Tumbach

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Tumbach
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BW

Daten
Gewässerkennzahl DE: 2383622
Lage Deutschland
  Baden-Württemberg
    Ostalbkreis
Flusssystem Rhein
Abfluss über Klotzbach → Rems → Neckar → Rhein → Nordsee
Quelle Etwa 2 km südöstlich der Stadtmitte von Heubach am Hang oberhalb der Steigenstraße L 1162 Heubach–Bartholomä.
48° 46′ 24″ N, 9° 57′ 1″ O48.7734416666679.9503583333333640
Quellhöhe ca. 640 m ü. NN[1]
Mündung Etwa 1 km südsüdwestlich der Stadtmitte von Heubach von rechts in den Beurener Bach, der dadurch zum Klotzbach wird.48.7809694444449.9287055555556481.2Koordinaten: 48° 46′ 51″ N, 9° 55′ 43″ O
48° 46′ 51″ N, 9° 55′ 43″ O48.7809694444449.9287055555556481.2
Mündungshöhe 481,2 m ü. NN[2]
Höhenunterschied ca. 158,8 m
Länge 2,2 km[3]
Einzugsgebiet 4 km²[4]
Mittelstädte (Winziger Anteil am Einzugsgebiet:) Schwäbisch Gmünd
Kleinstädte (Nur Einzugsgebiet:) Heubach
Gemeinden (Sehr kleiner Anteil am Einzugsgebiet:) Bartholomä,Vorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt

Der Tumbach ist ein Bach am Albtrauf bei Heubach im baden-württembergischen Ostalbkreis. Er ist der mit 2,2 km Lauflänge kürzere östliche Oberlauf des Klotzbachs.

Geographie[Bearbeiten]

Quelle und Verlauf[Bearbeiten]

Der Tumbach – im Dialekt: Daunbach – entspringt etwa 2 km südöstlich der Stadtmitte von Heubach im Ostalbkreis. Er entsteht am Hirschbrunnen, unmittelbar oberhalb der Steigenstraße L 1162 Heubach–Bartholomä an deren Nordserpentine im Waldklingengewann Trögteich auf ungefähr 640 m ü. NN. Von hier läuft er erst südwestlich, bald schon westlich zu Tale und erreicht schon nach weniger als 400 Metern die Flurgrenze. Nach etwa dem Doppelten dieser Strecke erfährt er von rechts aus dem unteren Nähertal seinen ersten Zufluss, einen kleinen Kerbtalbach, in dessen Verlauf schon am unteren Hangfuß die Gutenbachquelle liegt. Etwa 200 Meter weiter mündet dann von links sein größter Zufluss aus der Teufelsklinge, der ein längeres und tieferes Tal gegraben hat, auf etwas unter 530 m ü. NN. Auch dieser Wasserlauf wird zuweilen als Ursprung des Tumbach angesehen.[5] Auf seinem restlichen starken Kilometer dreht der Bach mehr und mehr in nordöstliche Richtung, nimmt von rechts noch den Ausfluss einiger rechts dicht an ihm liegender Quellen auf, und mündet dann auf 481,2 m ü. NN von rechts in den Beurener Bach, der dadurch zum Klotzbach wird, etwa einen Kilometer südsüdwestlich der Stadtmitte von Heubach und zwischen dem Sporn des Scheuelbergs im Westen, des Nägelbergs im Süden und dem Nordwestausläufer Riedköpfle des Hochbergs im Osten.

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Der Tumbach entwässert einen Teil des Albtraufs von etwa 4,0 km² südlich von Heubach. Die Wasserscheide zieht von der Mündung aus östlich das Riedköpfle hinauf auf die Mitte des Hochbergs, dann über den verbindenden Sattel zum Kopf des Heidenburrens und weiter fast bis zum Waldweg zwischen dem Festplatz und dem Sendermast auf dem Utzenberg. Jenseits entwässert hier, ab dem Riedköpfle, der Hirschbach zum Klotzbach. Danach knickt die Grenze des Einzugsgebietes nach Süden und läuft auf der Albhochfläche über das südliche Langenfeld, das Abendholz und die L 1162 hinweg bis zum Baronenberg. Östlicher Konkurrent ist hier die Lauter. Von hier an fällt nun die Wasserscheide des Tumbachs für knapp zwei Kilometer durch den Schnorren nach Westen zusammen mit der Europäischen Hauptwasserscheide zwischen Rhein und Donau; auf der verkarsteten Albhochfläche gibt es hier jenseits erst 9 km weiter im Süden bei Söhnstetten wieder einen kleinen Wasserlauf. Vor dem Betzenhau biegt die Wasserscheide dann nach Nordwesten ab und läuft auf der schmalen Hochebene des Nägelbergs zu dessen Sporn und von dort wieder hinunter zur Mündung. Jenseitiger Konkurrent ist hier der etwas längere linke Oberlauf Beurener Bach des Klotzbachs, zuoberst Griesbach geheißen.

