie im Namen von Sportvereinigungen (z. B. Fußballclub H.V.V. Tubantia, Hengelo) lebt der Name der Tubanten weiter. Es gab auch ein niederländisches Schiff namens Tubantia.

Literatur[Bearbeiten]