Turiner Dom

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Kathedrale San Giovanni Battista
Blick auf den Altar

Der Turiner Dom (ital.: Duomo di Torino) ist Johannes dem Täufer gewidmet (Cattedrale di San Giovanni Battista). Er ist die Hauptkirche Turins und Kathedrale des Erzbistums Turin.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Kirche wurde von 1491 bis 1498 gebaut, der zugehörige Campanile stammt bereits aus dem Jahr 1470. Das Turiner Grabtuch wird seit 1578 im Turiner Dom aufbewahrt, nachdem es auf Anordnung des seinerzeitigen Eigentümers, Herzog Emanuel Philibert von Savoyen, von Chambéry nach Turin überführt wurde. Eine eigene Kapelle für das Turiner Grabtuch wurde 1668 bis 1694 durch den Baumeister Guarino Guarini hinter dem Hauptaltar hinzugefügt, die bei dem Brand von 1997 schwer beschädigt wurde. Seitdem wird das Grabtuch in einer Seitenkapelle des Doms verwahrt.

Ausstattung[Bearbeiten]

Ansicht der großen Orgel

Die Orgel wurde 1874 von Giacomo Vegezzi Bossi erbaut, und in den Jahren 1901–1902 von demselben verändert. Das Instrument steht auf der Sängerbühne auf der Epistelseite des Altares, in einem monumentalen Gehäuse, das von Benedetto Antegnati (Brescia) erbaut worden war, und zuvor schon mehrere Instrumente beherbergte. Die Domorgel wurde 1972 umfassend restauriert, wobei einige Register hinzugefügt wurden. Das Instrument hat insgesamt 59 Register, verteilt auf zwei Manuale und Pedal. In den Manualwerken sind insgesamt 15 Register in Bass- und Diskant-Seite separat registrierbar. Die Trakturen sind mechanisch.[1]

I Manual C–c4
1. Voce umana D 8′
2. Corni dolci D 16′
3. Flauto traverso D 8′
4.+5. Flauto in VIII B/D 4′
6.+7. Ottavino B/D 2′
8. Cornetto III D
9. Cornetto in XVII B 13/5
10. Violone B 8′
11. Violino D 8′
12.+13. Trombe B/D 16′
14.+15. Trombe B/D 8′
16. Corno inglese D 16′
17. Clarino B 8′
18. Clarinetto D 8′
19. Oboe D 8′
20. Clarone B 4′
21.+22. Principale B/D 16′
23.+24. Principale B/D 8′
25.+26. Principale II B/D 8′
27.+28. Ottava B/D 4′
29.+30. Ottava II B/D 4′
31.+32. XII B/D 4′
33. XV 2′
34. XIX 11/3
35. XXII–XXVI 1′ + 2/3
36. XXVI–XXIX 2/3′ + 1/2
37. XXVI–XXIX 2/3′ + 1/2
38. XXXIII–XXXVI 1/3′ + 1/4
39. XXXIII–XXXVI 1/3′ + 1/4
40. XXXIII–XXXVI 1/3′ + 1/4
41. Sesquialtera
II Manual C–c4
42.+43. Principale B/D 8′
44.+45. Ottava B/D 4′
46. XV 2′
47. XIX 1/3
48. XXII 1′
49. XXVI 1/3
50. XXIX–XXXIII 1/2′ + 1/3
51. Voce umana 8′
52.+53 Bordone B/D 8′
54. Flauto traverso D 8′
55.+56. Flauto conico B/D 4′
57. Flautino D 2′
58. Cornetto a tre canne D
59. Violino D 8′
60. Voce flebile 8′
61. Tromba D 8′
62.+63. Violoncello B/D 8′
64. Voce corale D 16′
Pedal C–d1
65. Contrabbasso 16′
66. Principale 16′
67. Gran Quinta 102/3
68. Ottava 8′
69. Ottava 4′
70. Ripieno VI
71. Flauto coperto 8′
72. Bombarde 16′
73. Trombone 8′
74. Clarone 4′

Galerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

 Commons: Duomo (Turin) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Renzo Rossotti: Storia insolita di Torino. Newton & Compton. Rom 2006, ISBN 88-8289-743-5.
  • Giovanni B. Semeria: Storia della Chiesa metropolitana di Torino. Fontana, Turin 1840.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nähere Informationen zur Orgel und zur Disposition (auf italienisch).

45.0733217.685434Koordinaten: 45° 4′ 24″ N, 7° 41′ 8″ O