Auf der Albhochfläche im östlichen Schnorren und also schon nahe der südlichen Wasserscheide zu liegt im Einzugsgebiet eine Hülbe mit einem halbkilometrigen, nichtbeständigen Zulauf aus Westen. Dessen weitere, trockene Talung zieht entgegen der Tumbach-Richtung nach Südosten über die Hauptwasserscheide hinweg. Die auf der Albhochfläche relevanteren Kluftleiter entwässern also hier wohl in Gegenrichtung.[6]

Mindestens drei Viertel des Einzugsgebietes sind bewaldet. Offenes Terrain findet sich nur auf dem Talboden und dem untersten Hangfuß sowie auf der Hochfläche in einem Streifen längs der L 1162.

Der Tumbach verläuft ganz auf Heubacher Gebiet und auch sein Einzugsgebiet liegt fast vollständig auf der Gemarkung der Stadt. Ein sehr kleiner Zipfel davon im Südosten gehört zu Bartholomä und ein noch kleinerer im Südwesten zur Bargauer Gemarkung von Schwäbisch Gmünd.

Die Besiedlung beschränkt sich auf das Jägerhaus, ein Einzelhaus neben der L 1162, die an dessen nordöstlichem Hang über die ganze Länge des Tales die Albhöhe erklimmt.

Zuflusssystem[Bearbeiten]

Ursprung des Tumbachs am Hirschbrunnen im Trögteich.

  • Gutenbach aus dem unteren Nähertal, von rechts kurz vor der Tumbachquerung eines Feldwegs im Tal, 0,3 km.[7] Schon unterhalb einer kleinen Serpentine der L 1162 ins Nähertal hinein liegt im Lauf die Gutenbachquelle.
  • Bach durch die Teufelsklinge, teilweise als Tumbach-Oberlauf angesehen, von rechts unterhalb der fünf Linden am Schafhaus auf 526,9 m ü. NN,[8] 0,5 km.[7]
  • Mehrere Quellen am rechten unteren Hangfuß, zwischen Feldwegfurt und Mündung

Zusammenfluss des Tumbachs von rechts mit dem Beurener Bach nach 2,2 km Laufs etwa einen Kilometer südsüdwestlich von Heubach zum Klotzbach.

Sehenswürdigkeiten und Bauwerke[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nach dem Höhenlinienbild auf der TK25 interpoliert.
  2. Texteintrag in Schwarz an der Mündung auf der TK25. Die TK50 beschriftet hier in Blau mit 481, so dass sich die Höhe also wohl auf die Gewässer bezieht.
  3. Nach LUBW-FG10 (Datensatzeintrag).
  4. Nach LUBW-GEZG.
  5. Nach Beschriftung auf dem Geodatenviewer in bestimmten Auflösungen. Die TK25 gibt für diesen sensationelleren Zufluss nur den Klingennamen an.
  6. Einzugsgebiet nach LUBW-GEZG.
  7. a b Abgemessen auf der TK25.
  8. Texteintrag in Schwarz auf der TK25, passend zum Höhenlinienbild.

Literatur[Bearbeiten]

  • „TK25“: Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg Nord, als Einzelblatt Nr. 7225 Heubach
  • „TK50“: Topographische Karte 1:50.000 Baden-Württemberg Nord, als Einzelblatt Nr. 7224 Geislingen an der Steige

Weblinks[Bearbeiten]

Geodatenviewer des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (Hinweise), insbesondere mit den Teilkarten/Layers

  • der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW)
    • „LUBW-FG10“: Fließgewässer 1:10.000
    • „LUBW-SG10“: Stehende Gewässer 1:10.000
    • „LUBW-GEZG“: Gewässereinzugsgebiete
  • des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau des Landes Baden-Württemberg (LGRB)
    • „LGRB-GTP“: Geotopkataster
    • „LGRB-GÜK300“: Geologische Übersichtskarte 1:300.000