Tunø

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Tunø
Kirche mit Leuchtturm
Kirche mit Leuchtturm
Gewässer Århusbucht, Kattegat
Geographische Lage 55° 57′ 6″ N, 10° 26′ 7″ O55.95166666666710.43527777777824Koordinaten: 55° 57′ 6″ N, 10° 26′ 7″ O
Tunø (Dänemark)
Tunø
Länge 3,9 km
Breite 1,5 km
Fläche 3,52 km²
Höchste Erhebung unbenannt
24 m
Einwohner 113 (1. Januar 2014[1])
32 Einw./km²
Hauptort Tunø By
Karte von Samsø (Nordteil) 1900,westlich davon Tunø
Karte von Samsø (Nordteil) 1900,
westlich davon Tunø

Tunø ist eine 3,52 km² große[2] dänische Ostsee-Insel mit 113 Einwohnern (1. Januar 2014 [1]). Sie liegt zwischen der Insel Samsø (3,8 km östlich) und Dingby Hoved auf dem jütländischen Festland (8,4 km westlich).

Die Insel bildet, anders als das unmittelbar benachbarte Samsø, früher eine eigene Kirchspielsgemeinde (dän.: Sogn) Tunø Sogn, die bis 1970 zur Harde Ning Herred im damaligen Århus Amt gehörte, danach zur Odder Kommune im erweiterten Århus Amt, die seit der dänischen Kommunalreform 2007 zur Region Midtjylland gehört.[3]

Tunø wird in folgende Gebiete gegliedert:

  • Mosen
  • Nørreklint
  • Revet
  • Stenkalven
  • Sønderklint
  • Tunø (Ortschaft)
  • Tunø Røn (Sandspitze am östlichen Ende)

Der 18 Meter hohe weiße Kirchturm der Kirche von Tunø ist gleichzeitig der Leuchtturm Tunø Fyr.

Am südöstlichen Ende der Insel liegt Tunø Havn, ein kleiner Hafen, der durch zwei Molen geschützt ist und der auch von der Fähre genutzt wird.

Die Insel steht nahezu völlig unter Naturschutz und kann auf einem sieben Kilometer langen Rundweg erwandert werden. Im mittleren Teil ist die Insel vermoort, im nördlichen gibt es eine Graspiste als Landebahn für Kleinflugzeuge. Autos dürfen auf der Insel nicht verkehren; es werden Wagen zur Personenbeförderung von Traktoren gezogen.

Eine schmale Sandspitze, Tunø Røn, erstreckt sich einen Kilometer Ostnordost vom östlichen Ende der Insel. Im äußeren Teil fällt die Sandspitze trocken und wird dort durch eine Fahrwassertonne markiert. Drei Kilometer südlich der Westspitze von Tunø liegt die Untiefe Kirkegrund. Ihre geringste Tiefe von 3,1 Metern wird durch eine Kardinaltonne (Ostquadrant) markiert. Eine schmale und trockenfallende Sandbank, Tunø Knob, liegt 1600 Meter westlich der Westspitze von Tunø und erstreckt sich 2400 Meter weiter nach Westen. Sie ist im Westen durch eine Kardinaltonne (Westquadrant) markiert, die Fahrrinne zwischen Tunø und Tunø Knob ist durch zwei Fahrwassertonnen markiert. 300 bis 1300 Meter nördlich von Tunø Knob befindet sich der 1995 in Betrieb genommene Offshore-Windpark Tunø Knob. Bei dem Windpark, der aus 10 beleuchteten[4] Windkraftanlagen zu je 500 kW besteht, die in 3-5 Meter tiefem Wasser stehen, handelt es sich um das zweite dänische Offshore-Demonstrationsprojekt.[5]

Die seltenen Tümmler und die Seehunde finden hier ebenso wie die Eiderente Schutz. Im Dorfteich laicht die Wechselkröte. Der einzige Ort und Hafen der Insel ist Tunø By. Der Kirchturm ist zugleich der Leuchtturm und liegt auf einem Hügel in der Dorfmitte. Die Insellage Tunøs führt im Vergleich zum Festland zu besserem Wetter, was auch das Vorkommen von Maulbeer- und Feigenbäumen erklärt. Auf der Insel werden auch Fossilien gefunden.

Küstenangeln ist gut möglich: Meerforelle, Hornhecht, Flundern, Kabeljau, Aale und Meeräschen sind zu fangen.

Einmal jährlich findet das Musikfestival Tunøfestival statt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Tunø – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistikbanken -> Befolkning og valg -> BEF4: Folketal pr. 1. januar fordelt på øer (dänisch)
  2. Danmarks Statistik: Statistical Yearbook 2009 - Geography and climate, Table 3 Area and population. Regions and inhabited islands (englisch; PDF; 39 kB)
  3. http://www.dis-danmark.dk/amt-herred-sogn/data/sogne_id.csv
  4. NV.Sportschiffahrtskarten Ostsee, Serie 2 - Samsö - Sund - Kattegat, Karte S29 - Århus Bucht
  5. Erich Hau, Windkraftanlagen: Grundlagen, Technik, Einsatz, Wirtschaftlichkeit. Berlin, Heidelberg 2008, S. 709f.