Turmberg (Karlsruhe)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Turmberg
Blick auf den Turmberg von Westen

Blick auf den Turmberg von Westen

Höhe 256 m ü. NHN
Lage Baden-Württemberg, Deutschland
Gebirge Kraichgau
Koordinaten 48° 59′ 49″ N, 8° 29′ 8″ O48.9969444444448.4855555555556256Koordinaten: 48° 59′ 49″ N, 8° 29′ 8″ O
Turmberg (Karlsruhe) (Baden-Württemberg)
Turmberg (Karlsruhe)

Der Turmberg (256 m ü. NHN,[1] ehemals Hohenberg) ist der Hausberg des Karlsruher Stadtteils Durlach. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel und – bei klarer Sicht – ein geschätzter Aussichtspunkt mit Blick auf die etwa 140 m tiefer gelegene Rheinebene, den Pfälzerwald und das Elsass. Auf den Turmberg führt die Turmbergbahn, eine Standseilbahn aus dem Jahre 1888.

Geographie[Bearbeiten]

Ausblick in Richtung Karlsruhe
Ruine der Burganlage

Der Turmberg liegt im Grenzbereich vom Kraichgau zum Schwarzwald. In der naturräumlichen Gliederung wird er dem Kraichgau zugerechnet.[2] Daneben gibt es Darstellungen, die ihn als nördlichste Schwarzwaldhöhe ansehen. Sein Gipfel besteht, für den Schwarzwald untypisch, aus Muschelkalk.[3]

Bebauung[Bearbeiten]

Auf dem Gipfel des Turmbergs befindet sich die Ruine der Burg Durlach, auch Turmberg oder Hohenberg genannt. Der verbliebene Turm dient als Aussichtsturm.

Unweit der Ruine befindet sich auf dem Gipfelplateau die 1953 erbaute Sportschule Schöneck des Badischen Fußballverbandes, in der sich u. a. die Fußball-Weltmeisterschaftself von 1954 unter Sepp Herberger auf das WM-Turnier vorbereitet hat.

Die am Turmberg gelegenen Wohnviertel gehören mit ihrem Blick über die Rheinebene zu den beliebten Prominenten- und Villenvierteln von Karlsruhe.

Turmbergrennen[Bearbeiten]

Das Turmbergrennen findet seit 2000 statt und wird von den Karlsruher Radkurieren (die soffi e. V.) ausgerichtet. Die Rennstrecke führt über eine Streckenlänge von rund 1800 Metern vom Fuß des Turmbergs in Karlsruhe Durlach (Ecke Grötzinger Straße, Nesslerstraße) den Turmberg hinauf bis zur Bergstation der Turmbergbahn. Dabei müssen rund 120 Höhenmeter bei einer durchschnittlichen Steigung von 6,7 % überwunden werden. Das Rennen gliedert sich in ein Bergzeitfahren und ein bzw. zwei Ausscheidungsrennen.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Susanne Asche, Olivia Hochstrasser: Durlach – Staufergründung, Fürstenresidenz, Bürgerstadt. Stadt Karlsruhe, Stadtarchiv, ISBN 3761703228.
  •  Karl Gustav Fecht: Geschichte der Stadt Durlach. Adolph Emmerling, Heidelberg 1869 (Photomechanischer Nachdruck 1969 der Vereinigung ehemaliger Schüler des Markgrafen-Gymnasiums).
  •  Christian Edel: Durlach ein historischer Rundgang. Freundeskreis Pfinzgaumuseum – Historischer Verein Durlach e. V., Karlsruhe-Durlach 2004, ISBN 3-9803311-5-6.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Turmberg (Karlsruhe) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. vgl. naturräumliche Gliederung im Kartendienst der LUBW unter „Natur und Landschaft“ > „Naturräume“, abgerufen am 14. August 2013
  3. Rudolf Metz: Mineralogisch-landeskundliche Wanderungen im Nordschwarzwald, besonders in dessen alten Bergbaurevieren. 2., vollständig überarbeitete Auflage, Schauenburg, Lahr 1977, ISBN 3-7946-0128-9, S. 368.