Turnberry Golf Club

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Aisla Course
Turnberry Golf Course, Lighthouse and Ailsa Craig - geograph.org.uk - 164311.jpg
Leuchtturm & Aisla Craig
Platzdaten
Koordinaten: 55° 19′ 38″ N, 4° 50′ 11″ W55.3272-4.8364
Bespielbar seit: 1906
Architekt: Willie Fernie
Erweiterungen: Mackenzie Ross 1949–1951
Par: 70
Länge: 7204 yrds
Charakter: Links
Kintyre Course
Turnberry Golf Courses - geograph.org.uk - 1138742.jpg
Kintyre Course
Platzdaten
Koordinaten: 55° 19′ 38″ N, 4° 50′ 11″ W55.3272-4.8364
Bespielbar seit: Neueröffnung 2001
Architekt: Donald Steel
Par: 72
Länge: 6861 yards
Charakter: Links
Arran Course
Koordinaten: 55° 19′ 38″ N, 4° 50′ 11″ W55.3272-4.8364
Par: 9 Loch
Länge:
Charakter: Links

Turnberry ist ein Golfresort an der Küste Firth of Clyde im Südwesten Schottlands und einer der regelmäßigen Austragungsorte der British Open. Entlang der zerklüfteten Küste von South Ayrshire befinden sich drei Golfplätze im Linksdesign, eine Golf Akademie, ein von James Miller entworfenes und 1906 fertiggestelltes Luxushotel, sowie zahlreiche Ferienhäuser. Der eindrucksvolle Blick zur markante Felseninsel Ailsa Craig begrenzt Turnberry im Westen.

Im Ersten Weltkrieg wurde dieser Küstenstreifen für den militärischen Flugbetrieb ausgebaut. Während dieses Zeitraums trainierte das Royal Flying Corps Piloten im Luftgefecht und dem Luftkampf. Turnberry Hotel wurde zu dieser Zeit als Lazarett für verwundete Soldaten genutzt. Nach dem Krieg wurden die ersten beiden Plätze umgebaut und erhielten die Namen „Ailsa“ und „Arran“. Ein noch heute existierende Denkmal zu Ehren verlorener Piloten wurde auf einem Hügel nahe dem 12Grüns Ailsa Course errichtet.

Die Geschichte wiederholte sich im Zweiten Weltkrieg das Hotel wurde als Lazarett genutzt und der Golfplatz wurde von der Royal Air Force zu Trainingszwecken benutzt.[1]

Nach einem Redesign des Platzes durch Mackenzie Ross ab 1949 konnte der Ailsa 1951 wiedereröffnet werden und bietet heute Ausblick auf die Felseninsel von Ailsa Craig und die Insel Arran.

Der Golfplatz[Bearbeiten]

Der Ailsa Course war bisher Austragungsort zahlreicher Turniere und Meisterschaften. Neben den vier British Open Events war der Club 2002 Austragungsort der Women's British Open, des Walker Cups 1963, der Amateur Championships 1961, 1983, 1996 und 2008 sowie bereits sechsfacher Gastgeber der Senior Open Championship (1987–1990, 2003, 2006).

Loch Name Distanz(yrd) Par Loch Name Distanz(yrd) Par
1 Ailsa Craig 354 4 10 Dinna Fouter 456 4
2 Mak Siccar 428 4 11 Maidens 175 3
3 Blaw Wearie 489 4 12 Monument 451 4
4 Woe-Be-Tide 166 3 13 Tickly Tap 410 4
5 Fin Me Oot 474 4 14 Risk-An-Hope 448 4
6 Tappie Toorie 231 3 15 Ca' Canny 206 3
7 Roon The Ben 538 5 16 Wee Burn 455 4
8 Goat Fell 454 4 17 Lang Whang 559 5
9 Bruce's Castle 449 4 18 Duel in the Sun 461 4
Out 3583 35 In 3621 35
Total 7204 70

Die beiden anderen Plätze in Turnberry sind der Kintyre Course und der 9-Loch Arran Course. Der Kintyre Course (neu eröffnet 2001), ist ein weiterer Meisterschaftsplatz welcher auch bereits Austragungsort der Qualifikation zur British Open war. Der Platz wurde von Donald Steel auf Grundlage des ursprünglichen Arran-designs errichtet. Der neue Arran Course konnte 2002 eröffnet werden.

Weitere Einrichtungen des Resorts sind die 2000 eröffnete Colin Montgomerie Links Golf Academy, und ein kleinerer Übungsplatz (Pitch and Putt).

The Open Championship[Bearbeiten]

Zur Premiere der British Open in Turnberry 1977, war der Platz die Bühne für das berühmt gewordene „Duell in der Sonne“,[2][3] als Tom Watson einen Sieg mit einem Schlag Vorsprung auf Jack Nicklaus erringen konnte. In Erinnerung an dieses Ereignis wurde 2003 das 18. Loch des Ailsa Courses, „Ailsa Hame“, umbenannt in „Duel in the Sun“. Nach drei Tagen mit identischen Ergebnissen lagen Nicklaus und Watson am Finaltag mit einer komfortablen Führung deutlich vor dem Rest des Feldes. Nach einem erneuten Gleichstand am 16. Loch konnte Nicklaus einen kurzen Putt zum Birdie am 17. Loch zum erneuten Ausgleich nicht nutzen. Am 18. Loch kam Nicklaus nach einem Schlag aus dem Rough und einem langen Birdie Put zurück und zwang Watson zum Lochen seines kurzen Birdieputs, was diesem gelang.

Eingang in die Geschichte des Sports fand auch die Austragung der British Open 2009, als der nunmehr 59-jährige Tom Watson erneut nach der britischen Krone des Golfsports griff und erst nach einem dramatischen Stechen über vier Löcher von Stewart Cink bezwungen werden konnte.

Die Sieger der British Open in Turnberry, alle ausgetragen auf dem Ailsa Course:

Jahr Sieger Nationalität Score
R1 R2 R3 R4 Total
2009 Stewart Cink Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 66 72 71 69 278 (−2)PO
1994 Nick Price SimbabweSimbabwe Simbabwe 69 66 67 66 268 (−12)
1986 Greg Norman AustralienAustralien Australien 74 63 74 69 280 (Even)
1977 Tom Watson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 68 70 65 65 268 (−12)

The Women's British Open[Bearbeiten]

Sieger der Women's British Open in Turnberry.

Jahr Sieger Nationalität Score
R1 R2 R3 R4 Total
2002 Karrie Webb AustralienAustralien Australien 66 71 70 66 273 (−11)

[4]

The Senior Open Championship[Bearbeiten]

Sieger der The Senior Open Championship in Turnberry (alle ausgetragen auf dem Aisla-Course).

Jahr Sieger Nationalität Score
R1 R2 R3 R4 Total
2006 Loren Roberts Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 65 65 69 75 274 (-6)PO
2003 Tom Watson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 66 67 66 64 263 (−17)PO
1990 Gary Player SudafrikaSüdafrika Südafrika 69 65 71 75 280 (E)
1989 Bob Charles NeuseelandNeuseeland Neuseeland 70 68 65 66 269 (−11)
1988 Gary Player SudafrikaSüdafrika Südafrika 65 66 72 79 272 (-8)
1987 Neil Coles EnglandEngland England 66 73 67 73 279 (−1)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Turnberry at War
  2. The Open – Turnberry 2009; Official Programme
  3. Duel in the Sun, golf.com, abgerufen 3. Februar 2011
  4. R. Laidlaw (Hrds.): Golfer's Handbook 2010. Macmillan

Weblinks[Bearbeiten]