Turnow-Preilack

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Turnow-Preilack
Turnow-Preilack
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Turnow-Preilack hervorgehoben
51.88777777777814.39138888888962Koordinaten: 51° 53′ N, 14° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Spree-Neiße
Amt: Peitz
Höhe: 62 m ü. NHN
Fläche: 38,02 km²
Einwohner: 1163 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner je km²
Postleitzahl: 03185
Vorwahl: 035601
Kfz-Kennzeichen: SPN, FOR, GUB, SPB
Gemeindeschlüssel: 12 0 71 401
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulweg 4
03185 Turnow-Preilack
Bürgermeister: Helmut Fries (WGT)
Lage der Gemeinde Turnow-Preilack im Landkreis Spree-Neiße
Burg Briesen Dissen-Striesow Döbern Drachhausen Drehnow Drebkau Felixsee Forst Groß Schacksdorf-Simmersdorf Guben Guhrow Heinersbrück Hornow-Wadelsdorf Jämlitz-Klein Düben Jänschwalde Kolkwitz Neiße-Malxetal Neuhausen Peitz Schenkendöbern Schmogrow-Fehrow Spremberg Tauer Teichland Tschernitz Turnow-Preilack Welzow Werben WiesengrundKarte
Über dieses Bild

Turnow-Preilack, niedersorbisch Turnow-Pśiłuk, ist eine Gemeinde im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Südosten des Landes Brandenburg in der Niederlausitz im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden. Durch den südlichsten Teil der Gemeinde fließen in westlicher Richtung die Malxe und der Hammergraben.[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Ortsteile sind Turnow und Preilack.

Geschichte[Bearbeiten]

Turnow entstand infolge der Errichtung der Festung Peitz im 16. Jahrhundert und wurde 1567 unter dem Namen Neue Peiz erstmals erwähnt. Weil viele Einwohner wegen des Festungsbaus ihre Flächen verloren, siedelten sie sich in der Nähe einer Schäferei neu an, woraus zunächst das Vorwerk Turnow entstand. Der Ort Turnow verfügt als Besonderheit über eine gleichlautende deutsche und sorbische Bezeichnung. Zum Ort Turnow gehört die 1858 erbaute Holländermühle. Am Grassumpf oder Wiesengrund gelegen bedeutet der niedersorbische Name Psiluk der 1587 erstmals als Preylangk erwähnten Gemeinde Preilack. Das Dorf wurde im Dreißigjährigen Krieg 1641 von schwedischen Truppen in Brand gesteckt. Der Ort verfügt mit der ehemaligen Chausseegeldhebestelle (auch "Zollhaus" genannt) und dem preußischen Rundmeilenstein über Zeugen der preußischen Verkehrsgeschichte.

Die Gemeinde Turnow-Preilack entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Turnow und Preilack.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen seit 1875
Turnow-Preilack:
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen (2013)
Jahr Einwohner
1875 879
1890 1 226
1910 1 236
1925 1 202
1933 1 234
1939 1 251
1946 1 542
1950 1 505
1964 1 297
1971 1 291
Jahr Einwohner
1981 1 181
1985 1 161
1989 1 143
1990 1 122
1991 1 120
1992 1 109
1993 1 109
1994 1 138
1995 1 173
1996 1 236
Jahr Einwohner
1997 1 262
1998 1 282
1999 1 302
2000 1 291
2001 1 290
2002 1 304
2003 1 294
2004 1 293
2005 1 289
2006 1 269
Jahr Einwohner
2007 1 235
2008 1 233
2009 1 222
2010 1 204
2011 1 184
2012 1 163
2013

Die Quellen der Daten finden sich detailliert in den Wikimedia Commons[4].

Politik[Bearbeiten]

Turnow-Preilack gehört dem Amt Peitz an, das seinen Verwaltungssitz in der Stadt Peitz hat.

Die Gemeinde fördert die wendisch/sorbische Kultur, Sprache und die wirksame politische Mitgestaltung der wendisch/sorbischen Bürger. Die Beschriftung von öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen, Straßen, Wegen, Plätzen und Brücken erfolgt schrittweise in deutscher und sorbischer Sprache.

Kommunalwahl 2008
Wahlbeteiligung: 66,3 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
62,4 %
25,4 %
12,2 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2003
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
+8,9 %p
+2,5 %p
+0,3 %p
-11,7 %p

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung setzt sich aus 10 Gemeindevertretern nebst Bürgermeister zusammen.

  • WG Turnow-Preilack 6 Sitze
  • CDU 3 Sitze
  • SPD 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl 28. Sept. 2008[5])

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 18. April 2011 genehmigt.

Blasonierung: „In Rot ein silberner Schräglinksbalken, belegt mit einer blauen Wellenleiste, nach der Teilung begleitet von zwei abgeschnittenen silbernen Zweigen, oben eine Schlehe mit fünf schwarzen Früchten und unten eine Trollblume mit drei Blüten.“[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Turnow-Preilack und in der Liste der Bodendenkmale in Turnow-Preilack stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmale.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Turnow-Preilack – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2012 (XLS-Datei; 83 KB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bundesamt für Naturschutz: Lage von Turnow-Preilack gem. Geodienste. Schutzgebiete in Deutschland. Abgerufen am 5. Mai 2013.
  3. Bildung einer neuen Gemeinde Turnow-Preilack. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 30. Oktober 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 49, Potsdam, den 5. Dezember 2001, S.831 PDF
  4. Population Projection Brandenburg at Wikimedia Commons
  5. Statistischer Bericht, S. 139 (PDF; 2,4 MB)
  6. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg